Heizölpreise Entwicklung und Tendenz KW 22

Heizölpreis gleich 29052015

Die Heizölpreise verfolgten in der vergangenen Woche bis zum Donnerstag eine weiche Tendenz. Am Freitagnachmittag verteuerte sich mit dem Anstieg der Ölpreise auch der Heizölpreis deutlich. Dieser lag für eine 3.000 Liter Standard Lieferung im bundesweiten Schnitt am Ende der Woche wieder bei circa 67 Euro pro 100 Liter, so wie zu Beginn der Woche. Der Euro zeigte nach den Pfingstfeiertagen weiterhin geschwächt, konnte
aber im Vergleich zur Vorwoche etwas zulegen.

Heizölpreisentwicklung


Der Heizölpreis erlebte nach der Abwärtsbewegung bis kurz vor dem Wochenende am Freitag dann einen deutlichen Anstieg. Am Donnerstag erreichte der Kurs mit knapp über 65,47 Euro pro 100 Liter noch einen Tiefstand wie zuletzt Ende April. Am Freitag lag der Durchschnittspreis für eine 3000 Liter Standard-Lieferung schon wieder annähernd bei dem Preis zu Wochenbeginn.
 

Nachdem das Handelsinteresse nach dem letzten Feiertagswochenende wieder auf Normalniveau zurückgekehrt war, ist der Heizölpreis zunächst fast unverändert in die vergangene Woche gestartet. Ein größerer Preisabfall war dagegen im Tagesverlauf am Dienstag bei der Notierung von ICE Gasoil erkennbar. Der Kurs war innerhalb kürzester Zeit zwischenzeitlich um nahezu 15 US Dollar gefallen. Begünstigt wurde der Kursverlauf wohl durch Meldungen aus dem Irak und Saudi Arabien. Diese kündigten zu Beginn der Woche das Vorhaben an, ab Juni Rohöl auf Rekordniveau exportieren zu wollen. Weiterhin sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass auch der verlangsamte Abbau von US-Bohranlagen dazu beiträgt, dass die Fördermengen von Rohöl zunächst auf annähernd gleichhohem Niveau bleiben werden.
 

Der Eurokurs zeigte sich auch in der vergangenen Woche wieder etwas geschwächt. Am Dienstag war er sogar unter 1,09 gefallen. Belastend wirkte sich u.a. die Veröffentlichung der Wahlergebnisse in Spanien aus. Bei dieser wurde bekannt, dass in vielen Regionen Protestparteien, die gegen den Sparkurs Spaniens halten, an Unterstützung gewonnen haben. Weiterhin sorgte auch die anhaltende Ungewissheit über die Zahlungsbereitschaft Griechenlands für Unsicherheit, welche sich im Eurowechselkurs abzeichnete. Trotz vermehrter Kursschwankungen des Euros in den Tagesverläufen konnte er sich zum Ende der Woche hin etwas stabilisieren. Am Freitag bekam man für einen Euro wieder gut 1,09 US Dollar.
 

Heizölpreise Tendenz
 

Viele Analysten sind der Ansicht, dass sich die Ölpreise in der nächsten Zeit auf aktuellem Niveau halten können. Ausschlaggebend sind die wohl weiterhin anhaltend hohen Ölfördermengen der OPEC-Länder. Auch für den Monat Juni wurde seitens der OPEC bislang keine Verknappung des Angebotes angekündigt. Aufschluss erhofft man sich nun aus dem am kommenden Freitag stattfindenden OPEC-Meeting.
 

Am Ende der letzten Woche sorgten die veröffentlichten US-Bestandsdaten von Öl für eine Überraschung. Wiedererwartend sollen die Rohölvorräte in den USA gestiegen sein. Da sich jedoch die Raffinerieproduktion der erhöhten Ölnachfrage in der Fahrsaison angepasst hat, scheint hier ein Indiz für eine erhöhte Rohölförderung vorzuliegen.


Aufgrund weniger Veränderungen von Angebot und Nachfrage auf dem Ölmarkt wird man sich in der nächsten Zeit aber verstärkt noch auf das Verhältnis zwischen US Dollar und Euro konzentrieren. Diesbezüglich steht nun die allmonatliche EZB-Ratssitzung am Mittwoch im Fokus. Anleger erwarten unter anderem Aussagen zur Wachstumsprognose und ersten Ergebnissen aus den Anleihekäufen.
 

Unser Tipp: Nutzen Sie unsere Services für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung Gerade wenn sich der Tankinhalt dem Ende zuneigt, können Sie so auch von kurzfristigen Preisnachlässen profitieren. Das Auf- und Ab der Ölpreise in den vergangenen Wochen zeigt, dass sich auch innerhalb einer Woche erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf ergeben kann.


Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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