Heizölpreise Trend und Prognose KW 29

28. Juli 2016

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In der vergangenen Woche konnte der Heizölpreis fast durchgängig sein Niveau von 49 Cent pro Liter Heizöl halten. Dabei waren hauptsächlich die seit Anfang letzter Woche sinkenden Ölpreise hilfreich, während der Eurokurs wieder nachgab. Die Heizölpreis-Prognose bleibt günstig.

Heizölpreise Trend

Die Heizölpreisentwicklung verlief zu Beginn der vergangenen Woche zwar aufwärts, in der zweiten Wochenhälfte setzte sich der seit Beginn des Monats fallende Trend der Heizölpreise jedoch wieder durch.

Für eine 3.000 Liter Standard-Heizöl-Lieferung lag der durchschnittliche Heizölpreis nur knapp über 49 Cent pro Liter Heizöl. Im Vergleich zum Vorjahr kann man also beim Kauf einer Menge von 1.000 Litern Heizöl über 100 Euro sparen.

Die Ölpreisentwicklung richtete sich in der letzten Woche aufgrund der Überversorgung mit Produkten (Benzin, Diesel, Heizöl) hauptsächlich abwärts.

Diese rührt daher, dass die Überversorgung aus dem Rohölbereich auf den Produktbereich umgewälzt wurde. Die Raffinerieauslastung ist in verschiedenen Ländern derzeit sehr hoch.

Zum Beginn der Sommersaison hatten sich viele Länder auf eine stärkere Benzin-Nachfrage eingestellt, die aktuell jedoch geringer als erwartet ausfällt. Meldungen über diesen Umstand besonders aus den USA oder aus China gehörten in der letzten Woche zu den Hauptfaktoren, die den Ölpreis gedrückt haben.

China meldete beispielsweise einen Exportanstieg von über einer Million Barrel Benzin im letzten Monat. Analysten gingen deswegen davon aus, dass die chinesische Benzin-Produktion momentan rund neun Prozent schneller wächst als die Nachfrage.

Wegen dieser Überversorgung mit Produkten und den daraus resultierenden Lagerschwierigkeiten stehen die Ölpreise derzeit stark unter Druck.

Saudi-Arabien meldete in den letzten Monaten ebenfalls steigende Förder- und Produktionsmengen, wobei die Exportmengen von Rohöl rückläufig waren.

Das ist üblich zur derzeitigen Jahreszeit, da Saudi-Arabien im Sommer einen entsprechend höheren Eigenbedarf an Rohöl hat. Sollte diese höhere Fördermenge jedoch beibehalten werden, ist eine erneute Überversorgung mit Rohöl zum Jahresende durchaus wahrscheinlich, zumindest ohne Ausfälle bei anderen Produzenten.

Heizölpreise Prognose

Die Heizölpreis Prognose bleibt günstig. Zuletzt wurde beinahe das niedrigste Niveau der letzten drei Monate erreicht. Ein Unterbieten der Tiefststände aus dem Januar halten wir zwar für unrealistisch, dennoch sollte der Heizölpreis sich mittelfristig unter 50 Cent pro Liter Heizöl halten.

Besonders die andauernde Überversorgung auf dem Produktmarkt (Benzin, Diesel, Heizöl) spricht ganz klar dafür. In der Regel kommt es in den Sommermonaten unter anderem aufgrund der Fahrsaison in den USA zu einer höheren Treibstoffnachfrage. Entsprechend dieser Erwartung produzieren viele Raffinerien in den USA und auch in anderen Regionen bereits seit Monaten schon extrem viel Sprit.

Zusätzlich zu der momentanen Überversorgung spricht auch die steigende Anzahl der US-Ölbohranlagen für sinkende Ölpreise. Die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen gilt als ein wichtiger Indikator für die langfristige Produktionsentwicklung in den USA.

Tatsächlich steigt die US-Ölförderung ebenfalls seit kurzem wieder stetig an. Es scheint demnach so, dass Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt nicht vor dem Jahr 2017 ins Gleichgewicht kommen würden.

Die damit ansteigende Angebotsmenge scheint den Ölpreisen noch etwas Abwärtspotenzial zu ermöglichen. Wir halten signifikantere Abwärtsbewegungen dagegen für unwahrscheinlich.

Auf der anderen Seite ist zu beachten, dass auf eine Periode mit Preissenkungen unvermeidlich ein Anstieg folgen wird. Die Frage ist nur wann dieser einsetzt.

Unsere Empfehlung lautet daher, die Heizölpreisentwicklung der nächsten Tage genau zu beobachten und bei einem weiteren Preisrückgang den dann günstigen Kaufzeitpunkt zu nutzen.

Zum Jahresende beziehungsweise mit dem Beginn des Jahres 2017 könnte sich der Ölpreis nach Meinung vieler Analysten bereits wieder über der 50 US-Dollar Marke einpendeln.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf Preisrückgänge im Herbst zu spekulieren.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.