Heizölpreise fallen weiter

29. Juli 2016

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Vor dem Start ins Wochenende setzen die Heizölpreise ihre Abwärtsbewegung fort. Zuletzt belasteten die Bestandsdaten des US-Energieministeriums und die anhaltende Überversorgung im Produktbereich die Ölpreise. Der Euro zeigt sich weiter stabil.

Ölpreisentwicklung

Mittlerweile fühlt man sich am Ölmarkt zunehmend an die Ölpreisentwicklung des Vorjahres erinnert. Bereits im Jahr 2015 fielen die Ölpreise nach einer Preisrallye im Frühjahr zum Ende des Sommers um über 30 Prozent.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird heute Morgen für rund 42,40 US-Dollar je Barrel gehandelt. Der Ölpreis ist diese Woche also fast täglich um jeweils einen US-Dollar gefallen.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 370 US-Dollar je Barrel gehandelt und ist damit so günstig wie zuletzt vor über drei Monaten.

Entgegen den zwischenzeitlichen Erwartungen einiger Marktteilnehmer war es den Ölpreisen in diesem Jahr bisher noch nicht gelungen sich über  50 US-Dollar je Barrel zu halten.

Der Aufwärtstrend vom Beginn des Jahres bis in den Juni hinein hatte es aber einigen Produzenten ermöglicht ihre Fördermengen zu steigern.

Zu den wichtigsten Akteuren gehören dabei die USA, deren Anzahl der aktiven Öl-Förderanlagen in den letzten zwei Monaten fast durchgängig auf mittlerweile 462 gestiegen ist, ein Anstieg von über 20 Prozent. Wegen des Anstiegs der Ölpreise wurde die US-Ölförderung wieder zunehmend rentabel.

Darüber hinaus veröffentlichte das amerikanische Energieministerium vor kurzem, dass die aktuelle US-Fördermenge aktuell noch eine halbe Million Barrel Rohöl am Tag größer ist, als es Analysten für September dieses Jahres prognostiziert hatten. Zuletzt stieg auch die Fördermenge wieder an.

Man geht jedoch davon aus, dass aufgrund der weiterhin niedrigen Ölpreise die Produktion vieler Länder außerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sinkt. Um Kosten zu sparen werden notwendige Investitionen verschoben. In der Folge sinkt die Produktion an bestehenden Ölfeldern schneller.

Auf der anderen Seite sollte es den OPEC-Mitgliedsstaaten im nahen Osten (z.B.: Saudi Arabien, Irak, Iran) gelingen ihre Fördermengen stetig zu erhöhen.

Auf diese Weise wird die aktuelle Überversorgung am Ölmarkt wohl weiterhin vorherrschen.

Entwicklung Eurokurs

Gestern im Verlauf des Tages verhinderten gute Wirtschaftssignale aus der Eurozone ein Absinken des Eurokurses.

Der Kurs hält sich derzeit stabil und so kostet ein Euro heute Morgen nur knapp unter 1,11 US-Dollar.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, bedeutet ein steigender Eurokurs, dass die Importe für den Euroraum günstiger werden.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis für eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung liegt heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt ungefähr bei 46,30 Euro pro 100 Liter Heizöl. Das letzte Mal konnte man im April so günstig Heizöl kaufen.

Die Ölpreise scheinen durchaus noch etwas Abwärtspotenzial zu haben, sprunghafte Abwärtsbewegungen halten wir dagegen kurzfristig für weniger wahrscheinlich. Da die Ölpreise in den zwei Wochen über zehn Prozent gefallen sind, wäre auch eine kurzfristige Gegenbewegung nicht auszuschließen.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf spätere Preisrückgänge zu spekulieren. Über 110 Euro spart man heute im Vergleich zum Vorjahr, beim Kauf einer Menge von 1.000 Liter Heizöl.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.