Heizölpreis startet teurer in die neue Woche

1. Juni 2015

Heizölpreis gestiegen 01062015

Der Ölpreis setzt am Montag auf dem erhöhten Niveau von Freitagnachmittag an. Auch der Eurokurs muss gegenüber dem Stand zum Wochenende ein wenig einbüßen. Die Heizölpreise starten damit deutlich teurer in die neue Woche.

Ölpreisentwicklung

Die Ölpreise haben am Freitagnachmittag eine deutliche Aufwärtsbewegung gezeigt. Innerhalb Stunden zog ICE Gasoil um bis zu 23 US Dollar an. Am heutigen Montag liegt die ICE Gasoil Notierung momentan bei etwa 592 US-Dollar. Der Preis für die europäische Referenzsorte Brent liegt aktuell bei knapp unter 65,00 US-Dollar pro Barrel.


Am Freitag lag der Fokus auf den veröffentlichten US-Bestandsdaten. Trotz der erhöhten Rohoelverarbeitung in den Raffinerien sind die Lagerbestände von Rohöl angestiegen. Dies ließ bereits auf eine hohe Rohölförderungsmenge in den USA schließen. Dabei meldete der am Freitagnachmittag veröffentlichte Baker Hughes Report sogar einen erneuten Rückgang der aktiven US Ölbohranlagen, der gleichzeitig eine Erklärung für den Anstieg des Ölpreises darstelle. Dieser Abbau scheint aufgrund der hohen Rohölbestandsdaten jedoch keinen nachhaltigen Einfluss auf die Lagerbestände zu nehmen.

Die Benzinnachfrage schätzen Analysten seit der begonnenen Fahrsaison als solide ein. Damit sollten die Benzinlagerbestände vermutlich etwas geschmälert werden, was den Ölpreis wieder ein wenig stabiler erscheinen lassen könnte. Allerdings steht dieser auch unter dem Einfluss der weiteren Beschlüsse zur Ölfördermenge der OPEC-Länder. Die OPEC trifft sich am Ende der Woche. Die dann veröffentlichten Zahlen sollen Aufschluss zu den Förderungsquoten geben. Da sich aber auch der OPEC-Konkurrent Russland gegen eine Verknappung des Angebotes zeige, scheint eine Kürzung in den OPEC-Ländern als unwahrscheinlich.

Einzig die Ölförderung in Kanada zeigte sich in der letzten Woche rückläufig. Dort sorgten Waldbrände für einen Förderungsrückgang von rund 10 Prozent, welcher sich stützend auf den Ölpreis auswirkt und einen Anstieg des Rohölpreises hervorruft.

Entwicklung Eurokurs

Zum Wochenbeginn bekommt man für einen Euro aktuell etwa 1,09 US Dollar. Damit startet er unter dem Freitagsniveau in die neue Woche. Nachdem der Eurokurs am vergangenen Dienstag Schwäche zeigte, konnte er sich bis zum Ende der Woche wieder erholen. Am Freitag kostete er noch gut 1,09 US Dollar.

Generell liegt über dem Euro noch immer eine anhaltende Unsicherheit. Auch bislang scheint es keine Lösung für den Weg aus der Schuldenkriese zu geben. Dabei steht Griechenland am Freitag schon die nächste Tilgung einer Kreditrate in Millionenhöhe bevor.
Anleger warten nun aus der am Mittwoch allmonatlich stattfindenden EZB-Ratssitzung auf neue Informationen. Erwartet werden unter anderem Aussagen zur Wachstumsprognose und ersten Ergebnissen aus den Anleihekäufen.

Am Mittwoch sollen ebenfalls die aktuellen US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Daraus hoffe man auf neue Erkenntnisse zu dem Zeitpunkt der Zinserhöhung in den USA, der Einfluss auf den Eurowechselkurs nehmen würde.
 

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise verfolgten im vergangenen Wochenverlauf bis zum Donnerstag einen weichen Trend, bevor sie am Freitagnachmittag wieder deutlich angestiegen sind. Heute liegt der Heizölpreis im bundesweiten Durchschnitt für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung bei 67,05 Euro pro 100 Liter. Damit geht der Kurs im Vergleich zum Freitagvormittag mit einem Plus von etwa 1,60 Euro pro 100 Liter in die neue Woche.

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung. Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.
Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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