Ölpreise legen nach Schwankungen wieder zu

Heizölpreis gestiegen 03_09_2015

Nach dem Preisrückgang am Dienstag legen die Ölpreise seit gestern wieder zu. Grund dafür könnten die schwer zu interpretierenden Aussagen des Berichts des Department of Energy (DOE) sein. Insgesamt sei der Markt von Unsicherheit geprägt, so Analysten.

Ölpreisentwicklung

Nach der jüngsten Abwärtsentwicklung der Ölpreise starten die Preise an den Ölbörsen heute mit Anstiegen in den Donnerstag. Marktteilnehmer erwarteten am Mittwochnachmittag die US-Ölbestandsdaten des Department of Energy (DOE), die nach ihrer Veröffentlichung für Unsicherheit am Markt sorgten.

Das DOE bestätigte zwar merkliche Bestandsaufbauten im Rohölbereich, die im Hinblick auf die Zunahme der Importe und den deutlichen Rückgang der Raffinerieauslastung jedoch relativ gering seien und nicht so drastisch ausfallen, wie vom American Petroleum Institute (API) am Dienstag vorausgesagt. Diese Nachricht dämpfe den Preisrückgang an den Ölbörsen.
Zudem ist laut DOE die Raffinerieauslastung deutlich zurückgegangen. Neben mehreren unplanmäßigen Abschaltungen würden nun auch Wartungsarbeiten durchgeführt und die Anlagen von der Produktion von Benzin auf Heizöl umgestellt.

Preisstützend fielen dagegen die Daten zur US-Rohölproduktion aus. Diese sei in der Berichtswoche um etwa 120.000 Barrel pro Tag gesunken.

Die Daten des DOE wurden von den Marktteilnehmern als wenig eindeutig aufgenommen und sorgten deshalb für hohe Schwankungen an den Warenterminbörsen ICE in London und NYMEX in New York. Letztendlich gingen die Notierungen für Roh- und Gasöl im Bereich ihrer Tageshochs aus dem Handel.

Heute setzen die Ölpreise ihre am Mittwochabend begonnene Aufwärtsbewegung fort. Ein Barrel der europäischen Rohölsorte Brent kostet am Donnerstagmorgen mit 50,28 US-Dollar etwa zwei Dollar mehr als gestern. Auch die für den Heizölpreis entscheidende Notierung von ICE Gasoil legt um etwa 15 Dollar zu und liegt bei 483,50 US-Dollar pro Tonne.

Zu den Preisschwankungen führe laut Analysten die zunehmende Unsicherheit in den Märkten. Sie rechnen deshalb damit, dass die Kursausschläge der letzten Tage auch weiterhin Bestand haben könnten.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs hat am Mittwochnachmittag nach der Veröffentlichung der positiven US-Konjunkturdaten etwas nachgegeben. Die amerikanische Wirtschaft ist nach Einschätzung der US-Notenbank auf Wachstumskurs geblieben. In den meisten Bezirken sei beispielsweise die Nachfrage nach Arbeitskräften etwas gestiegen und in einigen Branchen habe es leichte Lohnsteigerungen gegeben. Die Veröffentlichung des Konjunkturberichts, des sogenannten „Beige Books“, hatte dem Dollar Auftrieb verschafft.

Der Euro liegt am Donnerstag bei 1,1229 US-Dollar, etwas niedriger als am Mittwochmorgen.  Heute steht die europäische Geldpolitik im Mittelpunkt. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) soll neue Entscheidungen zur Zins- und Geldpolitik der Eurozone verkünden.

Heizölpreisentwicklung

Die Entwicklung auf den Ölmärkten wirkt sich auch auf die inländischen Heizölpreise aus. Diese steigen im Vergleich zu gestern um etwa  60 Cent an. Eine 3000 Liter Standard-Lieferung kostet im bundesweiten Durchschnitt damit 57,75 Euro pro 100 Liter.

Unser Tipp: Nutzen Sie unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung und lassen Sie sich über die aktuellen Heizölpreise informieren. So können Sie auch von kurzfristigen Preiseinbrüchen profitieren und Heizöl günstig bestellen. Die Auf- und Abwärtsentwicklungen der Ölpreise in den vergangenen Monaten zeigt, dass sich innerhalb einer Woche ein erhebliches Sparpotenzial beim Heizölkauf bieten kann.

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?