Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 20. Kalenderwoche 2014

19. Mai 2014

Heizoelpreis gleich bleibend - KW20

Der Preis für Heizöl bleibt im Vergleich zur vergangenen Woche konstant bei ca. 78 bis 79 Cent pro Liter im bundesweiten Durchschnitt bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern. Der Eurokurs steht dagegen weiter unter Druck. Die prognostizierte Entwicklung geht tendenziell abwärts. Die Euroschwäche verteuert das in Dollar gehandelte Rohöl und somit auch die
inländischen Heizölpreise.

Der Euro kämpfte auch in dieser Woche mit der Ankündigung aus der Rede des EZB Präsidenten vom letzten Donnerstag, im Juni die Geldmenge weiter auszuweiten. Dies soll zum einen die Deflationsgefahr senken, aber letztendlich auch Investoren vom Euro fern halten. Der zuletzt sehr hohe Euro-Wechselkurs von fast 1,40 Dollar belastet vor allem die schwächeren Volkswirtschaften Europas, da sich deren Exporte außerhalb der Eurozone verteuern und in Folge dessen deren Wettbewerbsfähigkeit leidet.

Prognosen von einigen Banken und Analysten zu Folge könnte der Eurokurs bis zum Ende des Jahres unter die 1,30 US-Dollar Marke sinken. Dies würde eine erhebliche Verteuerung des in Dollar gehandelten Öls bedeuten und den Heizölpreis zwangsweise kräftig steigen lassen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Lockerung der europäischen Geldpolitik im Juni tatsächlich wahrgemacht wird. Die zeitnahe Entwicklung des Euros hängt auch von aktuellen Konjunkturdaten ab. Ein schwaches BIP bei niedriger Inflation macht den Eingriff der EZB im Juni wahrscheinlicher. Vermutlich würde der Euro weiter sinken. Anderenfalls könnte man davon ausgehen, dass sich der Euro wieder stabilisiert und damit zu einem günstigen Preisniveau beim Heizöl beiträgt.

Zu Beginn der Woche kamen noch positive Nachrichten aus Libyen. Die Regierung soll sich mit den Demonstranten geeinigt haben sollen, die bislang wichtig Pipelines für den Öltransport blockiert halten. Damit sollte sich die Ölproduktion in Kürze verdreifachen. Die Ankündigung gab dem Ölpreis ein wenig Abwärtspotenzial, das aber durch die vielen folgenlosen Ankündigungen dieser Art begrenzt bleibt.

ie jüngsten Ölbestandsdaten aus den USA zeigen, dass die Ölvorräte dort außerordentlich hoch sind, jedoch nicht die Bestände der benötigten Sorten. Vor allem die Benzinnachfrage ist stark gestiegen. Analysten befürchten, dass die in den Sommermonaten noch weiter steigende Nachfrage nicht gedeckt werden könnte.

Stützend für die Öl- und Heizölpreise wirkt sich weiterhin der Ukraine-Konflikt aus. Dieser ist und bleibt somit der größte Unsicherheitsfaktor am Ölmarkt. Das Risiko eines Bürgerkrieges und die bestehende Drohung von Sanktionen gegen Russland halten die Ölpreise auf höherem Niveau.
So kündigte die Ukraine zwar in der vergangenen Woche an, ausstehende Forderungen aus den Gaslieferverträgen mit Russland zu begleichen, jedoch behält sich Russland die Unterbrechung der Gaslieferungen an die Ukraine vor, falls die Zahlungen ausbleiben.

Ein möglicher Kompromiss würde auch die Sicherheit der Versorgung des europäischen Energiemarktes erhöhen. Bereits der Gaskonflikt im Jahr 2009 bewies, dass Europa von einer Lieferunterbrechung durch die Ukraine nicht verschont blieb. Das Verlangen und der Ausblick auf eine sichere Versorgung könnten den Kaufdruck auf den Energie-Märkten reduzieren und das Preisniveau sinken lassen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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