Markt schickt Ölpreise auf Berg- und Talfahrt – im Endeffekt stabile Niveaus

27. Juni 2017

Heizoelpreise unveraendert 270617

Hinter den aktuellen Ölpreisen verbergen sich deutliche Kursbewegungen. Zunächst gaben die Preise gestern spürbar nach, dann gingen sie aufgrund von Käufen wieder nach oben. Impulse in Form von News gab es kaum, der Markt scheint momentan weiter verunsichert. Der Euro ist auf Vortagesniveau.

Ölpreisentwicklung

Weiterhin sind die Ölmärkte mit sich selbst beschäftigt. Da es gestern keine nennenswerten News mit Impulsen für die Kurse gab, setzte sich die pessimistische Stimmung zunächst in Form von spürbaren Kursnachlässen durch.

Wiederum rief dies letztendlich Käufer auf den Plan, die das aktuelle Preisniveau für sich nutzten und damit die Kurse hauchdünn über dem Niveau des gestrigen Morgens stabilisierten.

Allerdings scheint die zuletzt stetig gewachsene Ölindustrie der USA nun Konsequenzen aus der Preisentwicklung ziehen zu wollen und es gibt Hinweise, dass Saudi-Arabien seine Exportquote senken will.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäischen Ölpreis Brent steht momentan bei 46,15 US-Dollar und damit noch über dem Vergleichswert zum gestrigen Tagesstart. Der Schlusspreis für Montag jedoch lag nur bei 45,83 US-Dollar.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, hat ebenfalls einen turbulenten Tag hinter sich. Nach dem Tagesstart am Montag bei 411,0 US-Dollar lag der gestrige Schlusspreis nur noch bei 409,05 US-Dollar. Aktuell rangiert der Kurs aber wieder bei 414,00 US-Dollar.

Zieht die USA Konsequenzen aus der globalen Marktsituation?

Beobachter fragen sich bereits seit einiger Zeit, wann die USA, namentlich die großen Schieferölproduzenten, ihren unbeirrten Wachstumskurs korrigieren. Denn auch wenn die Schieferölförderung durch Modernisierungen selbst bei den momentanen Barrelpreisen rentabel bleibt, wird der Abnehmerkreis durch das globale Überangebot zunehmend kleiner – und dann nützt es auch nichts, wenn sich die Förderung grundsätzlich lohnt.

Erste Unternehmen signalisieren, dass sie aus dieser Entwicklung Konsequenzen ziehen werden – allerdings nicht sofort und mit deutlicher Verzögerung in den Auswirkungen. Der Vorstandsvorsitzende von Pioneer Natural Resources äußerste sich gestern auf der EIA-Konferenz in Washington in dieser Richtung.

Es werde wohl Budgetkürzungen geben, die Förderung langfristig sinken. Bis sich das allerdings in harten Zahlen bzw. gesunkenen Beständen ausdrückt, kann es bis zu einem Jahr dauern. Knackpunkt sei, ob die Preise langfristig auf einem (zu) niedrigen Niveau bleiben, denn sobald sich die Kurse stabilisierten, steige die Rentabilität der US-Ölindustrie sofort wieder an und es gäbe kaum einen Grund, dies nicht für sich zu nutzen.

Abwarten und Öl fördern lautet die Devise in den USA, schließlich muss sich erst noch zeigen, ob der OPEC-Deal, den manche Marktteilnehmer bereits abgeschrieben zu haben scheinen, nicht doch demnächst Auswirkungen in Form eines gesunkenen globalen Angebots zeigt.

Saudi-Arabien kürzt Exporte

Die Ankündigung Saudi-Arabiens, die Exportquote vor allem nach Asien zu senken, ist für den Markt nicht neu. Es scheint jedoch Zahlen zu geben, die darauf hinweisen, dass dieser Bekundung auch Taten gefolgt sind.

So seien die Exporte im laufenden Monat deutlich gefallen, auch die USA erhalte nun so wenig saudisches Öl wie seit November 2016 nicht mehr. Die Lieferungen nach Asien befänden sich gar auf einem Stand wie im November 2014.

Der Markt ist jedoch weit davon entfernt, dies als übermäßig positives Signal zu deuten, schließlich verbrauchen die Golfstaaten in den Sommermonaten viel von ihrem eigenen Öl als Treibstoff für Klimaanlagen und Co.

Allerdings kommt diese Meldung, wie so oft aus dem OPEC-Lager, zu einem genau berechneten Zeitpunkt, an dem der Markt aufgrund fehlender harter News ein offenes Ohr für kleine Erfolgsmeldungen (oder Absichtsbekundungen) zum OPEC-Deal hat.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro musste zwar ebenfalls Verluste hinnehmen, notiert aber momentan recht stabil bei 1,1190 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB lag gestern bei 1,1183 US-Dollar.

Auch hier scheint der Markt eher aus sich selbst heraus für die Bewegungen gesorgt zu haben. Eindeutige Richtungen bzw. Impulse für Euro oder Dollar könnte es heute geben, wenn sowohl EZB-Chef Mario Draghi als auch das US-Pendant Janet Yellen öffentlich sprechen. Zudem stehen mehrere interessante Konjunkturdaten auf dem Programm.

Heizölpreisentwicklung

Ein stabiler Euro sowie stabilisierte Ölpreise ziehen heute Morgen leicht gefallene Heizölpreise nach sich: Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 52,34 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 52,33 Cent.

Das noch niedrige Preisniveau zu nutzen und sich für den Heizölkauf zu entscheiden, ist eine wirtschaftlich sinnvolle Überlegung. Auch dass sich der Markt momentan in einer „pessimistischen Blase“ befindet, sollten unsere Kunden nicht ignorieren. Mittelfristig dürften die Preise nach aktuellem Kenntnisstand steigen.

Wenn Sie sich jetzt zum Heizölkauf entscheiden, haben einen günstig gefüllten Tank sowie die Gewissheit, dass der Markt Sie für eine geraume Zeit nicht mehr aus der Ruhe bringen muss.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.