US-Ölbestandsabbauten stabilisieren Ölpreis

22. März 2016

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Geringe Bestandsabbauten in Cushing/Oklahoma und die in Aussichtsstellung einer Beteiligung des Iran an Produktionsbeschränkung in der Zukunft stützen den Ölpreis heute. Somit ergeben sich geringfügig gestiegene Heizölpreise.

Ölpreisentwicklung

Eine zunehmende Anzahl amerikanischer Ölförderanlagen hatte dem Ölpreis gestern Morgen einen kleinen Dämpfer verpasst.  Die Meldung, dass in einem der wichtigsten Öllager der USA geringe Bestandsabbauten zu erwarten seien, bremste eine deutliche Abwärtsbewegung jedoch aus. Hinzu kamen Aussagen des Generalsekretärs der OPEC, der eine Beteiligung des Irans an Produktionsbeschränkungen in der Zukunft nicht ausschließt. Beides stütze den Ölpreis im Tagesverlauf.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 41,31 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird bei 367,50 US Dollar je Tonne notiert. Beide Notierungen haben damit die Verluste des gestrigen Tages wieder ausgeglichen und sogar geringfügig zugelegt.

Abdalla Salem el-Badri, der Generalsekretär der OPEC, äußerte sich gestern zum geplanten Treffen der großen Ölproduzenten am 17. April. Er sagte aus, dass alle OPEC-Mitglieder eingeladen seien. Jedoch stehe noch nicht fest, wer tatsächlich alles teilnimmt.

Eine Teilnahme des Irans sei nicht auszuschließen. Allerdings werde sich das Land zum aktuellen Zeitpunkt nicht an dem Abkommen beteiligen. El-Badri betonte aber auch, dass der Iran das Einfrieren der Fördermengen auf das Niveau vom Januar nicht vollständig ablehnt. Es sei gut möglich, dass eine Beteiligung zu einem späteren Zeitpunkt folgt.

Jedoch verdeutlichte el-Badri auch, dass der Fokus zurzeit auf der Begrenzung des Angebotswachstums liege. Trotzdem sehen einige Analysten in einer Einigung der Teilnehmer den Grundstein für Produktionskürzungen in der Zukunft, was den Ölpreis bereits in den letzten Wochen stützte.

Ein weiterer wichtiger Faktor der Ölpreisentwicklung ist am heutigen Tag die US-Ölförderung. Die Meldung einer Zunahme der Förderanlagen dort hatte den Ölpreis gestern belastet. Für manche Analysten ist dies ein Anzeichen dafür, dass die amerikanische Ölförderung noch nicht vollständig abzuschreiben ist. Scheinbar ist die Produktion selbst bei dem derzeit geringen Preisniveau noch rentabel.

Marktteilnehmer hatten bereits in der letzten Woche vor einem zu schnellen Preisanstieg gewarnt. Letzten Sommer hatte dies in den USA dazu geführt, dass einige Produktionsstätten wieder rentabel wurden. Damit baute man das sowieso schon bestehende Überangebot weiter aus, was im Herbst zu einem massiven Preisverfall geführt hatte. Experten schließen die Möglichkeit einer Wiederholung in der aktuellen Situation nicht aus.

Denn trotz des Bestandabbaus in Cushing/Oklahoma liegen die landesweiten Bestände in etwa 165 Mio. Barrel über dem Niveau von vor zwei Jahren. Demnach ist die Überversorgung immer noch akut und weitere Aufbauten würden die Öllager an ihre Kapazitätsgrenzen bringen. Sollte dies eintreten, ist ein starker Ölpreisverfall sehr wahrscheinlich.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs kann sich heute in etwa auf dem gestrigen Level halten und wird aktuell bei 1,1204 US-Dollar notiert.
Für heute stehen in der Eurozone einige wichtige Indikatoren zur aktuellen wirtschaftlichen Situation an. Diese könnten im Tagesverlauf Einfluss auf den Wert des Euros nehmen.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 46,64 Euro pro 100 Liter.

Damit ist der Heizölpreis heute wieder etwas gestiegen. Schaut man sich jedoch die Preise von vor einem Jahr an, so ist Heizöl heute knapp 15 Euro günstiger. Und auch auf absehbare Zeit wird Heizöl günstig bleiben.

In den letzten Wochen hat die Heizöl-Nachfrage stark nachgelassen, sodass nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten gerechnet werden muss.

Wer noch genügend Heizöl im Tank hat und auf noch günstigere Heizölpreise spekulieren möchte, sollte unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung nutzen oder einen Wunschpreis anlegen. So können Sie auch von kurzfristigen Preisrückgängen profitieren und Heizöl günstiger bestellen.

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