Heizölpreis weiter unter 45 Cent

3. August 2016

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Bereits den elften Tag in Folge befindet sich der Heizölpreis auf seiner Abwärtsbewegung und momentan spricht wenig für eine Trendwende. Insbesondere die wieder zunehmende Überversorgung am Ölmarkt belastet die Ölpreise. Der Heizölpreis liegt auch heute unter 45 Cent pro Liter Heizöl.

Ölpreisentwicklung

Auch in der Mitte dieser Woche gibt es für die Ölpreise keine signifikanten Impulse, die für einen Ölpreisanstieg sprechen würden. Allerdings werden mit jeder weiteren Abwärtsbewegung auch die belastenden Faktoren eingepreist und verlieren damit zunehmend an Wirkung.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 41,60 US-Dollar je Barrel gehandelt. Nach einem kurzfristigen Anstieg über die 43 US-Dollar Marke im Verlauf des gestrigen Tages, ist der Index damit heute Morgen ungefähr auf dem gleichen Niveau wie zum Ende des Vortags.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird heute Morgen weitegehend unverändert zum Vortag für rund 356 US-Dollar je Barrel gehandelt. Der tiefste Stand seit fast vier Monaten.

Der Ölpreis für die US-amerikanische Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) wird aktuell bei rund 39,40 US-Dollar je Barrel notiert und bleibt damit unterhalb der psychologisch wichtigen 40 US-Dollar Grenze.

Eine große Anzahl der Marktteilnehmer geht inzwischen davon aus, dass WTI nach dem Unterschreiten der 40 US-Dollar weiter auf die 35 US-Dollar zu gehen wird.

Zuletzt ist der Ölpreis WTI in eineinhalb Wochen um fast 15 Prozent gefallen. Sollte der Preisrückgang in den nächsten Tagen in Hinblick auf Stärke und Geschwindigkeit gleichbleiben, könnten die 35 US-Dollar bereits in zwei Wochen erreicht werden. Das wäre ein neues 5-Monatstief.

Aufgrund der zunehmenden Aktivität der US-Ölindustrie sowie Förderungs- und Exportanstiegen der OPEC-Mitgliedsstaaten gehen Analysten davon aus, dass mittelfristig durchaus eine große Anzahl an preisdrückenden Impulsen gegeben sein wird.

Darüber hinaus sinkt die Rohölnachfrage von Raffinerien am Ende des Sommers in der Regel deutlich. Mit Beginn des Herbsts und dem Ende der Fahrsaison werden saisonale Wartungsarbeiten durchgeführt. Aus diesem Grund ist vorerst nicht mit dem Verschwinden der Überversorgung am Ölmarkt zu rechnen.

Die gestern vom API veröffentlichten Daten zur US-Ölbestandsveränderungen sorgten für wenig Überraschung. Das American Petroleum Institut, der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, wies vergleichsweise geringe Bestandsabbauten beim Rohöl und Benzin aus.

Für diese Jahreszeit handelt es sich dabei um einen saisonal üblichen Bericht. Um Gewissheit darüber zu haben, warten Marktteilnehmer nun auf die Veröffentlichung der offiziellen Daten des US-Energieministeriums heute Nachmittag.

Entwicklung Eurokurs

Ohne neue Impulse für die Finanzmärkte bleibt der Wechselkurs zwischen US-Dollar und dem Euro fast unverändert.

Ein Euro kostet heute Morgen rund 1,12 US-Dollar und ist damit so stark wie zuletzt vor dem Brexit Referendum im Juni.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum günstiger werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt auch heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt unter 45 Cent pro Liter Heizöl. Seit fast vier Monaten war Heizöl nicht mehr so günstig wie heute.

Wie beim Ölpreis ist auch für den Heizölpreis die derzeitige Entwicklung eindeutig:

Aktuell kostet Heizöl 10 Cent weniger als zum Jahreshoch, sank bereits den elften Tag in Folge und ist so günstig wie zuletzt vor 12 Wochen.

Auch im Vergleich zum Vorjahr kann man heute sparen. Beim Kauf einer Menge von 1.000 Litern kostet Heizöl heute über 100 Euro. Verglichen mit dem August im Jahr 2014 spart man sogar nochmal das Dreifache davon.

Unsere Empfehlung lautet daher, die Heizölpreisentwicklung in den nächsten Tagen genau zu beobachten und bei einem weiteren Preisrückgang den dann günstigen Kaufzeitpunkt zu nutzen. Wer sicher gehen will, sollte aber jetzt bereits Heizöl kaufen.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis  anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.