Ölpreise weiter seitwärts in Wartestellung

Heizoelpreise bleiben gleich 260117

Die Ölpreise befinden sich weiter in Wartestellung. Marktteilnehmer, die auf eher fallende Preise setzten, erhielten gestern durch die Bestandszahlen des US-Energieministeriums weitere Argumente.

Ölpreisentwicklung

Der wöchentliche Bericht des Department of Energy (DOE) hatte gestern in einigen Punkten überrascht und die  Zahlen des zuvor veröffentlichten Berichts des American Petroleum Institute (API) zum US-Ölbestand und der Raffinerieauslastung korrigiert.

Alles deutet auf einen momentanen Nachfragerückgang an Ölprodukten in den USA hin. Das allerdings rückt  die Bemühungen der OPEC und ihrer Partner,  die Angebotsmengen auf den Märkten zu begrenzen, in ein anderes Licht . Die Ölpreise konnten im gestrigen Tagesverlauf ihr Preisniveau halten, drohten aber immer wieder abzurutschen.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent wird heute Morgen um die  55,50 US-Dollar je Barrel gehandelt. Dies ist etwas mehr als der Schlusspreis von Mittwoch (55,08 US-Dollar)  und  auf gleichem Niveau wie  Dienstag (55,44).

 ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert für die Lieferung im Februar aktuell bei 488,00 US-Dollar und somit ebenfalls auf  dem Schlusspreis von Mittwoch (487,75 US-Dollar). Auch hier zeigen sich kaum Bewegungen am Markt: Am Dienstag waren es 488,50 US-Dollar.

Während die Marktteilnehmer auf verlässliche Zahlen aus dem OPEC-Lager zu Produktionskürzungen warten, behelfen sie sich mit anderen Marktzahlen,  um sich eine Meinung zu der Entwicklung der Ölpreise zu bilden.

Die im  wöchentlichen Bericht des American Petroleum Institute (API) zum US-Ölbestand gezeigten Aufbauten der Rohöl- und Produktenbestände wurde gestern im Bericht des Department of Energy (DOE) deutlich gestützt. Darüber hinaus zeigen die Zahlen der Ministeriumsmitarbeiter eine deutlich geringere Aktivität in den US-Raffinerien.

Auch wenn in aller Regel der Jahresanfang nachfrageseitig meist eher verhalten ist, so überraschte doch der deutliche Bestandsaufbau bei Rohöl und Benzin.   

Ebenfalls nicht im Sinne der OPEC Bemühungen ist der gestern veröffentlichte Jahres-Bericht der BP zu lesen. Die Experten des britischen Mineralölkonzerns sehen für die nächsten Jahre  einen Nachfrageanstieg nach Öl von um die +0,7%  im Jahresschnitt. Damit würden, so die Verfasser des Berichtes, die technisch förderbaren Ölreserven den weltweiten Ölbedarf bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zweifach abdecken.

Dies könnte mittelfristig natürlich den Wettbewerbsdruck unter den Förderländern weiter erhöhen und somit die Förderdisziplinen untergraben.

Entwicklung Eurokurs

Der Euro bleibt heute Morgen weiterhin über der 1,07-Marke und notiert aktuell bei 1,0750  US-Dollar  (EZB-Referenzpreis Mittwoch: 1,0743).

Sollen die angekündigten Zinserhöhungen in den USA greifbar werden, so gehen die ersten Experten davon aus, dass der Euro seine Gewinne wieder abgeben wird.  

Da Öl grundsätzlich in Dollar gehandelt wird, hat ein steigender oder fallender Dollarkurs stets Einfluss auf die Preise. Ist der Euro im Vergleich zum Dollar schwach, müssen europäische Käufer unabhängig von der tatsächlichen Preisentwicklung an den Ölmärkten also mehr (auch für Heizöl) zahlen, als wenn der Euro im Gegensatz zum Dollar gewinnt.

Heizölpreisentwicklung

Verbraucher profitieren weiterhin von den Marktzweifeln und damit stabilen Heizölpreisen. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostete im bundesweiten Durchschnitt rund 59,28 Cent pro Liter Heizöl und damit ähnlich viel, wie am  Mittwoch mit 59,22 Cent pro Liter.

Wir raten unseren Kunden dazu, sich das aktuelle Preisniveau schnell zunutze zu machen und sich zum Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere, wenn sich der Tank leert. Auch wenn im Augenblick einiges für eher fallende Preise sprechen mag, sind langfristig fallende Heizölpreise weiterhin eher unwahrscheinlich. Es könnte sich enorm lohnen, sich begehrte Liefertermine in den nächsten Tagen direkt zu sichern, bevor belastbare OPEC-Zahlen für einen deutlichen Preisanstieg beim Heizöl sorgen könnten.

Bedenken Sie außerdem, dass es aufgrund der winterlichen Straßenverhältnisse und einer hohen Nachfrage etwas länger mit der Heizöllieferung dauern kann und bestellen Sie rechtzeitig.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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