Kaum News sorgen für unentschlossene Preisrichtung – aktuell leichter Abwärtstrend bei Ölpreisen

Heizoelpreise steigen 300517

Das geringe Handelsaufkommen aufgrund des Memorial Days in den USA sorgte gestern lediglich für übliche Schwankungen in den Ölpreisen.

Ölpreisentwicklung

Im gestrigen Tagesverlauf setzte der Markt die Neuigkeiten, die wir bereits gestern früh im Morgenreport festgehalten haben, um: Meldungen, dass Saudi-Arabien demnächst deutlich weniger Öl in die USA exportieren will, sorgten zunächst für Preisanstiege, deren Effekte jedoch nicht lange anhielten.

Grundsätzlich zeigte sich gestern dennoch die Tendenz, dass die Enttäuschung über die Ergebnisse des OPEC-Abkommens von Donnerstag einem vorsichtigen Optimismus gewichen ist, wonach sich die Förderkürzungen doch preisstabilisierend auswirken könnten – auch wenn die US-Ölindustrie dabei weiter intensiv beobachtet wird und als Gegengewicht gilt.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

An den Ölbörsen machen sich die aktuell eher spekulative Nachrichtenlage und die damit verbundenen Auf und Abs im gestrigen Tagesverlauf in Zahlen bemerkbar.  Der europäischen Ölpreis Brent notiert aktuell bei 52,06 US-Dollar und ist damit gegenüber dem Schlusspreis von Montag leicht gefallen (52,29 US-Dollar), welcher wiederum über dem Freitagsschluss lag (52,15 US-Dollar).

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, zeigt ähnliche Bewegungen. Der aktuelle Wert von 462,25 US-Dollar rangiert unter dem Montagsschluss von 466,25 US-Dollar, aber über dem Freitagswert mit 461,25 US-Dollar.

Die interessanteste (und ausschlaggebendste) Meldung war gestern die News aus Insiderkreisen der saudischen Ölindustrie, dass das Land demnächst weniger Öl in die USA exportieren will – wir berichteten.

Obwohl Analysten gleichzeitig davon ausgehen, dass die Produktivität der US-Ölindustrie 2017 weiter steigen wird, sind Exportkürzungen von OPEC-Ländern doch ein wichtiges Signal. Denn das heißt, dass die Bemühungen der OPEC um eine globale Angebotsverringerung zumindest in Teilen Erfolg zu haben scheint.

Mit derlei News im Hintergrund setzten gestern die relativ wenigen Trader auf den Handelsparketten Signale, die dafür sprechen, dass die enttäuschten Reaktionen auf das OPEC-Abkommen vom 25. Mai jetzt eher einem vorsichtigen Optimismus gewichen sind. Zwar dürfte das Ölkartell nicht im Alleingang dafür sorgen können, dass das Überangebot an Öl komplett beseitigt wird, aber stabilere Preise werden nun doch erwartet.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs zeigt momentan nach unten. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,1138 US-Dollar, auch wenn der EZB-Referenzpreis für Montag noch darunter bei 1,1188 US-Dollar lag.

EZB-Präsident Mario Draghi hatte gestern in seiner Rede vor dem Europaparlament betont, dass sich an momentanen lockeren Geldpolitik wenig ändern dürfte – obwohl Analysten gute Voraussetzungen für das Gegenteil sehen.

Im Verlaufe des heutigen Tages könnten Kursimpulse sowohl aus dem Euroraum als auch aus den USA kommen, wenn zahlreiche Konjunkturdaten vermeldet werden.

Heizölpreisentwicklung

Das Zünglein an der Waage der Preisentwicklung bei Heizöl ist heute Morgen eher der Eurokurs, der letztendlich für leicht gestiegene Heizölpreise sorgt. Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 56,44 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag waren es noch 55,79 Cent.

Sollte sich die optimistische Tendenz an den Märkten auf breitem Niveau einpendeln, dürfte es mit den Heizölpreisen (auch aufgrund einer größeren Ölnachfrage in den USA) demnächst nach oben gehen. Darum lohnt es sich, jetzt den Heizölkauf in Angriff zu nehmen und sich das aktuelle Preisniveau zu sichern – insbesondere, wenn sich der Tank leert.

Gerade mit Blick auf den kommenden Winter ist ein jetziger Heizölkauf eine wirtschaftlich sinnvolle Entscheidung, da zum Jahresende hin nach aktuellen Einschätzungen deutlich höhere Preise erwartet werden können.

So greifen Sie den Entwicklungen in Ihrem Sinne vor und machen sich unabhängig von den Preisveränderungen an den Märkten.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

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