Ölpreise kaum verändert – US-Ölbestand laut API-Bericht gestiegen

25. Januar 2017

Heizoelpreise kaum veraendert 250117

Der Markt wartet weiterhin ab, welche Richtung das globale Ölangebot 2017 nehmen könnte. Dies äußerst sich in kaum veränderten Ölpreisen. Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) vermeldet indes erneut Bestandsaufbauten bei Rohöl und Ölprodukten.

Ölpreisentwicklung

Es gibt kaum neue Impulse, die für oder gegen einen Anstieg der Ölpreise sprechen. Daher blieb der Markt gestern zögerlich und auch heute Morgen gibt es bisher kaum Signale für veränderte Ölpreise.

Zwar wirkt die Erfolgsmeldung der OPEC zu einer bisherigen Quotentreue von 80 Prozent im Januar weiterhin nach, doch lässt der Markt auch die gestiegenen Exporte von Ländern wie Libyen nicht außer Acht. Hinzu kommt, dass der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) zu den US-Ölbeständen erneut eine Zunahme verzeichnet.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent liegt heute Morgen bei 55, 20 US-Dollar. Dies ist sehr nah am Schlusspreis von Dienstag (55,44 US-Dollar) und kaum eine Veränderung gegenüber Montag (55,23 US-Dollar). Auch ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im Februar aktuell bei 487, 50 US-Dollar, also ebenfalls sehr nah am Schlusspreis von Dienstag (488,50 US-Dollar). Die Veränderungen gegenüber Montag (485,50 US-Dollar) sind ebenfalls marginal.

Für die OPEC wird es langsam Zeit, verlässliche Zahlen zu den erreichten Förderquotensenkungen zu präsentieren. Solange dies nicht passiert, wird der Markt der aktuellen Erfolgsmeldung von 80 Prozent Quotentreue im Januar nur bedingt vertrauen. Denn gestiegene Exporte aus Libyen und die hochaktive US-Ölindustrie zeichnen ein viel ambivalenteres Bild.

Der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute (API) zu den US-Ölbeständen verzeichnet für die vergangene Berichtswoche einen Bestandsaufbau von 2,9 Mio. Barrel bei Rohöl. Dies liegt leicht über den Erwartungen (2,1 Mio. Barrel). Überraschend sei mit 4,8 Mio. Barrel die Zunahme an Benzinvorräten sowie grundsätzlich die Zunahme an Destillaten, also einer Vorstufe für viele Ölprodukte wie Heizöl.

Der gestiegene Rohölvorrat ist für die Jahreszeit wenig überraschend, da die Raffinerieauslastung zum Jahresstart immer abnehme. Allerdings weisen die Aufbauten bei den Produkten darauf hin, dass die Nachfrage gesunken sein könnte. Deutlicher könnte dies der Bericht des Department of Energy (DOE) machen, der heute Nachmittag erwartet wird.

Entwicklung Eurokurs

Auch der Euro zeigt sich im Ergebnis heute Morgen wenig bewegt und notiert aktuell bei 1,0732 US-Dollar. Der EZB-Referenzpreis für Dienstag lag bei 1,0748, am Montag waren es nur 1,0715 US-Dollar.

Auftrieb könnte die Gemeinschaftswährung im Laufe des Tages von deutschen und europäischen Konjunkturdaten zum Geschäftsklima erhalten. Experten sagen eine positive Entwicklung der Stimmung unter den Unternehmern voraus.

Da Öl grundsätzlich in Dollar gehandelt wird, hat ein steigender (oder fallender) Dollarkurs stets Einfluss auf die Preise. Ist der Euro im Vergleich zum Dollar schwach, müssen europäische Käufer unabhängig von der tatsächlichen Preisentwicklung an den Ölmärkten also stets mehr (auch für Heizöl) zahlen, als wenn der Euro im Gegensatz zum Dollar gewinnt.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher profitieren heute Morgen von der ruhigen Nachrichtenlage und damit relativ konstanten Heizölpreisen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete im bundesweiten Durchschnitt rund 59,34 Cent pro Liter Heizöl. Gestern waren es noch 59,22 Cent pro Liter.

Wir raten unseren Kunden dazu, sich das aktuelle Preisniveau schnell zunutze zu machen und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. Auch wenn das Jahr 2017 in Sachen Ölpreis unvorhersehbar ist, sind langfristig fallende Preise weiterhin eher unwahrscheinlich und es könnte sich enorm lohnen, sich begehrte Liefertermine in den nächsten Tagen direkt zu sichern, bevor belastbare OPEC-Zahlen für einen deutlichen Preisanstieg sorgen könnten.

Bedenken Sie außerdem, dass es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse und einer hohen Nachfrage etwas länger mit der Lieferung dauern kann und bestellen Sie rechtzeitig.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.