Heizölpreise zum Wochenausklang weicher

11. November 2016

Heizoelpreise sinken

Die US-Wahlen sind entschieden und die Märkte widmen sich wieder den fundamentalen Daten. Nachdem die EIA in ihrer Einschätzung von einer Überversorgung für 2016 & 2017 ausgeht, zog nun die IEA in ihrem Bericht nach.

Ölpreisentwicklung

Die zur OECD gehörende und in Paris ansässige  Internationale Energiebehörde  IEA, hatte gestern ihren Monatsbericht veröffentlicht.

In dem Bericht gehen die Experten davon aus, dass deutliche Kürzungen notwendig sind, wenn  die OPEC einen ausgeglichenen Markt erreichen möchte. Die IEA geht davon aus,  dass die OPEC-Staaten im Oktober 33,8 Millionen Barrel pro Tag gefördert haben. Das wären fast 1 Million Barrel mehr als angestrebt. Die Verhandlungen innerhalb der OPEC und mit Russland haben jedoch ein Einfrieren der Fördermenge als Basis.

So spricht Russland davon als Basisniveau die Fördermenge aus dem November dieses Jahres zu nehmen. Beobachter gehen davon aus, dass Russland im November abermals Rekordwerte erreichen wird. Die Ölfördermengen im Oktober lagen bereits fast 0,5 Millionen Barrel pro Tag über denen des Vorjahres. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Das europäische Nordseeöl Brent kostet heute Morgen 45,50 US-Dollar und das amerikanische WTI-Öl 44,20 US-Dollar pro Barrel. Die Notierung von ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis, liegt aktuell bei 418 US-Dollar je Tonne.

Die Ölpreise haben damit zu ihren gestrigen Schlusskursen wieder deutlich nachgegeben. Es waren vor allem die Spekulationen über die Produktionskürzung der OPEC, welche die Ölpreise immer wieder  stützten und  anstiegen ließen.

Allein die Berichtszahlen von der EIA (Energie Information Administration) und IEA  machen deutlich, welche Kraftanstrengung die OPEC unternehmen muss, um die Ölförderung der Nachfrage anzupassen.

Nun wird wiederum spekuliert, dass eine wirksame Reduktion des Angebots am Ölmarkt nicht umgesetzt werden kann und die Preise fallen werden.

Entwicklung Eurokurs

Nach der für viele überraschenden Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten ist am Devisenmarkt inzwischen wieder Alltag eingekehrt.

Heute Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0909 US-Dollar gehandelt und somit etwas höher als am Vorabend. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag auf 1,0895 Dollar festgesetzt. Am Mittwoch mussten laut Fixing noch 1,1022 US-Dollar für einen Euro bezahlt werden.

Heizölpreisentwicklung

Die Heizölpreise sind nun wieder auf dem Niveau vom Wochenbeginn. Für eine 3.000 Liter Standard Lieferung sind im bundesweiten Durchschnitt etwas weniger als 52,50 Cent pro Liter Heizöl am Start.

Im Vergleich zur vergangenen Woche, Monat oder gar einem Jahr bietet sich aber weiterhin ein günstiger Kaufzeitpunkt für Heizöl, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert und man nicht auf einen negativen Ausgang der weiteren OPEC Verhandlungen spekulieren möchte.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie ohnehin mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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