Heizölpreis so günstig wie zuletzt im April

Heizölpreis gefallen 06072015

Die Ölpreise steigen unter dem Niveau vom Freitag in die neue Handelswoche ein. Auch der Eurowechselkurs hat etwas nachgegeben, was die Ölpreise für Händler außerhalb der USA tendenziell eher verteuert. Die Heizölpreise können jedoch von den verbilligten Roh- und Gasoilpreisen profitieren und sind etwa einen Euro pro 100 Liter günstiger als noch am Freitag.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise verliefen am Freitag bis zum Nachmittag eher seitwärts. Am Abend fiel ICE Gasoil dann jedoch innerhalb kurzer Zeit um mehr als 10 US Dollar. Aktuell liegt die europäische Referenzsorte Brent bei knapp 60 US Dollar pro Barrel. ICE Gasoil kostet etwa 550 US Dollar pro Tonne.

Am Freitag wirkte sich auch der veröffentlichte Baker Hughes Report preisdrückend auf die Roh- und Gasoilnotierungen aus. Dieser meldete eine überraschend gestiegene Anzahl aktiver US-Ölbohranlagen, was das Angebot an Öl tendenziell weiter erhöhen wird. Seit Dezember soll diese erstmalig nun wieder angestiegen sein.

Am Sonntag fand das angekündigte Referendum in Griechenland mit einer Wahlbeteiligung von etwa 60 Prozent statt. Dabei sollten die Bürger über die Annahme oder Ablehnung der Gläubigervorschläge stimmen. Am Ende stimmten laut dem griechischen Innenministerium etwa 61 Prozent der Wähler dagegen. Bereits am Freitag wurde angekündigt, dass Griechenland vom Rettungsschirm EFSF bis auf Weiteres keine Gelder ausgezahlt bekommt.

Heute Morgen sind in Griechenland Athener Politiker zu einem Treffen zusammengekommen, um die Folgen des Referendums zu erörtern. Morgen wollen sich die Euro-Staaten zu einem Sondergipfel treffen, um über das weitere Vorgehen zu beraten.

Aus den USA wird heute der Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen erwartet.

Weitere Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Dienstag, den 07.07.2015
EU-Sondergipfel
US-Handelsbilanz
US-Ölbestandsdatenveränderung des API

Mittwoch, den 08.07.2015
US-Rohöllagerbestand der EIA
US-Ölbestandsdatenveränderung des DOE

Donnerstag, den 09.07.2015
Handelsbilanz Deutschland
Arbeitsmarktdaten USA

Freitag, den 10.07.2015
Baker Hughes Report zur Anzahl der US-Ölbohranlagen

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bewegte sich am Freitag ohne größere Schwankungen um die 1,11 US Dollar-Marke. Heute Morgen stieg er etwa einen Cent darunter in die neue Handelswoche ein. Aktuell bekommt man für einen Euro circa 1,10 US Dollar.

Vor dem Wochenende wartete man auf die Reaktion des Eurokurses auf das Ergebnis des Referendums in Griechenland. Am Sonntag geriet dieser nach der Abstimmung etwas unter Druck, nahm letztendlich aber nur etwa einen halben Cent zum Freitag ab. Für die weitere Entwicklung wird nun auch das zukünftige Vorgehen der Gläubigerstaaten entscheidend sein.

Am Freitag wurden außerdem Wirtschaftsdaten aus China und der Eurozone veröffentlicht. Der chinesische Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen fiel im Juni dabei wie erwartet aus. Auch der europäische Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen erfüllte die Erwartungen. Die europäischen Einzelhandelsumsätze Mai stiegen mehr als angenommen und übertrafen somit die Erwartungen.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis profitiert von den gesunkenen Roh- und Gasoilpreisen und gibt deutlich nach. Im bundesweiten Durchschnitt hat sich der Preis um mehr als einen Euro verbilligt und kostet am Montag 62,52 Euro pro 100 Liter. So günstig war er zuletzt Mitte April.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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