Ölpreise steigen vor OPEC Treffen

29. November 2016

Heizoelpreise steigen 291116

Gestern überwogen die positiven Meldungen hinsichtlich eines Abkommens zur Reduzierung des Ölangebotes beim morgigen OPEC Treffen, was die Ölpreise wieder in die Höhe trieb. Die Heizölpreise steigen und gleichen die Verluste vom Wochenstart fast vollständig aus.

Ölpreisentwicklung

Vor dem morgen stattfindenden entscheidenden OPEC Treffen bewegen sich Ölpreise rauf und runter. Vor dem Wochenende überwog wieder die Zweifel an einem positiven Ausgang, da Saudi-Arabien seine Teilnahme an einem Treffen mit Nicht-OPEC Produzenten am Montag absagte und der Termin damit platzte.

Saudi-Arabien begründete die Absage mit der Feststellung, dass es innerhalb der OPEC keine Einigung auf Produktionskürzungen gäbe und man daher auch nicht andere Länder um Einschränkungen ihrer Förderung bitten bräuchte. Die Ölpreise sanken in der Folge deutlich.

Der Termin am Montag wurde in eine OPEC internes Treffen umgewandelt, das bis tief in die Nacht andauerte. Optimistische Kommentare des irakischen Ölministers motivierten Händler zu verstärkten Käufen, die Ölpreise stiegen wieder.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt aktuell bei 47,64 US-Dollar pro Barrel. Der Schlusskurs lag gestern Abend bei 48,24 Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird aktuell mit 435 US-Dollar pro Tonne notiert.

Je nachdem wie Gerüchte und Spekulationen aus OPEC Kreisen von den Händlern bewertet werden, steigen oder fallen die Ölpreise momentan. Auch für die Händler ist es schwierig, sich im Vorfeld des morgigen richtig zu positionieren. 

Die Wahrscheinlichkeit für das Zustandekommen eines Abkommens liegt nur knapp über 50 Prozent. Die Hälfte der Marktteilnehmer rechnet also mit einem positiven Ergebnis, die andere nicht. Einig ist man sich weitgehend, dass jedes noch so schwache Abkommen die Ölpreise zumindest kurzfristig in die Höhe treiben wird. Ein Scheitern wiederum wird zu nachgebenden Preisen führen.  

Bei gestrigen Treffen soll Saudi-Arabien weiter darauf bestanden haben, dass  alle OPEC Länder ihre Produktion kürzen, also auch der Iran und der Irak. Ausnahmeregelungen sollen nur für Libyen und Nigeria gelten, da die Produktion der Länder momentan noch am Boden liegt.

Der Iran und der Irak haben bisher eine Kürzung der eigenen Produktion abgelehnt. Ob der Widerstand dieser Länder ein Abkommen scheitern lässt, ist völlig offen. Möglich wäre auch eine Einigung auf dem kleinsten Nenner, wobei dann fraglich ist, ob so ein Abkommen die Ölproduktion wirkungsvoll reduzieren kann.

Bis zur Entscheidung am morgigen Mittwoch ist weiter mit schwankenden Ölpreisen zu rechnen. 

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist unter 1,06 US-Dollar gesunken. Seit der Wahl Donald Trumps zum nächsten US-Präsidenten hat der Dollar gegenüber vielen Währungen deutlich zugelegt. In der vergangenen Woche verlor der Aufwärtstrend aber zunehmend an Dynamik.

Zum Wochenstart kam es zeitweise zu einer leichten Gegenbewegung, die den Euro bis auf 1,0681 Dollar steigen ließ. Im Laufe des Tages setzte sich die Dollarstärke aber wieder durch und der Euro verlor über einen Cent.

Durch die angekündigten Steuersenkungen und höheren Staatsausgaben gilt es als denkbar, dass Konjunktur und Inflation in den USA anziehen. Von diesen Erwartungen profitieren die Aktienkurse und auch der Dollar. Wirtschaftlich betrachtet negative Punkte seiner Agenda, wie die Skepsis gegenüber dem Freihandel, werden wiederum ausgeblendet.

Daneben sendete die US-Notenbank starke Hinweise auf eine Zinserhöhung im Dezember. Durch ein höheres Zinsniveau wird eine Währung für Anleger attraktiver und damit gestärkt. Da Öl grundsätzlich in US-Dollar gehandelt wird, verteuern sich damit wiederum die Importe für die Eurozone.

Heizölpreisentwicklung

Der Heizölpreis steigt heute Morgen über einen Cent pro Liter. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet nun im bundesweiten Durchschnitt 55 Cent pro Liter.

Kürzt die OPEC die Förderung oder nicht und inwiefern beteiligen sich anderen Produzenten wie Russland? Die Antwort kennen wir auch nicht, vermutlich wird es aber ein Abkommen geben. Alles andere ginge mit einem enormen Vertrauensverlust für die OPEC einher.

Wir raten unseren Kunden daher weiterhin zum baldigen Heizölkauf, insbesondere wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Wer auf ein Scheitern des Abkommens spekuliert und damit Recht behält, wird vermutlich günstiger Heizöl kaufen. Das beinhaltet aber immer noch ein recht hohes Risiko.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder  das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.