Ölpreise etwas unter Freitagsniveau – Euro erhält Aufwind

Heizoelpreise sinken 130317

Innerhalb weniger Tage sind die Ölpreise um fast zehn Prozent gefallen und die neue Handelswoche beginnt mit weiteren kleinen Kursnachlässen. Grund dafür ist weiterhin die hochaktive US-Ölproduktion. Außerdem lag der Euro zum Handelsstart knapp über 1,07 Dollar.

Ölpreisentwicklung

Zum Beginn dieser Handelswoche können sich Verbraucher erneut über ein – wenn auch geringes – Nachlassen der Ölpreise freuen. Die Baker Hughes-Plattformzählung von Freitag zeichnete wieder ein aktives Bild der US-Ölproduktion. Das ist zwar keine Neuigkeit mehr, aber die Annahme vieler Analysten wird bestätigt, dass die USA in absehbarer Zeit jegliche Bemühungen der OPEC zunichtemachen könnten.

Der Euro kletterte zum Handelsstart über die 1,07-Dollar Marke und sorgt damit heute Morgen ebenfalls für eine günstige Ausgangsposition für inländische Ölkäufer. Grund dafür seien Insiderinformationen, nach denen die Europäische Zentralbank intern eine baldige Leitzinsanhebung diskutiert habe. Doch in dieser Woche steht erst einmal die Zinsanhebung des amerikanischen EZB-Pendants Fed auf der Agenda.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent nähert sich langsam der 50-Dollar-Grenze an. Heute Morgen notiert er bei 51,38 US-Dollar. Vor genau einer Woche waren es noch 56,01 US-Dollar (Schlusspreis Montag, 06. März). Der Schlusspreis von Freitag lag noch bei 51,37 US-Dollar.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei ICE Gasoil, dem maßgeblichen Indikator für den inländischen Heizölpreis. Dieser notiert aktuell bei 456,25 US-Dollar, etwas weniger als der Schlusspreis von Freitag (459,75 US-Dollar). Der Schlusspreis am vergangenen Montag lag hingegen noch bei 486,25 US-Dollar.

Noch mehr US-Ölplattformen – Kanada kündigt ebenfalls mehr Öl an

Der wöchentliche Baker Hughes-Report zur Zählung aktiver US-Ölbohranlagen ist nur ein weiterer Indikator dafür, was viele andere offizielle Berichte in den vergangenen Wochen bereits festgehalten haben: Die US-Ölindustrie nimmt immer weiter an Fahrt auf.

Laut offizieller Zählung sind in der abgelaufenen Berichtswoche 12 neue Plattformen hinzugekommen. Das klingt erst einmal überschaubar, allerdings addieren sich die Zahlen im Jahresvergleich zu einer Zunahme von 288 Plattformen.

Auch Kanada wird im Baker Hughes-Bericht betrachtet, war aber bisher eher wenig interessant für die internationalen Analysten. Das könnte sich ändern, denn Premierminister Justin Trudeau kündigte an, ebenfalls die Ölproduktion ausbauen zu wollen. Seine Argumentation ist nachvollziehbar: Der amerikanische Nachbar habe etwa 173 Mrd. Barrel Öl im Boden und es wäre wirtschaftlich kurzsichtig, diesen Schatz nicht zu heben.

Sollte nun auch Kanada im größeren Stil Öl fördern, käme ein weiterer Faktor hinzu, der das Szenario vieler Analysten untermauert: Nordamerika (bis jetzt: die USA) dürfte die OPEC-Bemühungen vollends aushebeln.

US-Öl ist momentan überaus rentabel

Für den Außenstehenden stellt sich natürlich die Frage, warum die USA wissentlich gegen die OPEC-Bemühungen arbeiten und warum auch Kanada nun in dieses Horn stößt. Rein rechnerisch würde nämlich ein sinkender Barrel-Preis auch für die USA wirtschaftliche Nachteile bedeuten.

