Heizölpreis leicht steigend, Ölpreis Prognose günstig

7. August 2015

Heizoelpreis gestiegen 07082015

Der Heizölpreis wird heute Morgen geringfügig ansteigen. Dabei kann es zu regionalen Unterschieden kommen, da die anziehende Nachfrage zu vorübergehenden Versorgungsproblemen führt. Die Ölpreis Prognose bleibt jedoch günstig.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise sind gestern in den Bereich neuer Tiefststände gefallen, konnten die Verluste im späten Handel aber ausgleichen. Der europäische Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 50,34 US-Dollar und die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoill bei ca. 473 US-Dollar.

Die globale Überversorgung zeigt sich mittlerweile auch bei der hochwertigen europäischen Mischsorte Brent. Das Nordseeöl besteht aus den Rohölsorten Brent, Ekofisk, Forties und Oseberg (daher auch Ölpreis-Index Brent) und ist auf Grund seiner hohen Qualität in der Regel sehr gefragt.

Jetzt wurde ein mit Forties beladener Supertanker (Kapazität bis zwei Millionen Barrel), der sich auf dem Weg nach Asien befand, in die Nordsee zurückgeholt. Dieser ungewöhnliche Vorgang wird als Indiz für eine vermutlich geringe Nachfrage gewertet.

Mit der perspektivischen Rückkehr iranischer Ölexporte und den im Herbst anstehenden Wartungsarbeiten an Raffinerien, könnte sich ein längerfristig niedriges Ölpreis-Niveau etablieren.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs stabilisiert sich im Moment bei 1,09 US-Dollar. Der Finanzmarkt konzentriert sich auf den heute anstehenden Arbeitsmarktbericht aus den USA. Positive deutsche Wirtschaftsdaten konnten den Euro daher nur kurzfristig Auftrieb verschaffen.

Der  Arbeitsmarktbericht der US-Regierung spielt für die künftige Geldpolitik in den USA eine wichtige Rolle. Überraschend gute Arbeitsmarktdaten wären ein entscheidender Hinweis für eine schnelle erste Zinserhöhung im September und würden den Dollarkurs entsprechend beflügeln.

Heizölpreisentwicklung

Heizöl wird heute Morgen im Schnitt um 20 bis 50 Cent pro 100 Liter teurer, da die Ölpreise etwas gestiegen sind. Das Preisniveau fällt dabei auch regional unterschiedlich aus. Die Heizölpreise im Westen und Süden der Republik liegen deutlich über denen im Norden und Osten.

Die anziehende Nachfrage führt derzeit zu einer knapperen Produktverfügbarkeit entlang der Rheinschiene. Durch die niedrigen Pegelstände am Rhein kann es vereinzelt zu Schwierigkeiten beim Nachschub kommen. Der Osten kann dagegen über Pipeline und der Norden über die Nord- bzw. Ostsee versorgt werden.

Wer noch ausreichend Heizöl im Tank hat, kann durchaus darauf spekulieren, dass der Heizölpreis in der kommenden Woche noch ein Stück weit nachgibt. Selbst wenn der Euro weiter verlieren sollte, würde das für Händler außerhalb der USA die Investition in Öl verteuern, sodass insgesamt eher von weiter fallenden Ölpreisen ausgegangen werden kann.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung oder halten Sie sich durch unsere News zur Heizölpreisentwicklung auf dem Laufenden. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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