Heizölpreise geben wieder nach

20. Oktober 2015

Heizoelpreis gefallen 20-10-2015

Die Heizölpreise folgen dem Trend der letzten Woche und geben heute Morgen wieder nach. Aussagen des iranischen Ölministers, dass die Rückkehr des Irans keinen Einfluss auf die Ölproduktion der übrigen OPEC Mitglieder haben wird, belasteten die Ölpreise.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreisentwicklung geht zum Beginn dieser Woche weiter abwärts. Der europäische Ölpreis-Index Brent notiert aktuell bei 48,77 US-Dollar pro Barrel, ein Verlust gegenüber Montagmorgen von über zwei Dollar. Die für den inländischen Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil verlor ungefähr 12 Dollar und wird aktuell bei 447 US-Dollar pro Tonne notiert.

Der Iran hat gestern erstmals bekannt gegeben, dass es bereits formal bindende Zusagen für zusätzliche Exporte gäbe. Die Öllieferungen sollen an fast alle ehemaligen Kunden aus Europa, Afrika und Asien erfolgen, sobald die Importverbote für iranisches Rohöl aufgehoben werden.

Allein die Tatsache, dass die iranischen Exporte binnen kürzester Zeit nach Aufhebung der Sanktionen gesteigert werden sollen, ist bereits bekannt gewesen. Der iranische Ölminister betonte jedoch, dass er nicht von Kürzungen der Ölproduktion bei den übrigen OPEC Mitgliedern ausgeht.

Das könnte im Endeffekt bedeuten, dass die Überversorgung am Ölmarkt um die Menge der iranischen Ölexporte erhöht wird. Sollten die anderen Länder der OPEC ihre Produktion tatsächlich unverändert lassen, so wie es auch Saudi Arabien mehrfach andeutete, wäre mittelfristig eine Verknappung der Versorgungslage eher unwahrscheinlich.

Für die weitere Ölpreisentwicklung könnten in dieser Woche die amerikanischen Ölbestände und das Treffen zwischen Russland und Mitgliedern der OPEC entscheidend sein. Bei den Ölbeständen wird mit einer erneuten Zunahme gerechnet, was die Ölpreise weiter unter Druck setzen könnte.

Bei dem Treffen zwischen Russland und OPEC stattfinden, will man über mögliche gemeinsame Maßnahmen beraten. Russland hatte in der Vergangenheit eine Kürzung der eigenen Ölförderung abgelehnt. Dennoch könnte es bei dem Treffen darum gehen, wie Russland auf eine reduzierte Förderung der OPEC reagieren würde.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs verzeichnete gestern auch Verluste und liegt derzeit bei mit 1,1325 US Dollar. Belastet wird der Euro durch Spekulationen, die Europäische Zentralbank EZB könne am  Donnerstag zusätzliche expansive Maßnahmen beschließen.

Da Öl in US Dollar gehandelt wird, verteuert der fallende Eurokurs die Zukäufe in der Eurozone. Dadurch sinkt der Heizölpreis nicht in gleichem Maße wie die Ölpreise. Anderseits kann der festere Dollar auch dafür sorgen, dass Händler außerhalb der USA das für sie teurere Öl weniger zukaufen und begünstigt so den Fall der Ölpreise.

Heizölpreisentwicklung

Heut kostet eine 3000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt ungefähr 54 Cent pro Liter. Der Heizölpreis ist damit nur noch etwa zwei Cent von den historischen Tiefstständen dieses Jahres entfernt. Verglichen mit dem Vorjahr spart man beim Heizölkauf sogar über 20 Cent pro Liter Heizöl.

Auch wenn geringe Nachlässe im weiteren Wochenverlauf theoretisch möglich sind, handelt es sich um einen günstigen Kaufzeitpunkt, vor allem wenn der Heizöltank fast leer ist. Durch die stark zunehmende Nachfrage nach Heizöl kann es bereits jetzt regional zu längeren Lieferzeiten kommen.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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