Ölpreis gibt weiter nach

3. Februar 2016

Heizölpreis sinkt 03-02-2016

Hoch erwartete US Ölbestände drücken den Ölpreis. Hinzu kommen weiter steigende Fördermengen Russlands und der OPEC. Im Zusammenspiel mit dem gefestigten Euro ergeben sich für heute Preisnachlässe bei Heizöl.

Ölpreisentwicklung

Die Daten zur schwächelnden chinesischen Wirtschaft und das Abklingen des Gerüchts über ein mögliches Treffen Russlands mit der OPEC wirkten sich im gestrigen Tagesverlauf weiter auf den Ölpreis aus, sodass dieser mit Verlusten aus dem Tag ging.

Für heute ergeben sich somit folgende Notierungen: Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 32,41 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches für den inländischen Heizölpreis von Bedeutung ist, wird bei 287,75 US Dollar je Tonne notiert und ist damit um mehr als 6 US Dollar günstiger als am gestrigen Morgen.

Am heutigen Morgen wirkt sich die Veröffentlichung der Daten des American Petroleum Institute (API) preisdrückend auf den Ölpreis aus. Dort gehe man von starken Aufbauten sowohl bei Rohöl als auch bei den Produkten aus. Ersteres sei nicht überraschend, da zurzeit Wartungsarbeit in einigen US Raffinerien durchgeführt werden. Man habe sogar mit größeren Aufbauten gerechnet. Die Aufbauten im Bereich Diesel und Heizöl hingegen seien überraschend, da der Bedarf zu dieser Jahreszeit in der Regel höher ist. Dies belastet den Preis für Öl, da es erneut zeigt, dass die Nachfrage das Überangebot nicht decken kann. Jedoch wartet man heute auf die genauen Daten des Departements of Energy  (DOE) in den USA. Sollten diese die Schätzungen des APIs stützen, könnte dies den Preis weiter drücken.

Aus Russland hört man derweil Meldungen, dass dort so viel Öl wie seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion nicht mehr gefördert werde. Russland ist neben Saudi-Arabien das Land mit der höchsten Förderrate an Öl. Deshalb hatten die Spekulationen um ein mögliches Treffen Russlands mit der OPEC, was Saudi-Arabien mit einschließt, so starke Auswirkungen auf den Ölpreis. Denn hätte man sich dort auf eine koordinierte Reduzierung der Förderung geeinigt, hätte sich dies positiv auf das bestehende Überangebot auswirken können. Jedoch scheint eine solche Reduzierung in der augenblicklichen Lage unwahrscheinlich.

Denn auch die OPEC verzeichne gestiegene Förderzahlen. Zu dem wolle der Iran seine Exporte steigern. Dem gegenüber stehe jedoch eine in der Regel geringe US Nachfrage im ersten Quartal. Damit würde die Überversorgung momentan weiter zunehmen.

Laut Experten habe der Markt nur eine Chance, sich natürlich auszugleichen, wenn der Preis für Öl weiterhin niedrig bleibe. Das Angebot außerhalb der OPEC würde damit abnehmen als Folge aus der Reduzierung von Investitionen und der zunehmenden Unrentabilität bestehender Ölquellen.

Entwicklung Eurokurs

Am heutigen Morgen ist ein Euro 1,0911 US Dollar wert. Damit konnte der Euro die Kursgewinne zum Wochenbeginn beibehalten.

Heizölpreisentwicklung

Die gesunkenen Preise am Ölmarkt in Verbindungen mit dem gefestigten Eurokurs sorgen heute für Preisnachlässe im Inland. Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt etwas mehr als 41 Cent pro Liter Heizöl.

Angesichts der saisonal hohen Heizöl-Nachfrage im Februar ist mit zunehmend längeren Lieferzeiten zu rechnen. Sehr kurzfristige Lieferzeiten sowie Notlieferungen für Kaltsteher erweisen sich teilweise schon jetzt als relativ schwierig.

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