Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 13. Kalenderwoche 2014

Heizölpreis gleich bleibend - KW 13

Auch in der vergangenen Woche war die Krim-Krise der entscheidende Faktor für die Heizölpreisentwicklung. Die Befürchtung einer weiteren Eskalation oder vor Sanktionen die auch den russischen Energiesektor treffen könnten, verhindert eine Abwärtsbewegung bei den Ölpreisen. Grundsätzlich ist der Markt gut versorgt, was vordergründig auf die
turnusmäßigen Wartungsarbeiten an Raffinerien und der damit verbundenen geringen Öl-Nachfrage zurückzuführen ist.

Zum  Wochenbeginn haben sich die Öl- und Heizölpreise kaum verändert. Die gute Versorgungslage hätte eigentlich zu sinkenden Ölpreisen führen können. Durch die saisonalen Wartungsarbeiten an vielen Raffinerien bleibt die Rohölnachfrage unter Normalniveau. Doch die Ankündigung zusätzlicher Sanktionen gegenüber Russland durch die USA sorgte für Zurückhaltung am Ölmarkt. Es wurde befürchtet, dass die Sanktionen auch den Energiesektor treffen könnten.

Zur Wochenmitte verhinderte auch die Sperrung eines Schiffs-Kanals in Houston ein Abwärtskorrektur der Ölpreise. Nach einer Schiffskollision liefen größere Mengen Öl aus, woraufhin der Kanal gesperrt werden musste. Über diesen Kanal werden mehrere Raffinerien im Großraum Houston mit dem Golf von Mexiko verbunden. Durch die Sperrung waren sowohl die Anlieferung von Rohöl, als auch der Abtransport von Produkten nicht möglich.

Zum Ende der Woche sorgten die Ölbestandsdaten des DOE (Department of Energy) für einen Rückgang der Ölpreise. Die Daten des amerikanischen Energieministeriums zeigten massive Aufbauten bei den amerikanischen Rohöl- sowie Destillatebeständen. Als Destillate werden die Produkte Heizöl und Diesel bezeichnet. In der Folge gaben vor allem die Preise für Gasöl nach. Gasöl ist das börsengehandelte Vorprodukt von Heizöl und Diesel.

Vor dem Wochenende war erneut die für die letzten Wochen typische Aufwärtsbewegung bei den Öl- und Heizölpreisen zu beobachten. Am Ölmarkt wurde wieder verstärkt gekauft, um sich gegen steigende Ölpreise über das Wochenende abzusichern.  Andeutungen von US Präsident Obama, Energieexporte in Form von Öl und Gas zu genehmigen, deuten auf den Wunsch nach einer Ausweitung der Sanktionen auf diesen Bereich hin. Bisher ist es in den USA per Gesetz verboten, Rohöl und Gas zu exportieren.

Auch wenn die amerikanischen Energielieferungen kurzfristig helfen die Auswirkungen fehlender russischer Importe abzuschwächen, so würde eine Verknappung des Angebots wohl zwangsweise zu steigenden Preisen für Öl und Gas führen. Daher scheuen es die Händler jetzt, auf fallende Preise zu spekulieren.

Die weitere Heizölpreisentwicklung bleibt ungewiss. Der guten Versorgungslage steht der Konflikt des Westens mit Russland gegenüber. Allerdings führte dieser in den letzten Wochen nur zu geringen Bewegungen an den Märkten. Sollte weitere Sanktionen ausbleiben, sehen wir gute Chancen für sinkende Öl- und Heizölpreise.

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