Ölpreise geben leicht nach

8. März 2017

Heizoelpreise sinken 08032017

Ölpreis durch US-Ölförderung unter Druck. Die OPEC kämpft weiterhin um die Einhaltung der Förderkürzung. Irak könnte in der zweiten Jahreshälfte die Ölförderung reduzieren.

Ölpreisentwicklung

Gestern Abend nach Börsenschluss hat das American Petroleum Institute (API) die neuen wöchentlichen Lagerbestände für die USA gemeldet. Glaubt man den Prognosen, so gehen die Produktlager moderat zurück, die Rohölbestände dürften sich auf einem sehr hohen Stand weiterentwickelt haben. 

Die Internationale Energieagentur (IEA), mit Sitz in Paris, geht davon aus, dass in den nächsten Jahren die Nachfrage nach Öl weiterhin wachsen wird. In 2016 pendelte sich der Weltölverbrauch bei 96,6 Mio. B/T ein. In den nächsten zwei bis drei Jahren wird erwartet, dass die Ölnachfrage auf 100 Mio. B/T steigen wird. Dabei soll Asien den Löwenanteil des nachgefragten Wachstums bilden. Sollten parallel dazu die Investitionen nicht gesteigert werden, so wäre vermutlich eine neue Ära oszillierender Preise zu erwarten. 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Der europäische Ölpreis Brent startet heute Morgen mit 55,64 US-Dollar in den Tag.  Der Schluss Dienstag war mit 55,92 US-Dollar etwas fester. ICE Gasoil, der maßgebli-che Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im März aktuell bei 486,50 US-Dollar und somit mit einem Minus von -1,25 US-Dollar im Vergleich zum Schlusspreis vom Dienstag (487,75 US-Dollar).

Der aktuelle Monatsreport der Energy Information Administration (EIA) zeigt, dass die US-Ölproduktion schneller als erwartet wächst. Mit einem Ende der Überversorgung sei jedoch laut EIA nicht zu rechnen, da man augenscheinlich nicht mit einer Verlängerung der Produktionskürzungen im aktuellen Umfang rechnet. Einen Indikator hierfür könnten die Prognosen zur OPEC-Förderung darstellen. 

Das durch die Förderkürzungen wichtiger Länder, wie z. B. Saudi-Arabien und Russland und der zeitgleichen steigenden Produktion in den USA aufgebaute Spannungsfeld hält zum aktuellen Zeitpunkt weiterhin an. Saudi-Arabien hat gestern Abend verlauten lassen, dass man das Ölangebot nicht im Alleingang regulieren werde. Man wolle sich dadurch keineswegs in eine Situation bringen, die den Anschein vermittle, dass man sich ausgenutzt fühle. 

Entwicklung Eurokurs


Der Eurokurs ist am Dienstag nach einem kurzzeitigen Anstieg auf über 1,06 US-Dollar leicht gefallen. Heute Morgen notiert er bei 1,0569 US-Dollar. Die Europäische Zent-ralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Dienstag auf 1,0576 US-Dollar (Mon-tag: 1,0592 US-Dollar) festgesetzt. 

Aktuell tut sich beim Euro-Dollarkurs nicht viel. Experten zufolge dürfte eine gute Be-schäftigungsentwicklung in den USA die amerikanische Notenbank darin bestärken, auf ihrer Sitzung Mitte März den Leitzins anzuheben. Dies scheint so gut wie sicher zu sein.  

Das britische Oberhaus hat am Dienstag erneut Premierministerin Theresa May eine Niederlage bei den Beratungen zum Brexit-Gesetz zugefügt. Die Mehrheit stimmte dabei einem Zusatz zum Gesetzentwurf der Regierung zu. Dieser soll dem Parlament ein Vetorecht für das Ergebnis der anstehenden Brexit-Verhandlungen einräumen.  

Heizölpreisentwicklung


Die Ölpreise haben heute Morgen erneut etwas nachgegeben. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet heute Morgen im bundesweiten Durchschnitt rund  59,80 Cent pro Liter Heizöl. Gestern waren es zur gleichen Zeit 59,98 Cent pro Liter. 

Auch wenn die Witterung derzeit recht mild ist und vollkommen unklar ist, wie sich die Preise in 2017 letztendlich entwickeln, raten wir unseren Kunden dazu, jetzt zu handeln und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert.  

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Be-arbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Ein-gang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen