Ölpreis schraubt sich weiter nach oben

21. Juni 2016,

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Nach einem deutlichen Stimmungswandel der letzten Tage im Hinblick auf den Brexit ist der Fall des Ölpreises derzeit gestoppt. Ein Ausgang des Referendums ist jedoch noch ungewiss und sorgt an den Rohöl- und Finanzmärkten für Nervosität. Der Heizölpreis hält sich unverändert gegenüber dem Vortag.

Ölpreisentwicklung

Derzeit wird der Ölmarkt hauptsächlich von der allgemeinen Stimmung bezüglich des Brexit und nicht von tatsächlichen Ölfaktoren bestimmt. Meldung über Änderungen in den Lager- und Fördermengen der OPEC-Mitglieder fallen momentan kaum ins Gewicht.

Viel eher warten die Marktteilnehmer auf das Ergebnis des Referendums am Donnerstag über einen Austritt Großbritanniens aus der EU.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 50,20 US-Dollar je Barrel gehandelt und hat damit nur einen geringen Anstieg gegenüber dem Vortag.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 449,50 US-Dollar je Barrel gehandelt.
Aktuell ist sich der Großteil der Analysten darüber einig, dass der Ölpreis im dritten Quartal wieder fallen wird.

Zum Beginn des Herbsts, wenn die erhöhte Sommernachfrage der USA nachlässt und die Produzenten weltweit ihr derzeitiges Förderniveau halten, könnte es zu einer erneuten Überversorgung des Marktes kommen.

Die Folge davon wäre ein sinkender Ölpreis. Manche Marktteilnehmer prognostizieren sogar einen Ölpreis unterhalb der 40 US-Dollar Marke.

Auf der anderen Seite warnen Experten aber auch davor, dass einer derartigen Preissenkung unvermeidlich wieder ein Anstieg folgen wird.

Zum Jahresende beziehungsweise mit Beginn 2017 könnte der Ölpreis sich dann wieder über 50 US-Dollar einpendeln. Also in einem Bereich in dem auch die US-Schieferölindustrie nach eigenen Angaben wieder rentabel fördern kann.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hält sich gegenüber dem Vortag ziemlich stabil und ist kaum unverändert. Derzeit kostet ein Euro rund 1,133 US-Dollar.
Zu dieser momentanen Stabilisierung führte der Stimmungswandel in Großbritannien. Dort überwiegt aktuell die Mehrheit der EU-Befürworter, was an den Finanzmärkten für eine Stärkung des Euro und des Pfunds sorgte.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt hat, vergünstigt ein steigender Eurokurs die Importe für den Euroraum.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten aktuell rund 51,40 Cent pro Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis wieder unter die 50 US-Dollar Marke fällt oder sich oberhalb hält.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.