Ölpreise bleiben unter Druck

21. Juli 2015

heizoelpreise gleich 21072015

Der Druck auf die Ölpreise bleibt unvermindert hoch. Beim amerikanischen WTI Öl fiel heute Morgen die psychologisch wichtige 50 Dollar-Marke. Die europäische Referenzsorte Brent hält sich noch stabil, sodass die Heizölpreise nur mit minimalen Abschlägen in den Handel starten.

Ölpreisentwicklung

Ein zentrales Thema am Ölmarkt bleibt die Rückkehr der iranischen Öllieferungen und damit verbunden die überversorgte Marktlage. Zwar rechnet der überwiegende Teil der Analysten erst im kommenden Jahr mit einer signifikanten Steigerung der iranischen Ölexporte, dennoch herrscht diesbezüglich Unsicherheit.

Klar erscheint, dass die iranische Ölindustrie nach den Embargo-Jahren enorme Investitionen benötigt. Gelder für notwendige Wartungs- und Reparaturarbeiten waren kaum vorhanden. Bis die Produktion das Niveau vor dem Embargo erreicht, wird daher noch einige Zeit vergehen.

Der Iran hat jedoch in den letzten Jahren Rohöl eingelagert, das dem Markt theoretisch schon früher zur Verfügung stehen könnte. Für dieses Öl werden Abnehmer gesucht, was die Exporte mittels des Öltankers Starla Ende letzter Woche bereits zeigten.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs stabilisiert sich momentan etwas über 1,08 US-Dollar. Das entspricht dem tiefsten Stand seit Ende Mai. Angesichts der erwarteten Zinssteigerung in den USA bleibt der Dollar jedoch weiter auf dem Vormarsch.

Vor allem die  Aussicht auf die Zinswende verdrängte die jüngsten Fortschritte in der Griechenland-Krise in den Hintergrund. Die Euro-Länder hatten die dringend benötigten Finanzhilfen für eine Brückenfinanzierung an Griechenland überwiesen. Dennoch fehlen dem Euro aktuell positive Signale, um sich vom jüngsten Kursverfall zu erholen.

Heizölpreisentwicklung

Die Perspektive der Heizölpreisentwicklung bleibt verbraucherfreundlich. Momentan verharrt der Heizölpreis noch um die 60 Cent pro Liter, bei einer 3.000 Liter Standard-Heizöllieferung. Aber es erscheint unwahrscheinlich, dass sich die Preise wieder nach oben orientieren.

Optimistisch stimmt auch die Heizölpreisprognose für die kommenden zwei Jahre. Die Öl-Futures für 2016 und 2017, also Termingeschäfte für vereinbarte Öllieferungen in diesem Zeitraum, sind so günstig wie selten. Das liegt vor allem an der erwarteten Rückkehr der iranischen Öllieferungen. Ohne nennenswerte äußere Einflüsse, z.B. geopolitische Krisen, kann man Stand heute also durchaus von anhaltend günstigen Heizölpreisen ausgehen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise