Ölpreise fallen weiter – EZB-Entscheidung im Fokus

Heizoelpreise sinken

Der aktuelle Abwärtstrend der Ölpreise setzt sich heute Morgen fort. Verbraucher profitieren von einer ruhigen Nachrichtenlage und einem stabilen Eurokurs. Die Pressekonferenz der Europäischen Zentralbank am Nachmittag könnte wichtige Impulse für den Markt setzen.

Ölpreisentwicklung

In der Woche nach der OPEC-Entscheidung zu Produktionskürzungen setzt sich die Abwärtsdynamik der Ölpreise heute Morgen fort. Die fallende Tendenz wird damit begründet, dass es an impulsgebenden Nachrichten fehlt. Marktteilnehmer warten zunächst die Gespräche am kommenden Wochenende zwischen OPEC- und Nicht-OPEC-Ländern zu möglichen Produktionskürzungen ab.

Gleichzeitig ist der Eurokurs stabil mit einer leichten Tendenz nach oben. Heute Nachmittag will die Europäische Zentralbank (EZB) in einer Pressekonferenz ihre zukünftige Geldpolitik für die Eurozone umreißen. Beim Leitzins wird es wohl keine Veränderungen geben, allerdings könnten die Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi wichtige Signale für die Märkte setzen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt am Morgen bei 53,05 US-Dollar pro Barrel. Das ist etwas mehr als der Schlusspreis von Mittwoch (53 US-Dollar), aber dennoch fast 1 Dollar weniger als der Preis von Dienstag. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert bei 463,50 US-Dollar pro Tonne und liegt damit deutlich unter dem Schlusspreis des Vortages (468,50 US-Dollar).

Der Markt ist weiterhin ruhig und scheint zunächst die Wiener Gespräche abzuwarten – was fallende Ölpreise begünstigt. Es fehlen Meldungen, welche einen Preisanstieg auslösen würden.

Der Wochenbericht des Department of Energy (DOE) zu den US-Ölbestandsveränderungen hält fest, dass die Rohölbestände in der vergangenen Woche leicht gesunken sind (-2,4 Mio. Barrel). Gleichzeitig haben die Raffinerieauslastung und damit die Bestände bei Öl-Produkten zugelegt. Bisher scheinen die Werte keine Auswirkungen auf die Märkte zu haben.

Chinas Rohölimporte stiegen laut Konjunkturdaten im November um 6,7% im Vergleich zum Vorjahr und liegen damit deutlich über den Erwartungen. Dies deutet auf eine hohe Wirtschaftsaktivität hin. China ist neben den USA einer der größten Öl-Importeure der Welt und damit wichtiger Seismograph für den globalen Markt.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs bleibt heute Morgen weiterhin recht stabil. Zum Tagesstart liegt er bei rund 1,075 Dollar mit leichter Tendenz nach oben. Der Kurs hat sich seit zwei Tagen auf einem fast konstanten Niveau eingependelt und wurde am Mittwoch von der Europäischen Zentralbank (EZB) auf den Referenzkurs 1,073 US-Dollar festgesetzt.

Die heutige Pressekonferenz der EZB zur Zinssatzentscheidung und Geldpolitik wird zwar mit Spannung erwartet, doch wird hinsichtlich des Zinssatzes kaum mit Überraschungen gerechnet.

Der Termin hat vielmehr Signalwirkung und ist ein Indikator dafür, welche Politik die EZB zukünftig in der Eurozone verfolgt und was sie zu tun gedenkt, um zum Beispiel die Inflation unter 2,0 Prozent zu halten. 

Heizölpreisentwicklung

Aktuell sind die Heizölpreise nach der Steigerung der Vorwoche weiterhin rückläufig. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete am Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund 57,70  Cent pro Liter Heizöl und hat sich somit gegenüber gestern kaum verändert.

Wir raten unseren Kunden im Spiegel der aktuellen Preisentspannung zum baldigen Heizölkauf, insbesondere, wenn sich der Tankinhalt dem Ende nähert. Das gegenwärtige Preisniveau könnte nach Prognosen bald wieder steigen, vor allem in Hinblick auf die Auswirkungen der Verhandlungen von OPEC und Nicht-OPEC am Wochenende.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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