Heizölpreise Entwicklung und Tendenz Monat Juni

Heizölpreis gefallen Monat Juni

Im Monatsverlauf verliefen die Preise der europäischen Referenzsorte Brent innerhalb einer Spanne von 3,13 US Dollar pro Barrel. Die Notierung für ICE Gasoil verlief im Monatsverlauf uneinheitlich und nahm letztendlich um etwa 16 US Dollar pro Tonne ab. Der bundesweite Durchschnittspreis für Heizöl hat sich im Vergleich zu Monatsanfang ebenso verbilligt und kostete im bundesweiten Durchschnitt letztlich
63,55 Euro pro 100 Liter. Das waren 3,50 Euro weniger als zu Beginn des Monats Juni.

Heizölpreisentwicklung Juni

In der ersten Juniwoche präsentierten sich die Heizölpreise beinahe täglich im Abwärtstrend und befanden sich Ende der Woche nahe dem Monatstiefststand. Die Preisspanne zwischen Beginn und Ende der Handelswoche betrug für eine 3.000 Liter Standard Lieferung im bundesweiten Durchschnitt letztendlich 3,80 Euro pro 100 Liter. Begünstigt wurden die an sich schon gefallenen Roh- und Gasoilpreise weiterhin durch einen starken Eurowechselkurs. Vor allem in der Wochenmitte zeigte sich der Euro gegenüber dem US-Dollar stark und stieg bis auf gut 1,12 US Dollar an. Dies verbilligte das in US-Dollar gehandelte Öl für Investoren außerhalb der USA zusätzlich. Am Donnerstag profitierte davon auch der Heizölpreis deutlich und gab im Vergleich zum Vortag um beinahe 2 Cent pro Liter nach.

Die Heizölpreise entwickelten sich im Laufe der zweiten Juniwoche ohne einschlägige Orientierung. Sie bewegten sich in einer Spanne von etwa 2 Euro pro 100 Liter in einem ständigen Auf und Ab. Zum Freitag kosteten die Heizölpreise letztendlich circa 1,60 Euro pro 100 Liter mehr als am Montag. Ausschlaggebend waren zu Wochenbeginn die verteuerten Roh- und Gasoilpreise. Dabei hätte man nach den Ergebnissen aus dem OPEC Treffen in Wien eher weicher verlaufende Kurse vermuten können. Das Kartell verkündete, dass die Förderquote von Öl für das nächste halbe Jahr auf dem aktuellen, hohen Niveau belassen wird.

Auch der Eurokurs entwickelte sich im Verlauf der Woche in beide Richtungen. Letztendlich war er am Ende der Woche dann schwächer als am Montag. Zu Wochenbeginn zeigte sich der Wechselkurs bei rund 1,13 US Dollar noch recht stark. Am Mittwoch erreichte er sein Wochenhoch, konnte dies bis Freitag jedoch nicht verteidigen und ging mit etwas über 1,12 US Dollar aus der Woche.

Die dritte Handelswoche verlief eher ruhig und ohne richtungsweisende Tendenzen. Mitte der Woche kam die amerikanische Notenbank Fed zu einer Tagung zusammen. Dabei wird eine Zinswende von Experten nun eher gegen Ende 2015 oder gar erst im nächsten Jahr vermutet.
Je näher das Monatsende rückte, desto mehr geriet die Griechenlandthematik und somit auch der Eurokurs in den Vordergrund. Ende des Monats stand nicht nur eine offene Kreditrate an den IWF aus, es lief auch noch das zweite Hilfspaket für Griechenland aus. Zum Schutz des griechischen Wirtschafts- und Finanzsystems wurden Ende Juni die Banken des Landes bis voraussichtlich 6. Juli 2015 geschlossen und die tägliche Bargeldauszahlung auf 60 Euro pro Person begrenzt.

Ebenso im Fokus standen die Verhandlungen über das Atomabkommen mit dem Iran. Momentan sorgen Sanktionen gegen das Land für eine eingeschränkte Teilnahme am Ölmarkt. Sollten diese aufgehoben werden,  würden dem Markt zusätzliche Mengen an Öl zur Verfügung stehen und die Überversorgung weiter anhalten. Auf die Roh- und Gasoilpreise würde dies eine eher preisdrückende Wirkung nehmen. Die Deadline für die Verhandlungen wurde vorerst bis zum 7. Juli 2015 verlängert.

Heizölpreise Tendenz

Auf die weitere Entwicklung der Heizölpreise haben auch die Roh-und Gasoilpreisentwicklung und die des Euro-/Dollarkurses Einfluss. Zum Monatsende kostete die 3000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt 63,55 Euro pro 100 Liter. Damit lag das durchschnittliche bundesweite Preisniveau etwa 3,50 Euro / 100 Liter unter dem zu Monatsbeginn.

Die Preise für ICE Gasoil haben sich um etwa 16 US Dollar pro Tonne verbilligt. Die Notierung für den europäischen Ölpreis-Index Brent lag am Monatsanfang noch bei 60,31 US Dollar pro Barrel und gab bis Ende Juni leicht bis auf 59,32 US Dollar pro Barrel nach.

Entscheidend wird auch das weitere Vorgehen der Gläubigerstaaten Griechenlands sein, nachdem das Land der ausstehenden Kreditrate an den IWF Ende Juni nicht nachgekommen war und beim Referendum über die Ablehnung der Gläubigervorschläge entschieden wurde.

Die Preisschwankungen der Roh- und Gasoilpreise betreffen auch direkt den Heizölpreis. Umso wichtiger ist es, sich über die laufende Heizölpreisentwicklung zu informieren. Registrierten Kunden bieten wir die Möglichkeit, sich periodisch über den aktuellen Heizölpreis per E-Mail informieren zu lassen. Auch die Anlage eines Wunschpreises kann dabei helfen, einen günstigen Kaufzeitpunkt zu finden.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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