Ölpreise leicht gesunken – Euro auf 5-Wochen-Hoch

Heizölpreise sinken 170317

Die für Verbraucher günstige Kombination aus leicht gesunken Ölpreisen und einem weiterhin starken Euro ergibt heute Morgen auch gesunkene Heizölpreise. Saudi-Arabien spricht sich nach Kuwait nun auch für eine Verlängerung des OPEC-Deals aus.

Ölpreisentwicklung


Nach einer bewegten Handelswoche sind die Ölpreise heute Morgen vorerst stabil und sind gegenüber gestern sogar leicht gesunken. Richtungsweisende Nachrichten fehlten, doch der saudi-arabische Ölminister macht sich nun als zweiter wichtiger OPEC-Vertreter für eine Verlängerung des Kürzungsdeals stark – und mahnte nach Insiderinformationen Irak und Russland zur Einhaltung der Bedingungen.
Der Euro steht inzwischen näher an der 1,08-, als an der 1,07-Dollarmarke und auf einem 5-Wochen-Hoch. Das heizt zwar die Nachfrage auf den inländischen Ölmärkten an, zieht aber auch günstigere Heizölpreise für die Verbraucher nach sich.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:
Der europäische Ölpreis Brent notiert heute Morgen bei 51,62 US-Dollar. Am Donnerstag lag der Schlusspreis bei 51,74 US-Dollar, am Mittwoch waren es  51,81 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis notiert aktuell bei 455,25 US-Dollar, hauchdünn über dem gestrigen Schlusspreis. Dieser lag, genau wie am Mittwoch, bei 455,00 US-Dollar.


Nachdem der Monatsbericht der International Energy Agency (IEA) zur globalen Ölmarktentwicklung festgehalten hatte, dass das Ölangebot im Februar nicht gesunken, sondern trotz Kürzungen gestiegen ist, macht sich nun auch der Ölminister Saudi-Arabiens für eine Verlängerung des Deals stark.
Khalid A. Al-Falih folgt damit seinem kuwaitischen Amtskollegen, der sich bereits zum Wochenbeginn öffentlich geäußert hatte. Das Wort Al-Falihs wiegt aber noch mehr, da Saudi-Arabien der größte Ölproduzent des Kartells – und einer der größten der Erde – ist.
Gleichzeitig hätte Saudi-Arabien laut Insiderinformationen in Gesprächen Russland und Irak ermahnt, die beide eher lax in der Einhaltung des OPEC-Deals sind. Russland ist der größte Ölproduzent der Welt, Irak zweitwichtigstes Mitglied der OPEC. Schon in der Vergangenheit hatte Saudi-Arabien seine Marktposition als Druckmittel eingesetzt, um andere beteiligte Länder zur Ordnung zu mahnen.
Das geschieht aber nicht aus altruistischen Motiven, denn Saudi-Arabien verfolgt mit einem stabilen Ölpreis langfristig auch eigene Interessen. So darf nicht vergessen werden, dass das Staatsunternehmen Saudi Aramco, die größte Erdölfördergesellschaft der Welt, demnächst an die Börse gehen will. Ein hoher oder zumindest stabiler Ölpreis würde die Attraktivität der Aktien beim Börsengang immens steigern.
Dennoch sind die Äußerungen Saudi-Arabiens für die OPEC insgesamt wichtig. Denn nur, wenn sich alle Länder zumindest zu einem großen Teil an ihre vereinbarten Kürzungen halten, hat eine Verlängerung des Deals überhaupt eine Chance. Denn wozu sollte das Kartell niedrigere Förderquoten auch in der zweiten Jahreshälfte verabreden, wenn sich am Ende sowieso niemand daran hält?
Es darf eben nicht vergessen werden, dass die Verabredungen rechtlich nicht bindend sind und nur darauf abzielen, die Ölförderung für die Mitglieder des Kartells wieder rentabel zu machen. Dass Nicht-OPEC-Länder wie Russland Teil dieses Deals sind, ist grundsätzlich enorm wichtig für die Bemühungen, profitieren diese am Ende doch ebenfalls von höheren Ölpreisen. 
Doch wenn der Ölpreis steigt, ist es aus nationalwirtschaftlicher Sicht eben überaus attraktiv, wieder mehr Öl auf den Markt zu werfen – oder sich von vornherein auf die Kürzungen von Mitgliedern wie Saudi-Arabien zu verlassen. Dass Saudi-Arabien das nicht hinnehmen will, ist nachvollziehbar.


Entwicklung Eurokurs


Der Aufschwung des Euro ging heute Morgen weiter. Zum Tagesstart notierte er bei über 1,078 US-Dollar, dem höchsten Stand seit Anfang Februar. Momentan gibt der Kurs leicht nach, bleibt aber stabil über 1,07 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs für Donnerstag bei 1,0726 festgesetzt. 
Handfeste Gründe dafür gibt es nicht, weshalb der Euroschwung auch auf etwas tönernen Füßen steht. Vielmehr werden die Kurse von der Annahme getragen, dass die Europäische Zentralbank noch in diesem Jahr den Leitzins anheben könnte. Auslöser dieser Debatte sind Insiderinformationen aus dem Kreis der EZB – die mit dem österreichischen Ratsmitglied Ewald Nowotny nun auch einen Quellennamen erhalten haben. 
Mario Draghi, EZB-Vorsitzender, hatte in einer Pressekonferenz zum Wochenbeginn diese Annahmen zwar dementiert, doch nicht so endgültig, dass ihm die Marktbeobachter glauben geschenkt hätten.


Heizölpreisentwicklung

Wie schon gesagt, ergeben leicht gesunkene Ölpreise plus starker Euro auch gesunkene Heizölpreise. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,20 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag waren es noch 56,60 Cent. 
Es muss aber betont werden, dass sich dieses Niveau sehr schnell verändern kann, da die Devisenkurse momentan überaus agil sind. Es lohnt sich also, sich die aktuellen Vorteile für europäische Käufer schnell zu sichern und eine Heizöllieferung aufzugeben – vor allem, wenn der Tankinhalt dem Ende zugeht.
Es ist zwar nur schwer vorher zu sagen, was die weitere Entwicklung auf den Märkten für die Heizölpreise bringt – doch zeigen die aktuellen Entwicklungen, dass sich Preise innerhalb eines Tages deutlich verändern können – und zwar aufgrund vielfältiger Faktoren.
Mit dem baldigen Heizölkauf können sich unsere Kunden zurücklehnen und den kurz- und mittelfristigen Preisveränderungen gelassen entgegensehen. Mit einer rechtzeitigen Bestellung sichern Sie sich gute Preise sowie eine schnelle Auffüllung Ihres Vorrats an Heizöl.
Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl Ratenkauf  oder heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.
Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen

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