Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 46. Kalenderwoche 2014

Heizoelpreis gleich - KW46

Sowohl die Heizölpreise als auch die Ölpreise haben sich über die vergangene Handelswoche hinweg nach unten orientiert und einen neuen Tiefststand erreicht. Im EIA Monatsreport wurde die überversorgte Marktlage erneut bestätigt und der Bedarf für 2015 wird zudem niedriger erwartet. Lediglich der schwache Euro hatte stärkere Preisnachlässe beim Heizöl hierzulande ausgebremst.

Anfang der Woche sind die Ölpreise noch etwas gestiegen da die winterbedingte Nachfrage in den USA für einen Abbau der Produktbestände gesorgt hatte. Marktteilnehmer rechnen jedoch nicht mit Versorgungsengpässen, da die Raffinerien zum Jahresende für gewöhnlich ihre Verarbeitung ankurbeln.

Auch in Libyen gab es kurzzeitig Probleme bei der Ölproduktion. Nachdem das größte Ölfeld des Landes von einer bewaffneten Gruppe besetzt wurde, stockte die Produktion vorübergehend. Mitte der vergangenen Woche konnte die Produktion aber wie angekündigt wieder aufgenommen werden.

Positives gibt es auch aus dem Irak zu berichten. Dort soll es eine Einigung zwischen der  Zentralregierung  und der halbautonomen Region Kurdistan im Norden des Landes zur zukünftigen Verteilung von Öleinnahmen gegeben haben. Bisher bestand die Zentralregierung in Bagdad darauf, alle Rohölexporte und die daraus entstehenden Einnahmen auch zentral zu verwalten.

Diese vorläufige Einigung könnte es den Kurden ermöglichen ihre hohen Kapazitäten in der Rohölförderung auszubauen. Das wiederum würde das Öl-Angebot des bereits überversorgten Marktes zusätzlich erhöhen und könnte die Preiskämpfe innerhalb der OPEC verstärken.

Am Mittwoch veröffentlichte die EIA (Energy Information Administration, amerikanisches Amt für Energiestatistik) ihren Monatsreport, woraufhin die Ölpreise mächtig unter Druck gerieten. Die EIA  geht auch für das kommende Jahr von einem sehr intensiven Wettbewerb am Ölmarkt aus und reduzierte die Preisprognosen für WTI und Brent sehr drastisch.

Der Ölpreis ist aktuelle um rund 30 Dollar günstiger als im Sommer dieses Jahres.  Da der Euro im gleichen Zeitraum ca. 10 Cent gegenüber dem US-Dollar verloren hat, sind die inländischen Heizölpreise prozentual weniger gesunken als die Ölpreise. Dennoch erreicht der Heizölpreis zum Ende der Handelswoche mit 71,65 Euro pro 100 Liter im bundesweiten Schnitt (3.000 Liter Standard-Lieferung) ein neues Langzeit-Tief.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?