Wahrscheinlichkeit zu Kürzungen nimmt ab

15. März 2016

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Eine Produktionsbeschränkung scheint zunehmend unwahrscheinlicher. Denn mittlerweile unterstützt Russland den Iran in dem Bestreben, die Fördermenge weiter auszubauen. Zusammen mit den steigenden US-Ölbeständen ergibt sich für heute somit ein fallender Heizölpreis.

Ölpreisentwicklung

In den letzten Wochen wurde zunehmend mit einer Reduzierung der Ölfördermenge gerechnet. Viele OPEC-Mitglieder hatten dem Vorschlag bereits zugestimmt, die Mengen auf das Niveau vom Januar einzufrieren. Allerdings lehnte sich vor allem der Iran gegen eine Einschränkung, da dort erst im Januar die Sanktionen gegen das Land aufgehoben wurden.

Nun bietet Russland dem Iran Rückenwind, in dem es Verständnis für die dort geplante Produktionssteigerung entgegenbringt. Es scheint damit mehr und mehr unwahrscheinlich, dass der Iran einer Produktionsbegrenzung zustimmen wird. Unteranderem dies sorgt heute für sinkende Preise beim Heizöl.

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der europäische Ölpreis-Index Brent wird aktuell bei 39,15 US Dollar je Barrel gehandelt. ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, wird bei 355 US Dollar je Tonne notiert.

Zum aktuellen Zeitpunkt scheint für ein Sondermeeting der OPEC mit einigen Nicht-OPEC-Mitgliedern noch keine Einladung ausgesprochen zu sein. Zunehmend geht man davon aus, dass ein Meeting, wenn überhaupt, erst im April stattfinden könnte. Dies drückt die Ölpreise, da Händler auf Bewegung am Markt hoffen.

Ein weiterer Einflussfaktor ist zurzeit das amerikanische Öl. Trotz stark rückläufiger Anzahl an US-Förderanlagen ist die Menge an gefördertem Öl nicht viel geringer als noch vor einem Jahr.

Aufgrund der nun schwindenden Aussicht auf Produktionsbeschränkungen sowie der bestehenden Überversorgung könnten in dieser Woche die US-Ölbestandsdaten  wieder von entscheidender Bedeutung sein. Die Öllager geraten immer näher an ihre Kapazitätsgrenzen. Sollten diese erreicht werden, könnte es zu einem massiven Preissturz kommen. Es bleibt nun abzuwarten, was das Departement of Energy  (DOE - Energieministerium der Vereinigten Staaten) am morgigen Nachmittag berichten wird. Bestätigt das DOE die Daten, sind Abwärtsspielräume nach unten sehr wahrscheinlich.

Entwicklung Eurokurs

Der Eurokurs ist am heutigen Morgen mit geringen Verlusten in den Tag gestartet. Zurzeit wird er bei 1,1098 US-Dollar notiert.

Am Devisenmarkt wartet man gespannt auf die morgige Zinssitzung der amerikanischen Notenbank Fed. Bis dahin würden Händler sich zurückhalten. Sollte die Fed den Leitzins anheben, würde dies den US-Dollar stärken.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Heizöl-Lieferung kostet heute im bundesweiten Durchschnitt 45,92 Euro pro 100 Liter. Damit ist der Heizölpreis im Vergleich zum Vordienstag um mehr als einen Euro gesunken.

Da die Heizöl-Nachfrage in den letzten Tagen stark nachgelassen hat, ist nur noch in wenigen Regionen mit längeren Lieferzeiten zu rechnen.

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