Heizölpreis sinkt, Boden bald erreicht?

9. Dezember 2015

Heizoelpreis sinkt 09-12-2015

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck, nachdem die OPEC sich am Freitag nicht auf eine gemeinsame Förderquote einigen konnte. Allerdings deuten sich auch erste Gegenbewegungen auf die kräftigen Verluste an. Der Euro konnte gegenüber dem US-Dollar wieder zulegen, sodass der Heizölpreis heute erneut sinken wird.

Ölpreisentwicklung

Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent liegt aktuell bei 40,84 US-Dollar pro Barrel. Gestern sank der Barrelpreis für Brent erstmals seit 2009 unter 40 US-Dollar,  konnte sicher aber nicht unterhalb dieser Marke festigen. Stützende Impulse kamen von der Vorabschätzung der amerikanischen Ölbestände, die Abbauten im Rohölbereich zeigte sowie gestiegenen Ölimporten in China.

Ein noch günstigeres Bild ergibt sich bei der für den inländischen Heizölpreis entscheidenden Notierung von ICE Gasoil. Diese liegt aktuell bei 369 US-Dollar pro Tonne. Ein weiteres Rekordtief. Zum Vergleich, vor einem Jahr lag die Notierung bei über 600 US-Dollar. Das ist auch der Grund, warum Heizöl, aber auch Diesel an der Tankstelle, aktuell so günstig sind.

Für das weitere Abfallen der Ölpreise immer noch verantwortlich ist der mehr oder weniger ergebnislose Ausgang der OPEC Meetings am Freitag. Man konnte sich weder auf Fördergrenzen für einzelne Mitgliedsstaaten, noch auf eine gemeinsame Obergrenze für die Produktion der OPEC insgesamt einigen.

Der aktuelle Monatsreport der EIA (Amt für Energiestatistik im Energieministerium der Vereinigten Staaten)  hat sich der aktuellen Marktlage angepasst. Die prognostizierte Überversorgung wurde für 2015 und 2016 nach oben korrigiert und die Erwartungen für die Ölpreise wurden nach unten angepasst.

Das zeigt sich auch in der Ausrichtung der spekulativen Marktteilnehmer. Die Anzahl der Short-Postionen hat enorm zugenommen. Short-Positionen sind mehr oder weniger Wetten auf fallende Preise. Händler verkaufen mehr Ware als sie zukaufen, um im fallenden Markt zu einem späteren Zeitpunkt günstiger nachzukaufen.

Diese Ausrichtung begünstigt jedoch auch Gegenbewegungen, wenn diese Postionen durch entsprechende Zukäufe geschlossen werden. Einen nachhaltigen Anstieg der Ölpreise halten wir dennoch für derzeit unwahrscheinlich.

Heute Nachmittag werden die offiziellen amerikanischen Ölbestandsdaten veröffentlich. Diese enthalten neben der reinen Bestandsentwicklung auch Zahlen zur Nachfrage, den Öl-Importen und zur US Ölproduktion. Die Zahlen haben damit viel Potenzial, die weitere Ölpreiseentwicklung in dieser Woche zu beeinflussen.

Entwicklung Eurokurs

Ein Euro ist aktuell 1,0917 US-Dollar wert. Durch Konjunkturdaten gab es im Handel zwischen Euro und Dollar kaum noch frische Impulse. Der Euro profitiert immer noch von der nur als moderat empfundenen geldpolitischen Lockerung durch die Europäische Zentralbank am vergangenen Donnerstag.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis sinkt von einem Tiefststand zum nächsten. Eine 3.000 Liter standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt nur noch 47,50 Euro pro 100 Liter Heizöl. Ein äußerst günstiger Kaufzeitpunkt für Heizöl.

In einigen Regionen sind auch die 45 Cent pro Liter Heizöl in greifbarer Nähe. Durch die US Ölbestandsdaten könnte es heute noch weiter abwärts gehen, eine Gegenbewegung beim Ölpreis ist nach den kräftigen Verlusten der letzten Tage aber auch nicht ganz unwahrscheinlich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigen, dass sich auch innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

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