Ölpreise geben leicht nach – Euro fällt wieder unter 1,19 US-Dollar

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Die grundsätzliche Situation auf den Ölmärkten bleibt weiterhin von Sturm Harvey bestimmt und sorgt für unterschiedliche Kurstendenzen bei Rohöl und Ölprodukten. Dennoch notieren alle Werte heute Morgen etwas günstiger. Der Euro ließ im Gegenzug ebenfalls nach und steht wieder unter 1,19 US-Dollar.

Ölpreisentwicklung

Wie schon gestern berichtet, kommt es aktuell darauf an, jeden einzelnen Ölwert im Spiegel von Hurricane Harvey auch einzeln zu bewerten. Die Produktpreise (was für uns bei ICE Gasoil relevant ist) sind weiterhin höher als vor Sturmbeginn, notieren aber heute Morgen etwas günstiger.
Das vom Sturm nicht tangierte Nordseeöl Brent zeigt sich heute Morgen relativ stabil, die amerikanische Sorte WTI hingegen fällt. Der Euro ließ aufgrund guter US-Konjunkturdaten gestern deutlich nach und ist unter 1,19 US-Dollar gefallen. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäischen Ölpreis Brent notiert momentan bei 50,77 US-Dollar.  Der Schlusspreis für Mittwoch lag bei 50,86 US-Dollar, am Dienstag waren es sogar noch 52,00 US-Dollar. 
ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert momentan bei 490,25 US-Dollar, ebenfalls unter dem Schlusspreis von Mittwoch bei 495,50 US-Dollar. Hier sprach der Dienstagswert mit 484,50 US-Dollar allerdings noch eine andere Sprache.
Grundsätzlich drehen die Ölpreise vor allem bei ICE heute Morgen, was zum einen daran liegt, dass Hurricane Harvey und seine Auswirkungen auf den Ölmarkt langsam einkalkuliert sind und damit nicht mehr in dem Maß für Teuerungen bei Ölprodukten aufgrund abgeschalteter Raffinerien sorgen können.
Momentan befinden sich rund 25 bis 30 Prozent der amerikanischen Verarbeitungsbetriebe im Standby. Dieser Wert macht deutlich, wie wichtig die von Harvey betroffene Golfregion für die US-Ölindustrie ist. Wie lange die Raffinerien außer Betrieb bleiben, ist momentan noch nicht abzusehen.

DOE-Bericht ebenfalls vom Harvey-Effekt betroffen

Wie auch der gestrige Bericht zu US-Bestandsdaten des American Petroleum Institutes wird auch der DOE-Bericht mit der Harvey-Brille betrachtet. Und die Reaktionen des Marktes auf die Zahlen waren dementsprechend verhalten.
Das Department of Energy meldete ebenfalls deutliche Bestandsabbauten bei Rohöl (-5,4 Mio. Barrel) und bestätigte den API-Wert weitestgehend. Die Begründung dafür, die bei API fehlte, lieferte das DOE mit: Die Raffinerien hätten Prä-Harvey ihre Produktion noch einmal deutlich gesteigert, um Vorräte anzulegen. Gleichzeitig sanken die Importe, weil der Seeverkehr schon durch den Sturm behindert wurde, bevor er am vergangenen Freitag aufs Festland traf.
Bei Benzin vermeldete das DOE keine Veränderungen, die hohe Auslastung der Raffinerien sorgte allerdings für Aufbauten bei den Destillaten. Gleichzeitig stieg die Nachfrage, während die US-Ölproduktion durch den Sturm folgerichtig nachließ.
Diese Befunde hätten in einer normalen Woche für Preisanstiege sorgen können, allerdings sehen viele Analysten und Marktteilnehmer den Harvey-Effekt und reagierten dementsprechend vorsichtig.
Auch die beiden Berichte von API und DOE in der nächsten Woche dürften noch unter diesen Effekt – sogar im weitaus größeren Maße – fallen, da sich dann die unmittelbaren Auswirkungen des Sturms zeigen werden.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro hat seinen Höhenflug der vergangenen Tage vorerst beendet und notiert momentan bei 1,1880 US-Dollar. Der EZB-Referenzpreis für Mittwoch lag noch bei 1,1916 US-Dollar.

Grund dafür waren positive Konjunkturdaten aus den USA, die vor allem vom Arbeitsmarkt ein sehr dollarfreundliches Bild zeichneten. Analysten warnen sowieso davor, dass der Euroanstieg überzogen war und von eher tönernen Faktoren getragen wurde.

Heizölpreisentwicklung

Wenn Ölpreise und Eurokurs gleichzeitig fallen, hat dies rein rechnerisch meist einen ausgleichenden Effekt. So ergibt sich heute Morgen folgendes Bild für die inländischen Heizölpreise: Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt etwas weniger als am Mittwoch. Da waren es noch 54,34 Cent. 
Auch wenn die Ölnotierungen nachlassen, könnte vor allem der Eurokurs für Preissteigerungen bei Heizöl sorgen. Darum sichern Sie sich jetzt das beste Preisniveau, wenn Sie sich für den Heizölkauf entscheiden.
Es darf auch nicht vergessen werden, dass der Herbst unweigerlich vor der Tür steht, was in Europa die Nachfrage nach Heizöl erhöhen dürfte. Und das wiederum ist ein wesentlicher Faktor, der Preissteigerungen begünstigt. Mit einem baldigen Kauf machen Sie sich von dieser Entwicklung vollkommen unabhängig.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
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