Doch ist US-Öl momentan eine überaus rentable Angelegenheit. Nach Investitionen und Modernisierungen lohnt sich auch das vergleichsweise teuer zu fördernde Schieferöl in Kombination mit klassischen Fördermethoden für amerikanische Unternehmen. Die meisten Unternehmen haben ihre Produktionsmengen über Warentermingeschäfte gesichert und können somit mit einer gewissen Planungssicherheit in die nächsten Monate gehen.  

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 13.03.2017

  • Rede Mario Draghi, EZB-Präsident
  • Arbeitsmarktindex, USA

Dienstag, 14.03.2017

  • Verbraucherpreisindex, Deutschland
  • Industrieproduktion, Eurozone
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA

Mittwoch, 15.03.2017

  • Konjunkturdaten, USA
  • Wöchentlicher Report EIA Rohöl Lagerbestand, USA
  • Fed Zinssatzentscheidung, USA

Freitag, 17.03.2017

  • Handelsbilanz, Eurozonne
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr

Entwicklung Eurokurs

Der Euro startet stärker in die Handelswoche, auch wenn er inzwischen seine Position über der 1,07-Dollar-Marke, die er zum Handelsstart hatte, wieder aufgeben musste. Momentan notiert er bei 1,0678 US-Dollar. Der Referenzpreis lag am Freitag bei 1,0606 US-Dollar.

Der Aufwind erkläre sich laut Nachrichtenagenturen aus Insiderinformationen aus dem Kreis der Europäischen Zentralbank. Die EZB habe intern diskutiert, eine Zinserhöhung noch vor dem Ende des Anleihe-Kaufprogramms umzusetzen, das Ende des Jahres auslaufen soll. Mit dem Anleihenkauf sollte die europäische Wirtschaft angekurbelt werden, was wiederum einen massiven Konjunkturabschwung durch fallende Preise verhindern soll.

Seit etwa einem Jahr liegt der EZB-Leitzins bei 0 Prozent. Das erleichtert die Kreditvergabe und ist damit ein Wirtschaftsmotor – auch wenn Sparer davon erst einmal nichts haben. Eine Kehrtwende würde die Inflation in Schach halten und hätte wiederum andere positive Auswirkungen auf die europäische Wirtschaft  – aber ebenso negative.

Vielleicht wird Mario Draghi, Chef der EZB, in seiner heutigen Rede zu diesen inzwischen mehrfach kolportierten Informationen Stellung nehmen.

In dieser Woche wird jedoch erst einmal die Zinssatzentscheidung der amerikanischen Notenbank Fed erwartet. Der Markt geht fest davon aus, dass der Zins angehoben wird. Das würde dem Dollar Auftrieb geben – und damit kurzfristig die Ölpreise steigern.

Allerdings hat ein hoher Dollarkurs auch zur Folge, dass die Kaufbereitschaft außerhalb der USA sinkt – was wiederum die Ölpreise drücken würde.

Nach Wochen der Stagnation ist also sowohl auf den Rohstoff-, als auch auf den Devisenmärkten in dieser Woche viel Bewegung zu erwarten – die Richtung ist aber bisher noch nicht eindeutig.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher zahlen heute Morgen wiederum niedrigere Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,20 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es noch 57,81 Cent.

Auch wenn vollkommen unklar ist, wie sich die Preise 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu reagieren und sich das momentan überaus verbraucherfreundliche Preisniveau für ihre Heizöllieferung zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Es ist nur schwer vorher zu sagen, was die weitere Entwicklung auf den Märkten für die Heizölpreise bringt. Denn es ist möglich, dass die OPEC weitere Maßnahmen ergreift, auch der Euro- sowie der Dollarkurs spielen in der nächsten Zeit eine wichtige Rolle.

Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden entspannt zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen.

Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie die Heizöl Finanzierung oder heiz&SPAR nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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