OPEC Treffen stützt Ölpreis weiterhin

12. April 2016

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Auch am heutigen Tag erhält der Ölpreis Unterstützung vom bevorstehenden Sondermeeting der großen Ölproduzenten am Sonntag. Zwar sind Analysten zunehmend skeptisch, jedoch sichern sich viele Markteilnehmer vor einer eventuell doch zustande kommenden Einigung ab. So ist der Heizölpreis am heutigen Morgen nochmals etwas gestiegen.

Ölpreisentwicklung

Bereits gestern Morgen startete der Ölpreis relativ fest in den Tag. Zum Nachmittag stieg dieser dann nochmals an, womit sich die am heutigen Morgen gestiegenen Notierungen erklären lassen. Marktteilnehmer bleiben vor dem Meeting am Sonntag eher vorsichtig. Allerdings wird die Skepsis gegenüber diesem Treffen immer größer, da die teilnehmenden Produzenten aktuell eher weniger den Anschein machen, ihre Produktion in naher Zukunft reduzieren zu wollen. Doch alleine die Möglichkeit, dass es zu einer Einigung kommen könnte, stützt die Notierungen weiterhin.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 42,78 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird bei 357,75 US Dollar je Tonne notiert. Beide Notierungen haben damit nochmals etwas zugelegt.

Doch die Meldungen neuer Rekordmarken der russischen Ölförderung im letzten Monat drücken die Hoffnung auf eine tatsächliche Produktionsbeschränkung. Zudem meldete auch der Irak für den Monat März eine Rekordförderung. Kuwait kündigte an, die Produktion ebenfalls steigern zu wollen und die Effizienz bestehender Ölquellen zu steigern. Die Bereitschaft, sich aktiv an einer Begrenzung zu beteiligen, ist damit nicht zu erkennen. Vielmehr erhält man den Eindruck, dass die geförderten Mengen weiter zunehmen werden.

Im März noch schien die Einigung auf eine Begrenzung als relativ sicher. Doch mit den Produktionssteigerungen in den letzten zwei Wochen nahm die Wahrscheinlichkeit dafür immer mehr ab. Schwierig könnte sich vor allem die Teilnahme oder eben Nicht-Teilnahme des Irans gestalten. So stellte Saudi-Arabien kürzlich die Bedingung, dass auch der Iran aktiv an einer Fixierung teilnehmen müsse. Dieser jedoch lehnt jegliche Art von Reduzierung zum aktuellen Zeitpunkt ab.

Zu der scheinbar mangelhaften Bereitschaft kommt die möglicherweise fehlende Wirkung, die ein Einfrieren der geförderten Menge haben könnte. So gehen Analysten davon aus, dass dies keine geeignete Maßnahme zur Reduzierung des Überangebotes wäre. Denn bisher war die Rede von einer Fixierung auf ein Niveau der letzten drei Monate. Da in dieser Zeit jedoch Rekordmengen gefördert wurden, würde das Überangebot damit nur fixiert, jedoch nicht reduziert werden.

Trotzdem hat das am Sonntag anstehende Meeting einen weiterhin stützenden Effekt auf den Ölpreis. Vor diesem Treffen stehen allerdings einige andere wichtige Termin an. Neben den üblichen Berichten zu den aktuellen US-Ölbestandsdaten vom American Petroleum Institute und vom Departement of Energy werden in dieser Woche auch die Monatsberichte von EIA (Internationale Energie Agentur), IEA (International Energy Agency) und OPEC  veröffentlicht. Somit sind starke Schwankungen beim Ölpreis in dieser Woche nicht ausgeschlossen.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs konnte sich auch zum heutigen Morgen etwas steigern und wird aktuell bei 1,1433 US-Dollar notiert.

Damit bleibt der Euro weiterhin gestärkt, was das grundsätzlich in US-Dollar gehandelte Öl für Investoren aus der Euro-Zone günstiger macht. Die amerikanische Währung war letzte Woche unter Druck geraten, nachdem die US-Notenbankchefin Janet Yellen die Aussicht auf eine baldige Fortsetzung des Zinsanhebungskurses ausgebremst hatte. Man werde dabei vorsichtig und langsam vorgehen, so ihre Aussage. Dementsprechend gab der US-Dollar nach.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 44,97 Euro pro 100 Liter. Damit hat sich der Heizölpreis knapp drei Euro vom tiefsten Stand der letzten Woche entfernt.

Trotzdem ist Heizöl im Jahresvergleich um einiges günstiger. So kostete ein Liter Heizöl vor einem Jahr noch knapp 20 Cent mehr.

Aufgrund einer stark nachlassenden Heizöl-Nachfrage in den letzten Wochen sind kurzfristige Lieferungen in fast allen Regionen möglich.

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