Ölpreis weiter stabil – Wird das Produzentenabkommen der OPEC verlängert?

Heizoelpreise steigen 200217

Im Vergleich zum Freitagvormittag bleibt der Ölpreis auf Niveau. Es bleibt abzuwarten, ob die OPEC das Produzentenabkommen über den Juni hinaus verlängert. Dann nämlich könnten in der zweiten Jahreshälfte die Ölbestände ins Negative rutschen.

Ölpreisentwicklung

Aufgrund fehlender Impulse bleiben die Ölpreise auf Niveau. Die mögliche Verlängerung der Produktionskürzungen der OPEC einerseits und die durch die wachsende US-Ölförderung hohen Ölbestände andererseits bilden hier ein Spannungsfeld. Sollte die OPEC das Produzentenabkommen über den Juni hinaus verlängern, könnte dies in der zweiten Jahreshälfte zu einer Unterversorgung führen. Aktuell kann keine Einschätzung zu einer Verlängerung gegeben werden.

Ölförderungen aus Libyen und Nigeria zusätzlich zur steigenden US-Ölproduktion relativieren den Einfluss der Kürzung auf die Rohölbestände. Eine numerische Zunahme der aktiven US-Ölbohranlagen auf insgesamt 597 in der vergangenen Woche, ist ein klarer Indikator dafür, dass die amerikanische Ölindustrie aktuell ein rentables Preisniveau vorweisen kann. Es ist zu erwarten, dass die Investitionen steigen und in naher Zukunft eine höhere Förderung zu erwarten ist.

Derzeit setzen Trader auf steigende Preisniveaus und halten eine beträchtliche Anzahl an Long-Positionen. Sollte die OPEC jedoch nicht mehr bereit sein, das Angebot zu reduzieren, könnte die Auflösung dieser Long-Positionen einen erheblichen Preiseinbruch nach sich ziehen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 55,90 US-Dollar in die neue Woche, der Schlusspreis betrug am Freitag 55,81 US-Dollar. Die Veränderung gegenüber Donnerstag (55,65 US-Dollar) zeigt die enge Handelsspanne. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im März aktuell bei 494,25 US-Dollar und damit etwas fester zum Schlusspreis von Freitag mit 490,- US-Dollar und dem von Donnerstag (491,- US-Dollar). Heute handeln die Ölbörsen in London und New York nur verkürzt, da in den USA heute ein Feiertag (President's Day) ist.

Der Irak hat im Februar die Ölexporte im Vergleich zu den abgelaufenen Monaten gesteigert. Möglicherweise könnte die OPEC die Produktionskürzungen verlängern. Einzelne OPEC-Mitglieder haben dies angedeutet. Der Iran plant ebenfalls Produktionssteigerungen. Aufgrund der Raketentests könnten sich zwischen den USA und dem Iran erneute Spannungen aufbauen. Denkbar wären hierbei auch wiederholt in Kraft tretende Sanktionen.

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 20.02.2017

  • Erzeugerpreise, Deutschland

Dienstag, 21.02.2017

  • Einkaufsmanagerindex EU, Deutschland

Mittwoch, 22.02.2017

  • Ifo Geschäftsklimaindex, Deutschland
  • Verbraucherpreisindex, EU
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API)

Donnerstag, 23.02.2017

  • Bruttoinlandsprodukt, Deutschland
  • Wöchentlicher Report EIA Rohöl Lagerbestand, USA

Freitag, 24.02.2017

  • Arbeitsmarktzahlen USA
  • Bericht Commitments of Traders (COT)  Öl-Netto-Positionen
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Euro notiert heute Morgen bei 1,0620 US-Dollar, was leicht unter dem Vergleichswert vom Freitagmorgen liegt. Leider konnte der Gewinn vom Donnerstag nicht gehalten werden. Im Vergleich zum US-Dollar hat der Euro an Wert eingebüßt. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden die Heizöl-Notierungen mit Aufschlägen in den heutigen Tag gehen.

Analysten sehen das Kurspotential für die nahe Zukunft als eher limitiert. Anstehende Wahlen in Frankreich, erneute Hilfen für Griechenland, Unsicherheiten im Umgang mit der US-Regierung verbreiten Skepsis und lassen die Gemeinschaftswährung nachgeben.

Heizölpreisentwicklung

Aufgrund des schwächeren Euros starten die Heizölpreise heute mit leichten Aufschlägen in die neue Handelswoche. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 60,42 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es noch 60,29 Cent.

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das momentane Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Denn: Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und die kurz- und mittelfristigen Preisanpassungen entspannt beobachten. Schließlich gibt es sowohl Impulse für langfristige Anstiege, als auch für Nachlässe. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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