Neue Spekulationen um Reduzierungen ziehen den Preis an

4. Februar 2016

Heizoelpreis steigt 04-02-2016

Trotz preisdrückender Daten zu den US Ölbestände vom DOE ziehen die Ölpreise wieder an. Erneute Spekulationen um eine koordinierte Reduzierung treiben den Preis nach oben. Somit ergeben sich heute trotz stärkerem Eurokurs höhere Preise für Heizöl im Inland.

Ölpreisentwicklung

Gestern Morgen noch deuteten die Schätzungen des APIs zu den US Ölbeständen auf einen weiter sinkenden Ölpreis hin. Im Tagesverlauf nahm die Wahrscheinlichkeit für ein Sondermeeting der OPEC mit einigen Nicht-OPEC Staaten jedoch wieder zu. Infolgedessen stieg der Preis für Öl. Auch die enttäuschenden Daten des DOE am Nachmittag konnten den Aufwärtstrend nicht stoppen.

So werden am heutigen Morgen folgende Preise gehandelt:
Die europäische Rohölsorte Brent wird aktuell bei 35,34 US Dollar je Barrel notiert und verzeichnet damit ein Gewinn von 9 Prozent. Auch bei ICE Gasoil sind starke Gewinne zu vermerken. Im Vergleich zum gestrigen Morgen hat der Preis um mehr als 25 Dollar zulegt und liegt heute bei 313,15 US Dollar je Tonne.

Auch wenn eine Einigung zu koordinierten Förderkürzungen gestern noch sehr unwahrscheinlich wirkte, so gewannen Gerüchte dazu neuen Rückenwind. Diese Woche ist es zu Treffen zwischen dem venezolanischen Ölminister mit Vertretern Russlands und der OPEC gekommen. Er habe nun verkündet, dass der Irak, Algerien, Nigeria, Ecuador, Venezuela und der Iran einem Sondermeeting der OPEC zustimmen würden. Das wären somit schon 6 der 13 OPEC Mitglieder. Laut Angaben würden auch Nicht-OPEC Länder wie der Oman oder Russland ein Meeting befürworten. Im Gespräch solle es um Regulierungen der Ölproduktion gehen.

Ecuadors Präsident Rafael Correa deute zudem an, dass Saudi-Arabien dadurch bedingt dazu bereit wäre, zusammen mit  Russland die Ölproduktion zu kürzen. Offiziell bestätigt wurde dies jedoch noch nicht.

Unter einigen OPEC Mitgliedern besteht die Auffassung, dass einer Kooperation nichts im Wege stünde. Es müsse jedoch Einigkeit unter allen Beteiligten herrschen. Und da liegt der Haken. Russland würde mittels Steuererhöhung und Investitionskürzungen die Ölproduktion unattraktiver machen, jedoch nicht künstlich die Förderung senken. Der Iran lehne außerdem jede Produktionskürzung für das eigene Land ab, bis dort ein gewisses Level wieder erreicht wird. Das zeigt, dass die Vorstellungen der Art des Vorgehens nicht einheitlich sind.

Sollte es nun tatsächlich dazu kommen, dass Saudi-Arabien seinen Widerstand gegen eine koordinierte Produktionskürzung ablegt, könne innerhalb der OPEC eine Einigung erzielt werden. Damit besteht die Möglichkeit, dass der Preis weiter steigt.


Entwicklung Eurokurs

Auch der Eurokurs hat starke Gewinne zu verzeichnen. Heute Morgen wird der Kurs bei 1,1154 US Dollar notiert. Damit hat der Eurokurs den höchsten Stand der letzten 3 Monate erreicht.

Gestützt wird der Euro zurzeit vom schwächelnden Dollar. Dieser hat in den letzten Tagen zu vielen Währungen abgewertet. Erneut enttäuschende Konjunkturdaten zur amerikanischen Wirtschaft drückten die US Währung. Immer weniger Experten rechnen mit einer Zinserhöhung der US Notenbank Fed in nächster Zeit. Dies schickte den Dollarkurs auf Talfahrt.

Da Öl in US Dollar gehandelt wird, macht der schwächere Dollarkurs Öl für Investoren im Ausland günstiger und damit attraktiver.


Heizölpreisentwicklung

Der festere Eurokurs kann den Effekt der Preissteigerung etwas abmildern. Trotzdem ergeben sich für heute höhere Preise. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durschnitt etwas mehr als 42,5 Cent pro Liter Heizöl.

Die im Februar saisonal höhere Heizöl-Nachfrage ergibt zunehmend längere Lieferzeiten. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher erweisen sich teilweise schon jetzt als relativ schwierig.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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