Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 50. Kalenderwoche 2014

15. Dezember 2014

Heizoelpreis gefallen - KW50

Die Ölpreisentwicklung in der vergangenen Woche war eindeutig. Die Ölpreise haben sich jeden Tag, Stück für Stück nach unten bewegt. Die Woche endete für die Ölpreise dann mit einem neuen 5-Jahrestief. Die Überversorgung wurde zudem wieder mehrfach bestätigt. Auch die Heizölpreise haben sich nun schon seit mehr als einer Woche kontinuierlich nach unten bewegt und sind damit ebenfalls so günstig wie seit fast fünf Jahren nicht mehr.

Die vergangene Handelswoche hat wieder einmal gezeigt, dass es momentan keinen Grund zur Annahme gibt, dass die Ölpreise sich in geraumer Zeit wieder auf höherem Niveau stabilisieren werden.

Seitens der OPEC gibt es weiterhin keine Anzeichen für Maßnahmen gegen den Preisfall. Der Preisdruck innerhalb des Kartells nimmt eher weiter zu. Libyen plant seine Produktion weiter zu erhöhen und Saudi-Arabien, der Irak und Kuwait haben ihre Verkaufspreise für Rohöllieferungen im Januar gesenkt.

In den USA wächst die Ölproduktion trotz der fallenden Ölpreise weiter. Zwar rechnen Experten mit einem schwächeren Wachstum im kommenden Jahr, insgesamt soll das US Ölproduktionswachstum aber höher sein als in 2014.

Die Überversorgung wurde außerdem mit den offiziellen Zahlen des DOE zu den US Ölbeständen bestätigt. Die Rohölverarbeitung ist unerwartet stark gestiegen, trotzdem sind die Rohölbestände sehr hoch. Das deutet auf einen erhöhten Rohölimport und die gestiegene US Förderung hin. Die Produktnachfrage ist dagegen gesunken, deshalb sich auch bei den Produktbeständen deutliche Aufbauen ergeben haben.

In ihren aktuellen Monatsreports haben sowohl die OPEC als auch das amerikanische Amt für Energiestatistik EIA ihre Prognose für den weltweiten Ölverbrauch und die Ölpreisentwicklung erneut nach unten korrigiert. Die OPEC geht außerdem von einer steigenden Öl Förderung durch Nicht-OPEC-Länder aus, was einen sinkenden Bedarf nach OPEC-Öl zur Folge hätte.

Zwar ist der Eurokurs Mitte der Woche kurzzeitig auf 1,2247 Dollar und damit den tiefsten Stand seit über zwei Jahren gefallen, der Preisfall bei den Heizölpreisen wurde dadurch aber nicht ausgebremst. Im Laufe der Woche sind die Heizölpreise um rund 9,00 € pro 100 Liter gesunken und erreichten damit einen neuen Tiefstand.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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