Heizölpreise Trend und Prognose KW 11

22. März 2016

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In der letzten Woche drehte sich einiges um die mögliche Förderbegrenzung der großen Ölproduzenten. Schienen die Spekulationen zunächst ausgepreist, so nahm ein Sondermeeting zum Ende der Woche konkretere Gestalt an. Insgesamt bewegte der Heizölpreis sich damit ungefähr auf dem Niveau der Vorwoche.

Heizölpreise Trend

Zum Beginn der Woche verlor ein Treffen der OPEC mit anderen großen Ölproduzenten zunehmend an Wahrscheinlichkeit. Doch zum Wochenende nahm diese wieder zu, auch bedingt durch die Benennung eines genauen Termins für solch ein Sondermeeting.

Dementsprechend fiel der Heizölpreis anfangs, konnte dann jedoch im Wochenverlauf wieder Fuß fassen.
Die Heizölpreise schwankten dabei im Bereich zwischen 45,69 Euro/100 Liter und 47,08 Euro/100 Liter, blieben aber im Durchschnitt auf dem Niveau der Vorwoche.

Die Thematik der Produktionsbeschränkung schien zunächst an Brisanz verloren zu haben. Die Woche begann mit dem Verständnis Russlands für den Iran, dass man dort einer Produktionsbegrenzung auf Januar-Niveau nicht zustimme. Denn gegen den Iran wurden im Januar erst Sanktionen aufgehoben, die den Ölexport massiv behinderten. Dementsprechend fiel die Förderung dort im Januar verhältnismäßig gering aus.

Mit dem Rückenwind Russlands nahm die Wahrscheinlichkeit für das Zusammenkommen eines Sondermeeting zunächst ab. Somit deuteten sich zur Wochenmitte deutliche Abwärtsspielräume an.

Zum Ende der Woche schwenkten dann aber auch andere große Ölproduzenten auf die Position Russlands ein. Eine Produktionsbegrenzung schien nun auch ohne den Iran möglich. Konkret wurde ein Meeting für den 17. April festgelegt. Auch die Teilnahme des Irans sei dabei möglich, da bei dem Treffen wahrscheinlich auch die Zugeständnisse zum Ausweiten der dortigen Produktion festgelegt werden.

Aufgrund der Spekulationen um eine koordinierte Produktionskürzung waren die Ölpreise in den letzten Wochen deutlich gestiegen. Viele Beobachter merkten dabei bereits an, dass der Preisanstieg zu schnell käme. Denn ein höherer Ölpreis würde einige Projekte in den USA wieder rentabel machen. Infolgedessen würde die US-Ölförderung wieder steigen, was das globale Überangebot wieder verstärke.

Der Bericht Baker Hughes am Freitag deutete dies ebenfalls an. Denn das erste Mal seit knapp 3 Monaten war eine Zunahme der aktiven US-Ölbohranlagen zu verzeichnen.

Heizölpreise Prognose

Der Heizölpreis bleibt im Hinblick auf die letzten Monate relativ stark. Allerdings scheint der Aufwärtstrend vorerst ausgebremst zu sein.

Weiterhin bleibt es schwierig, eine treffende Prognose für die Ölpreisentwicklung abzugeben. Die Spekulationen um eine koordinierte Produktionskürzung könnten auch in nächster Zeit zu schwankenden Heizölpreisen führen.

Denn der Markt wird auch in naher Zukunft sehr sensibel auf mutmaßliche Förderbeschränkungen reagieren. Da Marktteilnehmer sich grundsätzlich vor möglichen Preisanstiegen absichern wollen, beeinflusst jede noch so kleine Spekulation den Ölpreisverlauf.

Aber auch die US-Ölförderung bleibt weiter ein entscheidender Einflussfaktor. Es bleibt abzuwarten, ob die Produktion dort wegen des gestiegenen Preises wieder zulegt. Sollte dies passieren, ist wahrscheinlich mit einem Abrutschen des Ölpreises zu rechnen. Denn so würde das weiterhin bestehende Überangebot ausgebaut werden, sodass man den Kapazitätsgrenzen der Öllager immer näher kommen würde. Und bei Erreichen dieser Grenzen würden den Händlern nichts anderes mehr übrig bleiben, als ihr Öl mit massiven Rabatten anzubieten.

Die massiven Bestände würde einen nachhaltigen Anstieg des Ölpreises auch schon augenblicklich verhindern. Somit ist es wahrscheinlich, dass Heizöl auch in nächster Zeit günstig bleibt.

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