Ölpreise haben die 50 US-Dollar wieder im Visier

7. Juli 2016

Heizoelpreis steigt 07-07-2016

Abbau der US-Rohölbestände fällt deutlicher aus als erwartet. Die Raffinerieauslastungen steigen. Der Streik der nigerianischen Ölarbeiter erhält weiteren Zulauf.

Ölpreisentwicklung

Bereits ab gestern Nachmittag drehten die Ölpreise wieder deutlich ins Plus. Die Markteilnehmer erwarteten die Zahlen der US Ölbestandsveränderungen der abgelaufenen Berichtswoche durch das API. Der Bericht sollte durch den Feiertag am Montag mit einem Tag Verspätung veröffentlicht werden.

Bereits im Vorfeld hatte man Abbauten über alle Produkte erwartet. Saisonal bedingt, eine Abbau beim Rohöl durch eine gestiegene Raffinerieauslastung und ein Abbau bei den Kraftstoffen durch eine saisonale Mehrnachfrage.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent nähert sich wieder  der  50,00 US-Dollar Marke je Barrel.

Das amerikanisches Rohöl (WTI  West Texas Intermediate) machte ebenfalls ein zwei US-Dollar Sprung  und notiert bei etwa  48,00 US-Dollar pro Barrel.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird derzeit für Lieferung im Juli wieder über 430,00 US-Dollar je Tonne gehandelt, nachdem der Schlusskurs gestern auf 471,25 US Dollar festgelegt wurde.

Gestern gab das American Petroleum Institute  seine Zahlen  zu den amerikanischen Ölbestandsveränderung bekannt. Wie erwartet zeigte sich ein Abbau über alle Produkte. Dieser viel jedoch insbesondere beim Rohöl stärker aus als es die Vorabschätzungen  angekündigt hatten.

Waren die Experten von einem Abbau in Höhe von 2,5 Mio Barrel ausgegangen, so attestiert das API mit -6,7 Mio Barrel eine deutlich höhere Zahl. Die Destillatbestände bauten von erwarteten - 0,5 Mio Barrel auf -2,3 Mio Barrel ab und Benzin von -0,9 Mio Barrel auf -3,6 Mio Barrel.

Sollten diese Zahlen heute von dem DOE (U.S. Department of Energy) bestätigt werden, so wäre dies als ein klares Signal zum Anstieg der Ölpreise zu interpretieren.

Dem größten Ölproduzent Afrikas Nigeria droht nach erneuten Anschlägen auf seine Ölanalgen ein Streik der Ölarbeiter. Die Gewerkschaften rufen auf, gegen Sparmaßnahmen und für eine besser Sicherheitslage ihrer Mitglieder, die Arbeit niederzulegen. 

Entwicklung Eurokurs

Die europäische Gemeinschaftswährung wird wieder leicht über dem Referenzkurs von gestern gehandelt. Die EZB (Europäische Zentralbank) hatte diesen am Mittwoch auf 1,1069 Dollar festgesetzt, nachdem man  am Dienstag noch 1,1146 Dollar für einen Euro bezahlen musste.

Das weiter dominierende Thema an den Finanzmärkten ist das britische Referendum. Es wurde nun bekannt, dass mehrere britische Immobilienfonds ihre Gelder einfrieren mussten. Brancheexperten warnen vor Ansteckungsgefahren und einem Dominoeffekt. 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt aktuell rund 50,89 Cent pro Liter Heizöl.

Unsere Empfehlung lautet aktuell: Wer in den nächsten Wochen Heizöl benötig, sollte in den kommenden Tagen genau beobachten, ob der Ölpreis unter der 50 US-Dollar Marke bleibt oder weiter  ansteigt.

Wer sicher gehen will, sollte jetzt bereits Heizöl kaufen. Auch der Kauf einer kleineren Menge kann sich lohnen, um auf Preisrückgänge in der zweiten Jahreshälfte zu spekulieren. Diese sind durchaus möglich. Auch im Vorjahr folgte auf einen starken Anstieg der Ölpreise in der ersten Jahreshälfte, eine deutliche Gegenbewegung in der zweiten Jahreshälfte.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Wunschpreis  anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.