Ölpreise nach Auf und Ab stabil – Euro gibt nach

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Der Dienstag war von Kurschwankungen im engen Rahmen geprägt. US-Bestandsdaten sorgten für Revidierung der Tageshochs. Der Euro gibt leicht nach und fällt wieder unter die 1,18-US-Dollar-Marke. Heizöl heute wieder etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung

Ein Produktionsausfall des größten Ölfeldes in Libyen und die leicht zurückgegangene Fördermengen der OPEC sorgten mit einiger Verzögerung am Dienstag für eine preissteigernde Ausgangslage an den Handelsplätzen. Die Kurse kannten am Vormittag daher nur eine Richtung: Nach oben.

Am Mittag sorgten Meldungen über die Inbetriebnahme der Förderung auf dem ausgefallenen libyschen Ölfeld für eine Kehrtwende und alle relevanten Notierungen gaben in der Folge wieder nach. Ohne ersichtlichen Grund katapultierten die Kurse etwas später auf ihre Tageshochs. Erneute Meldungen über doch noch anhaltenden Probleme am libyschen Ölfeld ließen die Kurse zum späten Nachmittag wieder deutlich fallen.

Mit der Veröffentlichung des API-Berichts zu aktuellen Öl- und Ölproduktbeständen im US-Markt, fielen die Kurse weiter. In der Folge wurden alle Tagesgewinne wieder abgegeben, wobei die Kurse auf ihr Ausgangsniveau zurückkehrten. Der Euro hat indes wieder nachgegeben. Dennoch können sich Heizölverbraucher heute freuen: Heizöl ist nach wie vor günstiger als zu Wochenbeginn.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Ölpreis für die europäische Referenzsorte Brent notiert zum Mittwoch bei 51,75 US-Dollar. Das entspricht nahezu dem Niveau vom gestrigen Morgen. Der Schlusspreis am Dienstag lag noch bei 51.87 US-Dollar.

Der Kurs des maßgeblichen Indikators für den inländischen Heizölpreis, ICE Gasoil, notiert heute Morgen bei 470,75 US-Dollar für die Lieferung im Monat September. Der Schlusspreis lag gestern noch etwas höher bei 473,75 US-Dollar.

Eine Übersicht über die Kursentwicklung der ausschlaggebenden Notierungen für den Heizölpreis finden Sie täglich aktuell auf unserer Heizölpreisseite

USA: Rohölbestände weiter rückläufig – Ölprodukte nehmen zu

Die Entwicklung der vergangenen Wochen scheint sich hinsichtlich der US-Bestände fortzusetzen. Zumindest wenn man den Zahlen des Bestandsberichts des American Petroleum Institute (API) Glauben schenken kann. Eine Bestätigung kann erst durch den Bericht des Deapartment of Energy (DoE) erfolgen, der stets ein Tag nach API veröffentlicht wird. Das DoE verwendet für seine Analysen tiefergehende Daten als das API. So werden neben den reinen Bestandsdaten auch Daten zu Im- und Exporten, der Nachfrage und besonders wichtig, zur Ölförderung im Land berücksichtigt.

Zu den Zahlen: Die Bestände an Rohöl haben nach API in der vergangenen Berichtswoche um 3,6 Millionen Barrel abgenommen. Dies entspricht auch weitestgehend den Erwartungen des Handels. Allerdings ist dieser Wert auch nicht spektakulär, da die Raffinerieauslastung saisonbedingt zur Zeit immer noch sehr hoch ist.

Beunruhigend sind für die Märkte hingegen die Bestandszunahmen an Destillatprodukten, mehrheitlich Diesel und Heizöl, und vor allem Benzin. Gerade letzteres sollte zu dieser Jahreszeit noch stärker nachgefragt werden. Sollten sich diese Zahlen durch DoE bestätigen, ist von einer Überproduktion der Raffinerien zu sprechen, was wiederum auf eine ungewöhnlich schwache Nachfrage zurückzuführen sein könnte.

Insgesamt haben die Daten damit das Potenzial, für Preissenkungen zu sorgen. An den Handelsplätzen wird also auch heute wieder mit Spannung auf die Veröffentlichung des DoE-Berichts gewartet. In den letzten Wochen hatten die beiden Berichte und ihre teils gegensätzlichen Aussagen, immer wieder heftige Kursbewegungen in beide Richtungen verursacht.

