Aktuelle Marktlage lässt Heizölpreise steigen

18. Juni 2014

Die instabile Lage des Iraks und eine Explosion einer Gaspipeline in der Ukraine lassen die Preise an den Ölbörsen weiter ansteigen. Die kurzfristige Heizölpreisentwicklung deutet dadurch ebenfalls nach oben. Der Euro kann sein Niveau halten und wird mit 1,3547 US-Dollar gehandelt.

Anleger warten heute auf die geldpolitische Entscheidung der amerikanischen Notenbank FED. Vor allem wann es zu einer Zinswende in den USA kommt ist von Interesse. Konjunkturdaten aus Deutschland und der EU fielen enttäuschend aus und blieben hinter den Erwartungen der Marktteilnehmer. Dies könnte den Euro wieder unter Druck setzen.

In den USA wurden gestern die offiziellen Öl-Bestandsdaten veröffentlicht. Es wurde eine erneut gesunkene Raffinerieauslastung verzeichnet, was der Jahreszeit entsprechend ungewöhnlich ist. Zudem wurden erhebliche Abbauten von Rohöl gemeldet trotz gesunkener Raffinerieauslastung. Die gesunkenen Rohölbestände werden durch die gesunkenen Importe in die USA begründet. Am Markt führte die Meldungen der Bestandsdaten zu leicht steigenden Ölpreisen.

Die geopolitische Lage im Irak hat sich nicht verbessert. Beobachter vermuten einen länger anhaltenden Bürgerkrieg. Ca. zwei Mio. Bürger schließen sich derzeit den Regierungsgruppen an um gegen die islamistische Terrorgruppe ISIS zu kämpfen. Die Ölanlagen im Süden des Landes bleiben zwar weiterhin von den Kämpfen verschont, es wird jedoch befürchtet, dass sich dies bald ändern werde. Langfristig geplante Investitionen in die Ölförderung werden auf Grund der instabilen Lage und nicht gegebener Sicherheit möglicherweise eingestellt. Ausfälle der irakischen Ölexporte können von der OPEC nicht gedeckt werden, was zu weitere Preissteigerungen führen würde.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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