Charmant, aber teuer: 3 Heiztipps für Altbauwohnungen

Drei Heiztipps für das Heizen in Altbauwohnungen - 19.08.19

Hohe Decken, kleine Fenster, mäßige Energieeffizienz: Der Altbau ist charmant, aber tückisch, wenn es darum geht, ihn im Winter angenehm warm zu halten. Wird es draußen kalt und ungemütlich, werden die Heizungen aufgedreht.

Besonders in einer Altbauwohnung spart cleveres Heizen Geld und beugt Schimmelbildung vor.


Damit Sie in Ihrer Altbauwohnung gut und günstig durch den Winter kommen, haben wir für Sie einige Tipps zum richtigen Heizen in Altbauwohnungen zusammengestellt.
 

Tipp 1: Die richtige Temperatur

 

Wer es warm und kuschelig haben will, ist schnell verleitet, die Heizung voll aufzudrehen, damit der Raum trotz seiner hohen Decken schnell aufgeheizt wird. Hier liegt bereits der erste Fehler.

Fallen die Temperaturen draußen, ist es ratsam, die Innentemperatur auf einem konstanten Mindestmaß von 15 bis 16 °C zu halten. Meist liegt diese Temperatur auf dem Heizthermostat zwischen der 2 und der 3. Stellen Sie alle Heizungen auf diese Einstellung, sobald die Raumtemperatur diese Grenze unterschreitet. Bei 15 bis 16 °C Raumtemperatur bildet sich an kalten Außenwänden nur wenig Kondenswasser. Das beugt Schimmelbildung vor. Für wenig genutzte Räume wie Schlaf- oder Gästezimmer ist diese Temperatur ausreichend. In Ihrer Abwesenheit und in der Nacht genügt sie für alle Räume.

Ausgehend von dieser Mindesttemperatur können Sie Ihre Wohnräume bei Bedarf aufheizen. Das kostet weniger Energie, als einen völlig kalten Raum auf eine angenehme Temperatur zu heizen. Auch hier gilt: Heizen Sie den Raum nicht zu warm. Stellen Sie die Heizung auf die 3. Damit erreichen Sie eine angenehme Temperatur um die 20 °C. Zu kalt? Ziehen Sie lieber einen Pulli über, denn jedes Grad wärmer steigert Ihre Heizkosten um sechs Prozent.
 

Tipp 2: Gut durchlüften

 

Der Altbau hat meist ein Manko, das ihn im Winter zu einem eher unangenehmen Wohnraum macht: Er neigt durch seine kalten Außenwände schnell zu Schimmelbildung.
Richtiges Heizen auf einer konstanten Mindesttemperatur beugt dem vor, doch ebenso wichtig ist eine regelmäßige Zufuhr von Frischluft, damit verbrauchte und feuchte Luft ausgetauscht wird.

Es kostet Überwindung, bei eisigen Temperaturen die Fenster zu öffnen, doch es lohnt sich. Denn nach dem Lüften ist frische Luft im Raum, die für ein angenehmes Klima sorgt, Schimmelbildung nicht unterstützt und sich leichter heizen lässt als verbrauchte Luft. Öffnen Sie zwei bis drei Mal am Tag alle Fenster und Türen für etwa fünf bis zehn Minuten. So wird alte Luft schnell gegen Frischluft ausgetauscht und der Raum kühlt nicht völlig aus.

Nach dem Durchlüften ist Ihre Wohlfühltemperatur also schnell wieder erreicht. Drehen Sie dabei die Heizung ab, um eine Fehlreaktion des Thermostates zu vermeiden. Registriert es den Temperatursturz, wird es übermäßig nachheizen. Die Energie entweicht dann über die offenen Fenster nach draußen.
 

Tipp 3: Guter und schlechter Wärmestau

 

Achten Sie auf eine freie Luftzirkulation um Ihre Heizkörper.
Möbelstücke, Vorhänge oder Verkleidungen dicht an den Heizkörpern verhindern, dass sich die aufgeheizte Luft im Raum verteilen kann. Verdeckte Heizkörper benötigen bis zu 40 Prozent mehr Energie, um einen Raum auf der eingestellten Temperatur zu halten.

Nutzen Sie Wärmestau stattdessen positiv, indem Sie verhindern, dass Wärme über Ihre Fenster entweicht. Glasflächen sind vor allem im Altbau selten mit einer guten Wärmedämmung ausgestattet. Deshalb entweicht über die Fenster viel Wärme, auch wenn sie geschlossen sind.

Rollläden, Jalousien und Vorhänge können hier Abhilfe mit einer dämmenden Luftschicht schaffen. Doch wie bereits erwähnt: Halten Sie die Vorhänge fern von den Heizkörpern.

 

Mit diesen Tipps kommen Sie warm und ohne Schimmel durch den Winter. Der Herbst steht vor der Tür und die neue Heizsaison beginnt bald. Testen Sie diese Tipps und freuen Sie sich nach der Saison über reduzierte Heizkosten.

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