Ölpreis steigt wieder stärker

22. Juni 2016

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Der Countdown für den Brexit läuft und das Ergebnis wird von den Rohöl- und Finanzmärkten bereits nervös erwartet. Die wichtigsten Ölsorten Brent und WTI sind beide wieder über die 50 US-Dollar Marke gestiegen. Auch der Heizölpreis macht einen Sprung nach oben.

Ölpreisentwicklung

Morgen findet in Großbritannien die Abstimmung über den Austritt aus der EU statt und es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Befürwortern und den Gegnern der EU.

Die zuletzt vorherrschende Stimmung hatten die Marktteilnehmer jedoch zugunsten eines Verbleibs in der EU interpretiert und dementsprechend stieg der Ölpreis seit Beginn der Woche an.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird momentan für rund 51 US-Dollar je Barrel gehandelt und auch der amerikanische Ölpreis-Index WTI ist wieder über die 50 US-Dollar Marke geklettert.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für rund 450 US-Dollar je Barrel gehandelt.

Eine weitere für den Ölpreis wichtige Meldung war die gestrige Nachricht über einen möglichen Waffenstillstand in Nigeria. Seit Anfang Februar hatte das Land mit Anschlägen von Rebellen auf die Ölpipelines zu kämpfen und ist daher in seiner Förderung sehr stark eingeschränkt.

Nachdem Nigeria im Mai das niedrigste Produktionsniveau seit 20 Jahren hatte, führte dieser Lichtblick also gestern zu einem leichten Dämpfer beim Anstieg des Ölpreises. Heute Morgen wurde die Nachricht jedoch von offizieller Seite dementiert, was direkt in einem erneuten Preisanstieg resultierte.

Auch die vom American Petroleum Institute (API), dem größten Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA, gestern veröffentlichten Zahlen zu den Öl-Bestandsveränderungen stoppen den Ölpreis nicht.

Diese Schätzungen melden eindeutige Vorratsminderungen und die höhere Nachfrage, die deshalb erwartet wird, gibt dem Ölpreis nur noch mehr Stabilität.

Entwicklung Eurokurs

Derzeit kostet ein Euro rund 1,127 US-Dollar. Sollten die Briten morgen einen Austritt aus der EU beschließen könnte das jedoch den Dollarkurs stärken und gegenüber dem Euro oder Pfund wieder aufwerten.

Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt hat, würde ein steigender Dollarkurs die Importe für den Euroraum verteuern.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten aktuell rund 52,70 Euro pro 100 Liter Heizöl und ist damit rund 1,40 Euro gegenüber dem Vortag gestiegen.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis wieder unter die 50 US-Dollar Marke fällt oder sich oberhalb hält.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf weitere Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.