Sinkende US-Ölproduktion stützt die Ölpreise

1. März 2016

Heizoelpreis-gestiegen-01-03-2016

Der stark erwartete Produktionsrückgang in den USA gerät mehr und mehr in den Fokus der Marktteilnehmer. So gehen viele aktuell von einer schneller sinkenden Anzahl aktiver Bohranlagen und einem damit einhergehenden Abbau des Überangebots aus. Dies stützt die Notierung für Öl. Zusammen mit dem etwas geschwächten Euro ergibt sich heute ein starker Anstieg beim Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

Im gestrigen Tagesverlauf gewann der Rückgang der aktiven US-Ölbohranlagen zunehmend an Bedeutung. Insgesamt ist die Anzahl innerhalb des letzten Jahres um knapp 60 Prozent zurückgegangen. Zusammen mit Exportausfällen in Nigeria und dem Irak sorgte dies gestern für steigende Ölpreise.

Am heutigen Morgen ergeben sich damit folgende Notierungen:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 36,98 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, welches den inländischen Heizölpreis maßgeblich beeinflusst, wird bei 324,25 US Dollar je Tonne notiert und hat damit um in etwa drei Prozent zugelegt.

Der Rückgang der amerikanischen Ölbohranlagen lässt Analysten vermuten, dass die Produktion in den USA drastischer und schneller zurückgehen werde. Dies würde dem bestehenden Überangebot entgegenwirken, weswegen die Ölpreise im gestrigen Tagesverlauf wieder stiegen.

Trotzdem warnen Marktteilnehmer weiterhin vor der akuten Überversorgung. Denn die Lagerbestände steigen weiter, sowohl in den USA als auch in Europa. Die amerikanischen Läger in Cushing, dem Hauptlager für das amerikanische WTI-Öl,  stehen kurz vor Erreichen ihrer Kapazitätsgrenzen.

Aber auch vor Rotterdam nehme die Anzahl der wartenden Tanker weiter zu. Es würden doppelt so viele Tanker auf eine Abfertigung warten, wie gewöhnlich. Sollten die Läger ihre Kapazitätsgrenzen ausreizen, könnte dies zu einem massiven Preissturz führen. Denn dann müssten Händler ihr Öl mit starken Rabatten am Markt anbieten.

Doch zum aktuellen Zeitpunkt sind die Ölpreise stabil, auch bedingt durch die Produktionsausfälle im Irak und in Nigeria. Dort bestehen Probleme an den Pipelines. Zwar würden die Reparaturen im Irak schnell abgehandelt sein, die Anlagen in Nigeria werden jedoch wahrscheinlich erst Anfang April wieder voll funktionstüchtig sein. Deshalb geht man für die nächste Zeit von einer leicht sinkenden Gesamtproduktion der OPEC aus.  

Entwicklung Eurokurs

Im gestrigen Tagesverlauf rutschte der Eurokurs unter die 1,09 Dollar Marke. Zum aktuellen Zeitpunkt wird der Kurs bei 1,0879 US-Dollar notiert.

Die im Jahresvergleich gesunkenen Verbraucherpreise belasten den Euro. Denn es scheint nun wahrscheinlicher, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldpolitik der Eurozone erneut lockern wird. Damit könnte der Eurokurs erneut nachgeben.

Heizölpreisentwicklung

Der gestiegene Ölpreis und der weichere Euro sorgen heute für einen starken Anstieg beim Heizölpreis. So kostet eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung heute im bundesweiten Durchschnitt 43,57 Euro pro 100 Liter Heizöl.

Weiterhin kann der Heizölpreis sich über der Marke von 40 Cent pro Liter Heizöl halten. Und auch im Laufe der nächsten Wochen erwarten wir keine starke Ausschläge nach unten, sollten die amerikanische Ölbestände nicht überraschen. Trotzdem wird Heizöl auf absehbare Zeit günstig bleiben.

Die aktuell kalten Temperaturen und eine saisonal höhere Heizöl-Nachfrage führen zu zunehmend längeren Lieferzeiten. Auch sehr kurzfristige Lieferungen sowie Notlieferungen für Kaltsteher sind regional schon jetzt nur über eine telefonische Absprache und individuelle Prüfung möglich.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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