Ölpreise geben leicht nach

Heizoelpreise steigen 070317

Der Trend vom Montag setzt sich fort. Zum Tagesstart sind die Ölpreise gefal-len. Auf dem Markt war gestern offensichtlich die zunehmende Aktivität der US-Ölindustrie im Fokus.

Ölpreisentwicklung

Bedingt durch einen erneuten Anstieg der US-Ölreserven ist bei den Ölpreisen eine leichte Abwärtsbewegung zu vermerken. Die angewachsene Zahl der US-Ölförderanlagen lässt die Aussicht auf einen Zuwachs der Ölproduktion in den nächsten Monaten zu. Die dadurch angedeutete Steigerung der Produktivität der US-Ölindustrie könnte sich somit als Gegengewicht zu den OPEC-Kürzungen etablieren. Zwar steht der Monatsreport der Energie Informationsadministration (EIA) für Februar für diese Woche noch aus, doch erwartet der Markt hiervon weitere Belege für die positive Entwicklung in den USA.

Glaubt man den Aussagen der Analysten, so war der Ölmarkt wohl lange nicht mehr so schwer einzuschätzen wie in den vergangenen drei Monaten. Dies zeigt sich unter anderem an der mehr oder minder konstanten Seitwärtskonsolidierung, dem Ergebnis durchaus vorhandener Unsicherheiten am Markt. Selbst unter den Analysten gehen die Einschätzungen auseinander, was wiederum zeigt, dass aus deren Sicht eine zuverlässige Prognose momentan nicht möglich ist. Eine Umfrage unter Investmentbanken hat jedoch gezeigt, dass für das gesamte Jahr 2017 insgesamt nicht mit großen Preisänderungen zu rechnen sein wird.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 55,97 US-Dollar in den Tag. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im März aktuell bei 486,25 US-Dollar und somit gleich zum Schlusspreis vom Montag.

Die OPEC kämpft weiterhin um die Einhaltung der Förderkürzung. Dies stellt jedoch einer Herausforderung dar, da einige Länder Schlupflöcher nutzen, um scheinbar ihren Beitrag zu leisten. Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten US-Zahlen haben für Aufmerksamkeit gesorgt und zu der Vermutung geführt, dass eine mögliche Zurückhaltung der OPEC-Staaten bei der Förderung dann für Amerika als Chance genutzt werden könnte, seinen eigenen Marktanteil weiterhin auszubauen.

Des Weiteren sind aus dem Irak Signale dahingehend zu vermelden, dass man in der zweiten Jahreshälfte die Ölförderung kürzen könnte, sollte die OPEC seine Produktionskürzungen ausdehnen. Das durch die Förderkürzungen wichtiger Länder, wie z. B. Saudi-Arabien und Russland und der zeitgleichen steigenden Produktion in den USA aufgebaute Spannungsfeld hält zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin an.

Entwicklung Eurokurs

Der Kurs des Euro hat am Montag zwischenzeitliche Gewinne wieder abgegeben und ist gesunken. Heute Morgen notiert er bei 1.058 US-Dollar und damit etwas niedriger als am Abend zuvor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,0592 US-Dollar festgesetzt.

Im März stehen einige wichtige Ereignisse an, die die Finanzmärkte durchschütteln könnten. Hierbei macht am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) den Anfang mit ihrer geldpolitischen Entscheidung. Danach folgt der US-Arbeitsmarktbericht. In den nächsten Wochen stehen dann die Sitzung der US-Notenbank mit anschließender Pressekonferenz von Janet Yellen an, die Wahlen in den Niederlanden und das Treffen der G20-Finanzminister. Diese Serie an Ereignissen wird vermutlich eine spürbare Auswirkung auf den Euro und den Greenback haben. Die Entwicklungen werden mit Spannung erwartet.

Laut Aussage von US-Notenbankchefin Janet Yellen steht die Fed für die März-Zinserhöhung bereit. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich sowohl der US-Arbeitsmarkt als auch die Inflation mittelfristig im Einklang mit den Erwartungen der Notenbank entwickeln. Umso mehr schaut man nun auf die Verkündung der US-Arbeitsmarktzahlen Ender dieser Woche.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 59,96 Cent pro Liter Heizöl. Gestern waren es zur gleichen Zeit 59,52 Cent pro Liter.

Auch wenn die Witterung derzeit recht mild ist und vollkommen unklar ist, wie sich die Preise in 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu handeln und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. 

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie die Heizöl Finanzierung oder heiz&SPAR nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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