Heizölpreis zehn Cent unter Vorjahr

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Die Daten zu der US-Ölbestandsveränderung beendeten gestern Abend vorerst den leichten Abwärtstrend der Ölpreise. Auch der Heizölpreis steigt infolgedessen heute weiter an und liegt damit nun bei 50 Cent pro Liter Heizöl. Das sind zehn Cent weniger, als vor einem Jahr.

Ölpreisentwicklung

Gestern deutete eine zunehmende Anzahl an Faktoren auf eine andauernde Abwärtstendenz der Ölpreise hin. Erst als das US-Energieministerium am Abend die offiziellen Zahlen der Ölbestandsveränderungen veröffentlichte stieg der Ölpreis zügig.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 47,40 US-Dollar je Barrel gehandelt und ist damit zum ersten Mal in dieser Woche über die 47 US-Dollar Marke gestiegen.

Auch ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, ist heute leicht gestiegen und wird aktuell für rund 414 US-Dollar je Barrel gehandelt. Die Notierung ist damit ungefähr auf demselben Niveau, wie am Ende der letzten Woche.

Im Verlauf des gestrigen Tages war noch eine Abwärtsbewegung beim Ölpreis erkennbar. Diese wurde durch Meldungen wie zum Beispiel zeitnah zunehmende Öl-Exporte Libyens unterstützt.

In der Vergangenheit folgten auf solche Ankündigungen jedoch oft keine Resultate. Daher bleibt es abzuwarten ob jetzt ein tatsächlicher Durchbruch erreicht werden kann oder es erneut zu Komplikationen kommt.

Als gestern Abend dann die offiziellen US-Ölbestandsdaten veröffentlicht wurden, sprang der Ölpreis auf ein neues Tageshoch. Die Bestandsveränderungen deckten sich in der laufenden Woche mit den zuvor veröffentlichten Erwartungen des American Petroleum Institut (API), dem größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA.

Erkennbar ist anhand dieser Daten, dass die Raffinerieauslastung in den USA erneut angestiegen ist und die Rohöl-Vorräte sinken. Gleichzeit stützte die positive Nachfrageentwicklung den Ölpreis. Die Nachfrage ist sowohl im Vergleich zur letzten Woche, als auch zum Vorjahresniveau angestiegen.

Auf der anderen Seite weisen die Daten einen Anstieg der Benzin-Vorräte aus. Das ist aufgrund der während der Sommermonate stattfindenden Fahrsaison in den USA und der Erwartung auf eine dadurch höhere Benzin-Nachfrage ungewöhnlich.

Insgesamt begründen die Bestandsdaten für viele Analysten keinen dauerhaften Anstieg der Ölpreise.

Entwicklung Eurokurs

Heute steht die europäische Geldpolitik im Fokus der Finanzmarktteilnehmer. Der Eurokurs hat vor den anstehenden Entscheidungen leicht zugelegt. Derzeit kostet ein Euro wieder knapp über 1,103 US-Dollar.

Am Finanzmarkt erwartet man keine Änderung der Leitzinspolitik. Die Folgen der Brexit Abstimmung und die Probleme der italienischen Banken werden wohl einen großen Teil der Pressekonferenz mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank (EZB) einnehmen.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum günstiger werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung wird heute im bundesweiten Durchschnitt wieder über 50 Cent pro Liter Heizöl steigen. Ob sich der leichte Aufwärtstrend dieser Woche fortsetzt, ist dagegen eher zweifelhaft.

Die Ölpreise scheinen durchaus noch etwas Abwärtspotenzial zu haben, signifikante Abwärtsbewegungen halten wir dagegen für weniger wahrscheinlich.

Wer sicher gehen will, sollte aber jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf spätere Preisrückgänge zu spekulieren. Etwa 100 Euro spart man im Vergleich zum Vorjahr, beim Kauf einer Menge von 1.000 Liter Heizöl.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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