Ölpreis steigt, Heizölpreis sinkt etwas

Heizoelpreis gefallen 16-09-2015

Der Preis für die Ölsorte Brent nimmt wieder zu. Venezuela wünscht sich einen Mindestpreis für Öl und verhandelt zurzeit mit Saudi-Arabien. Heizöl ist im Schnitt trotzdem etwas günstiger, da die Notierung für Gasoil dem Anstieg von Brent nicht folgte.

Ölpreisentwicklung

Der Mittwoch startet mit einem Preis von 48,21 US-Dollar je Barrel für die europäischen Ölsorte Brent und ist damit ca. 0,70 Dollar teurer als gestern. ICE Gasoil wird für diesen Morgen bei 462,50 US-Dollar notiert und hält sich damit in etwa auf dem Niveau vom Vortag.

Nach den Verhandlungen mit Russland, verhandelt Venezuela zurzeit mit Saudi-Arabien. Ziel ist es, die großen Ölproduzenten sowohl der OPEC als auch der Nicht-OPEC-Länder zusammen zu bekommen, um Maßnahmen zur Preisstabilisierung einzuleiten.

Dabei lege weniger eine Produktionskürzung als vielmehr die Anhebung des Preisniveaus im Augenmerk Venezuelas. Dieses war unter anderem aus den Fugen geraten, da die OPEC eine neue Strategie verfolgte. Statt auf sinkende Ölpreise mit einer Reduzierung des Angebotes zu reagieren, produzierten die OPEC-Mitglieder eher noch mehr, vermutlich um Marktanteile zu sichern.

Ein wesentlicher Faktor für das aktuell bestehende Überangebot. Um dies nun wieder auszugleichen, stelle sich Venezuelas Präsident Maduro konkret einen Mindest-Ölpreis vor. Ob sich dieser am Markt durchsetzen lässt, bleibt abzuwarten.

Das Repräsentantenhaus der USA hat derweil eine Abstimmung zur Aufhebung des Rohölexportverbots der USA für Ende September angekündigt. Das Weiße Haus reagierte darauf mit der Ankündigung eines Vetos. Eine Aufhebung würde den WTI-Preis (West Texas Intermediate – Rohölsorte aus den USA) stützen und den Preisunterschied zwischen Brent und WTI reduzieren. Auf lange Sicht würde das allgemeine Preisniveau jedoch vermutlich eher sinken.

Ein weiterer preistreibender Einflussfaktor ist der gestern Nachmittag veröffentlichte Bericht des API (American Petroleum Institute), der eher preistreibend ausfiel. Die US-Rohölbestände sollen im Laufe der letzten Woche überraschend stark abgenommen haben. Durch die zu diesem Zeitpunkt des Jahres anstehenden Wartungsarbeiten in den Raffinerien der USA und der Umstellung auf Winterware, war zuvor mit weiteren Bestandsaufbauten gerechnet worden.

Die Bestände an Mitteldestillaten (Heizöl, Diesel) nahmen dagegen weiter zu, da die Winternachfrage noch nicht eingesetzt hat. Auch aus Europa wurden Rekordbestände gemeldet, weshalb die für den Heizölpreis entscheidenden Gasoil-Futures der Aufwärtsbewegung von Brent und WTI nur bedingt folgten.

Entwicklung Eurokurs

Zum heutigen Morgen konnte der Euro einen Teil seiner gestern eingefahrenen Verluste wieder gut machen und startete mit 1,1249 US-Dollar in den Tag.

Morgen steht die Entscheidung der amerikanischen Notenbank Fed zur künftigen Geldpolitik an. Momentan wird mit einer Zinsanhebung in den USA immer weniger gerechnet. Zwar würde eine Beibehaltung des aktuellen Null-Zins den US-Dollar belasten, dafür aber der US-Wirtschaft möglicherweise zusätzlichen Auftrieb bringen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt etwa 55 Cent pro Liter. Der Liter Heizöl ist damit im Vergleich zur Vorwoche fast 3 Cent günstiger.

Auf Grund des Rhein-Niedrigwassers erhöhen sich die Frachten für die Schiffsversorgung. Durch die gestiegene Heizölnachfrage kann es entlang der Rheinschiene zu knappen Beständen in einzelnen Lagern kommen. In der Folge schwanken die regionalen Heizölpreise stark.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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