Aktuelle Heizölpreise – TOTAL-Wochenrückblick, 08. Kalenderwoche 2014

24. Februar 2014

Heizölpreis steigend KW08

Die Öl- und Heizölpreise sind in der vergangenen Woche wieder etwas angestiegen. Grundsätzlich bleibt Heizöl aber günstig. Vergleicht man den aktuellen Heizölpreis mit dem vor einem Jahr, ergibt sich ein Preisvorteil von ca. 10 Prozent. Gegenüber dem Heizölpreis von Mitte Februar 2012 liegt der Vorteil sogar bei 15 Prozent. Grund hierfür ist neben dem niedrigeren
Ölpreis und dem festen Eurokurs auch die fehlende inländische Heizöl-Nachfrage.

Jahreszeitliche Preisschwankungen sind heute nur noch minimal, betragen ein bis zwei Cent je Liter. Aktuell sind selbst die ein bis zwei Cent nicht vorhanden, wie der Winter selbst. Durch den fehlenden Verbrauch ist auch die Heizöl-Nachfrage sehr schwach. Dadurch stehen allen Händler ausreichend Transportkapazitäten zur Verfügung, ein Preisanstieg aufgrund von Knappheit ist nicht vorhanden. Auch die Straßen in Deutschland sind frei von Schnee oder Eis, sodass selbst kurzfristige Lieferungen ohne erhebliche Zusatzkosten realisiert werden können.

 

Während das Wetter in Deutschland schon seit geraumer Zeit an den Frühling erinnert, stehen im Nordosten der USA Schnee und Eis weiter auf der Tagesordnung. In der vergangenen Woche sind die Temperaturen zwar etwas gestiegen, aber bereits zu Beginn der nächsten Woche wird eine weitere Kältewelle erwartet, die dann bis zum März anhalten soll. Das Heizöl was hier nicht ge- und verbraucht wird, steht dem amerikanischen Markt zur Verfügung.

 

Durch die hohe Nachfrage in Amerika, ist der Preis für das börsengehandelte Heating-Oil so weit angestiegen, dass es für US Händler günstiger ist, das Produkt aus Europa mit Tankern zu importieren. Der europäische Preis für Gasöl, dem börsengehandelten Vorprodukt  von Heizöl und Diesel, ist in den letzten zwei Wochen um über 40 Dollar pro Tonne gestiegen, ein Zuwachs von über vier Prozent. Hauptsächliche Ursache ist die Nachfrage aus Übersee.

Zusätzlich stützen geopolitische Risiken im Südsudan, Libyen und nun auch Venezuela die Ölpreise. In Venezuela, OPEC Mitglied und größter Ölproduzent Südamerikas, kommt es derzeit zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Bisher alles ohne Auswirkung auf die Öl-Industrie, für Händler trotzdem ein weiterer Risikofaktor. In Libyen und dem Südsudan ist nach neuen Protesten und gewaltsamen Auseinandersetzungen die Ölförderung und damit auch der Export erheblich reduziert worden.

Die Perspektive für die Heizölpreisentwicklung bleibt weiter recht freundlich. Der Euro zeigt sich stabil und profitiert dabei von gemischten Konjunkturdaten aus den USA. Witterungsbedingt bleiben der Heizölverbrauch und die Nachfrage in Europa vergleichsweise gering. Die Rohölnachfrage wird durch Wartungsarbeiten an den Raffinerien abnehmend erwartet. Die Raffinerien müssen ihre Produktion nach und nach auf Sommerware umstellen. Da auch der Winter in den USA bald ein Ende haben sollte, könnten die Heizölpreise sogar noch etwas sinken.

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