Libyen: Technische Probleme sorgen für Pipelineaufall

Meldungen aus Libyen zu Produktionsausfällen häufen sich in diesem Monat. Immer wieder ist vor allem das größte Ölfeld des nordafrikanischen Landes, Sharara, von Ausfällen betroffen. Die Gründe sind dabei vielfältig. Nachdem zum Anfang diesen Jahres vor allem kriegerische Auseinandersetzungen für Produktionsstillstände sorgten, sind es in den vergangenen Wochen vor allem Streiks, Besetzungen und Sabotage von Förder-, Verlade- oder Produktionsanlagen. Der aktuelle Ausfall ist wohl auf einen Defekt an einem Ventil einer Pipeline zurückzuführen. Daher ist davon auszugehen, dass der Stillstand nicht von langer Dauer sein wird.

Da sich die Ölproduktion Libyens in den vergangenen Monaten deutlich erhöht hat, wurde damit auch die OPEC unter Druck gesetzt. Die OPEC und weitere Mitglieder haben zur Begrenzung der verfügbaren Rohölmengen am Weltmarkt, Ende des letzten Jahres ein Förderbeschränkungsabkommen geschlossen. Das OPEC-Mitglied Libyen ist aufgrund der hohen wirtschaftlichen Abhängigkeit vom Öl-Export und der gleichzeitigen politischen und wirtschaftlichen instabilen Lage, vom Abkommen ausgenommen.

Die Produktionserhöhung der vergangenen Monate setzte damit die OPEC gehörig unter Druck. Schließlich fließen auch die Fördermengen der nicht am Abkommen beteiligten OPEC-Mitglieder mit in die Gesamtfördermenge des Kartells, und damit eben auch in die Gesamtförderquote mit ein. Diese war in den vergangenen beiden Monaten stetig rückläufig. Im August ist die Förderung innerhalb der Kartellstaaten wohl bisher zurückgegangen, doch welchen Einfluss das auf die Gesamtförderquote hat, bleibt abzuwarten.

Kurzfristig kann zumindest davon ausgegangen werden, dass die Produktionsstörungen in Libyen keine größeren Einflüsse auf die Preisentwicklungen haben werden. Auch wenn die Störungen immer eine Meldung wert sind, sind ihre tatsächlichen Auswirkungen auf die Produktion im Land zur Zeit noch zu gering. 

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat am gestrigen Handelstag leicht an Wert verloren und startet heute mit 1,1764 US-Dollar in den Tag. Die Tageshochs lagen deutlich über der 1,18-US-Dollar-Marke. Vor allem im asiatischen und US-Amerikanischen Handel geriet der Euro unter Druck. Eine klare Richtung wird an den Handelsplätzen zur Zeit nicht gesehen. Einziger Grund für die fallende Entwicklung, könnte die für den Handel enttäuschenden Konjunkturaussichten für die stärkste Volkswirtschaft Europas, Deutschland sein. Die EZB legte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1717 US-Dollar fest.

Für heute werden keine großen Impulse im Devisenhandel erwartet. Die Erwartungen richten sich in dieser Woche vor allem auf die Notenbankkonferenz in den USA zum Ende der Woche. Im Fokus stehen vor allem Aussagen zur künftigen Gestaltung der Geldpolitik in der Eurozone und den USA.

Heizölpreisentwicklung

Deutlich gesunkene Ölpreise und ein stärkerer Eurokurs sorgen heute für niedrigere Heizölpreise im Inland. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 53,24 Cent pro Liter Heizöl. Gesten waren es noch 53,48 Cent pro Liter.

Wenn Sie jetzt auf den Heizölkauf setzen, sichern Sie sich also ein attraktives Preisniveau. Doch gerade der vergangene Freitag hat deutlich gezeigt, dass bereits kleinste Meldungen für turbulente Preisanstiege sorgen können. Insbesondere wenn sich ihr Tank leert empfehlen wir Ihnen den jetzigen Heizölkauf.  

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekontonutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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