Heizölpreise: Leichter Anstieg vor Jahreswechsel

30. Dezember 2015

Heizoelpreis steigt 30-12-2015

Leicht gestiegene Ölpreise und Verluste beim Euro führen heute Morgen zu geringfügigen Aufschlägen beim Heizölpreis. Der durchschnittliche Preis geht mit 45 Cent pro Liter Heizöl äußerst günstig in das neue Jahr.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt derzeit bei 37,36 US-Dollar pro Barrel. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil liegt bei 337,50 US-Dollar pro Tonne. Beide Notierungen sind verglichen zum Vortag minimal gestiegen.

Bei einem weiterhin sehr geringen Handelsvolumen wurden die Notierungen gestern durch den Wetterwechsel diesseits und jenseits des Atlantiks etwas beflügelt. Von einem Wintereinbruch in Teilen der  USA sowie den kälteren Temperaturen in Europa erhoffte man sich am Markt einen Nachfrageschub beim Heizöl.

Die leichte Aufwärtsbewegung fand aber bereits zum Abend hin ein schnelles Ende. Die Vorabschätzung der amerikanischen Ölbestände zeigte Aufbauten über alle Bereiche hinweg. Das war für viele Analysten mehr als überraschend, da vor dem Jahreswechsel die Bestände in der Regel verringert werden, um die Steuerlast zu reduzieren.

Heute Nachmittag werden die offiziellen US Ölbestandsdaten durch das DOE (Department of Energy, US Energieministerium) veröffentlicht. Sollten die Bestandsaufbauten bestätigt werden, könnte das die Ölpreise vor Neujahr noch einmal belasten. Wobei durch die Urlaubszeit und dem damit verbundenen geringen Handelsvolumen keine ganz große Bewegung zu erwarten ist.

Mit größeren Bewegungen wird aber immer mehr zu Beginn des neuen Jahres gerechnet. Mit der Rückkehr iranischer Öllieferungen, den geplanten Produktionssteigerungen von Ländern wie Irak und Libyen sowie den immer knapper werdenden Lagerkapazitäten, sehen Analysten die „Gefahr“ einer starken Abwärtsbewegung an den Ölbörsen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hat sich wieder von der 1,10 US-Dollar Marke entfernt. Aktuell ist ein Euro noch 1,0940 US-Dollar wert, etwa einen halben Cent weniger als am Vortag. Auch am Finanzmarkt ist das Handelsinteresse vor dem Jahreswechsel vergleichsweise gering.

Heute werden noch Daten der EZB zur Geldmengenentwicklung und Kreditvergabe in der Eurozone sowie Zahlen zum Häusermarkt aus den USA veröffentlicht. Aber auch hier werden sich Finanzmarktakteure mit größeren Risikopostionen zurückhalten, sodass mit wenig Bewegung beim Eurokurs zu rechnen ist.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis steigt heute zwar in einigen Regionen um über einen halben Cent pro Liter Heizöl, eine 3.000 Liter standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aber weiterhin nur 45 Cent pro Liter Heizöl.

Möglicherweise können die Heizölpreise vor dem Jahreswechsel noch ein wenig nachgeben, wir rechnen aber eher mit einem konstanten Preisniveau bis zum nächsten Montag. Danach sind weitere Preisnachlässe durchaus möglich.

Aber auch kurzfristige Preisanstiege durch den Wetterwechsel können nicht ausgeschlossen werden. Die Heizölnachfrage ist im Januar saisonal sehr hoch, sodass es auch zu längeren Lieferzeiten kommen kann.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

Wir wünschen Ihnen gute Energie für 2016!

Der nächste Marktbericht zur Heizölpreisentwicklung wird am Montag den 04.01.2016 veröffentlicht.