Rohölsorte WTI auf Jahrestief – Ölpreise fallen weiter

4. Mai 2017

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DoE-Bericht relativiert positive US-Bestandsentwicklung vom Dienstag. Euro gibt leicht nach.

Ölpreisentwicklung

Nach dem turbulenten Handelstag am Dienstag kehrte auch am Mittwoch kaum Beruhigung ein. Am Dienstagabend sorgten die API-Bestandsdaten an Rohöl und Öl-Produkten in den USA nach erheblichen Verlusten für eine Stabilisierung der Märkte. Am Mittwoch konnte sich diese Entwicklung aufgrund der schwachen Nachrichtenlage nicht mehr fortsetzen und die Preise zogen weiter ins Minus.

Am Nachmittag sorgte der DoE-Bericht für Irritationen. Die vom API-Bericht vermeldeten Rückgänge an Rohöl sowei Benzin- und Dieselprodukten wurden gänzlich revidiert. Als Folge kam es zu weiteren Kursverlusten, welche sich auf dem Vortagesniveau einpendelten.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis Brent notiert am Donnerstamorgen bei 50,65 US-Dollar und liegt damit leicht über dem Schlusspreis vom Mittwoch mit 50,79 US-Dollar. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, notiert aktuell bei 439,00 US-Dollar für die Lieferung im Mai. Der Schlusspreis für Mittwoch lag noch bei 440,25 US-Dollar.

DoE-Bericht relativiert API

Am Dienstag sorgte der wöchentliche Bericht des American Petroleum Institute zu den Beständen von Rohöl und Öl-Produkten für Aufsehen an den Märkten. Nach API  konnte insgesamt ein Rückgang von 4,2 Millionen Barrel Rohöl im US-Markt vermeldet werden. Der API-Bericht wird als Indikator für die Daten des DoE-Berichts betrachtet. Diesmal war er jedoch alles andere als richtungsweisend und die API-Berichtsdaten wurden gestern durchgehend in beide Richtungen revidiert.

Die Lagerbestände an Rohöl sind lediglich um 900.000 Barrel abgebaut worden. Der vom API vermeldete Bestandrückgang von Benzin wurde aufgehoben und es konnte sogar ein leichter Zuwachs vermeldet werden. Einzig die Destillat-Produkte wie Diesel und Heizöl übertrafen die Erwartungen positiv. Insgesamt konnten Abbauten von 600.000 Barrel verzeichnet werden, was die API-Daten noch um 200.000 Barrel übertrifft.

Die Zahlen des Department of Energy betrachten im Gegensatz zum API-Bericht nicht nur die Bestände an Rohöl und Öl-Produkten. Neben den reinen Bestandsdaten werden auch Im- und Exportdaten, aber auch Daten zur Auslastung der Raffinerien und Nachfragedaten berücksichtigt. Daraus ergibt sich für den Handel ein aussagekräftigeres Bild, insbesondere dann, wenn es um die kurzfristige Entwicklung am Öl-Markt geht.

Entwicklung Eurokurs

Nachdem die amerikanische Notenbank FED nach wie vor keine Entscheidung über eine Anpassung des Zinsniveaus getroffen hat, war der Dollar zeitweise im Aufwind. Der Euro geriet in Folge unter Druck und fiel knapp unter die 1,09 Marke. Der Kurs am Donnerstagmorgen liegt bei 1,08860 US-Dollar. Am Mittwoch schloss der Kurs bei 1,08850 US-Dollar. Die EZB hatte den Referenzkurs gestern auf 1,0919 US-Dollar festgelegt.

Für heute werden keine großen Einflüsse auf den Eurokurs erwartet. Die Märkte blicken der bevorstehenden zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in den USA scheinbar mit Gelassenheit entgegen. Der pro-europäische Kandidat Emmanuel Macron liegt nach aktuellen Umfragen weiter vorn.

Heizölpreisentwicklung

Die fallenden Preise und die aktuelle Marktsituation sorgen auch am Donnerstag dieser Woche für einen sinkenden Heizölpreis. Der starke Euro sorgt ebenfalls für positiven Einfluss. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt heute rund 54,81 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch waren noch 55,08 Cent.

Es lohnt sich, dieses Preisniveau zu sichern und sich jetzt für den Heizölkauf zu entscheiden – insbesondere bei einem fast leeren Tank.

Gerade aufgrund der aktuellen Marktsituation ist es völlig unklar, wie sich das Öljahr 2017 letztendlich entwickeln wird. Und dieser Unsicherheit gehen Sie mit einem baldigen Heizölkauf aus dem Weg.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.