Ende der Überversorgung nicht in Sicht - Ölpreise fallen

Heizoelpreis gefallen 18032015

Einige OPEC Mitglieder planen die hohe Produktion aufrecht zu erhalten oder zu erhöhen. Da auch Libyen momentan hohe Mengen produzieren kann, sinken die Ölpreise, da das Angebot auch weiterhin viel größer ist als die Nachfrage.

Ein Aufwärtspotential bei den Ölpreisen lässt sich vorerst nicht mehr erkennen. In den letzten Tagen gab es immer weniger Faktoren, die die Ölpreise stützen konnten. Die Hauptursache bleibt jedoch die Überversorgung, die vorerst nicht abzunehmen scheint.

Saudi-Arabien und einige weitere Mitglieder der OPEC könnten die Ölförderung noch einmal zusätzlich erhöhen. Außerdem produziert Libyen immer noch große Mengen Rohöl, jedoch gehen Marktteilnehmer durch die angespannte politische Situation Libyens von weiteren möglichen Engpässen aus.

Momentan sehr einflussreich sind die Atomverhandlungen mit dem Iran. Sollten sich der Iran und die 5+1 Gruppe (China, USA, Russland, Frankreich, Großbritannien + Deutschland) einigen, erwarten Analysten einen deutlichen Anstieg der iranischen Ölexporte, wodurch die Ölpreise zusätzlich unter Druck geraten würden.

Die Ölförderung in den USA bleibt weiterhin  sehr hoch. Obwohl in den vergangenen Wochen die Anzahl der Förderanlagen stark abgenommen hat, lassen sich noch keine Auswirkungen auf die US Bestände erkennen. Lediglich die Produktbestände sollen laut API (American Petroleum Institute) leicht abgenommen haben, was durch die niedrige Raffinerieauslastung verursacht worden sein soll.

Heute werden die Ölpreise als auch die Heizölpreise leicht sinkend erwartet. Der kaum veränderte Euro hat keinen größeren Einfluss auf die Preisentwicklungen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

 

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