DOE: Gesunkene US-Rohölbestände – Heizöl teurer

1. August 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis am Donnerstag teurer 01.08.19

Was das API ankündigte, bestätigte gestern das DOE: Die US-Rohölbestände sind erneut stark gesunken. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank wog jedoch schwerer und belastete den Ölpreis. Heizöl geht jedoch mit dem nachlassenden Eurokurs mit und ist deshalb heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: US-Rohölbestände gehen erneut stark zurück
  • Fed senkt Leitzins
  • Brent bei 64,37 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 597,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1.1050 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 69,39 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 69,39 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 69,13 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

Zuspitzung des Iran-Konflikts

 Vorerst keine weiteren US-Strafzölle gegen China

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

 

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

 USA steigern Produktion weiter deutlich

 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,37 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 65,24 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 64,31 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 597,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 601,25 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 599,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 01.08.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Preisanstieg vom Dienstagabend aufgrund der Bestandsdaten des American Petroleum Institute (API) und der Ankündigung eines Marinemanövers durch den Iran fand gestern Vormittag seine Grenze nach oben. Auch Unterbrechungen der Förderung auf Libyens größtem Ölfeld trugen nicht zu einem weiteren Preisanstieg bei.

Die Marktteilnehmer warteten den Wochenbericht des Department of Energy (DOE) ab, der Klarheit über den erneut überraschend hohen US-Ölbestandsrückgang geben sollte. Außerdem stand auch die Zinsentscheidung der US-Notenbank an. Deshalb kam der Ölkurs zunächst kaum in Bewegung.

Am Nachmittag wurde der DOE-Bericht veröffentlicht. Er bestätigte den starken Rückgang der US-Ölbestände, den das API bereits angekündigt hatte. Die Vorräte von Rohöl gingen sogar stärker zurück. Das sorgte für einen sehr kurzfristigen Kurssprung nach oben, die Entscheidung der US-Notenbank wog jedoch schwerer.

Sie entschied sich für eine Zinssenkung um 0,25 Basispunkte und schloss dabei weitere Schritte aus. Da die Marktteilnehmer davon ausgehen, dass ein einziger Zinsschritt dem Dollar kaum Schaden würde, legte dieser wieder zu und der Ölkurs gab gegen Abend nach.

Der Heizölpreis wird hierzulande vom aktuellen Ölkurs und vom Wert des Euros in US-Dollar beeinflusst. Zwar ist der Ölpreis gestern gesunken, doch der Euro verlor durch den Zinsentscheid der US-Notenbank an Wert. Der Euro setzt derzeit seine Einflüsse stärker durch, weshalb Heizöl hierzulande trotz gesunkener Ölpreise teurer geworden ist. Jedoch war der Preisschritt nach oben nicht groß und angesichts der unsicheren geopolitischen Lage können weitere folgen. Machen Sie sich unabhängig davon und füllen Sie Ihren Heizöltank zu moderaten Preisen, wie sie derzeit noch vorherrschen.

 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1050 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1156 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1073 US-Dollar festgesetzt. 

Die US-Notenbank Fed entschied sich gestern für einen Zinsschritt. Der Leitzins wurde um 0,25 Basispunkte gesenkt. Normalerweise belastet eine Zinssenkung die Währung. Nicht so beim Dollar, denn mit dem Zinsschritt gab die Fed bekannt, dass weitere Schritte unwahrscheinlich sind. Die Marktteilnehmer schätzen den Dollar so stark ein, dass sie davon ausgehen, ein einzelner Schritt schadet ihm nicht. Diese Einschätzung gab dem Dollar Rückenwind, sodass er sogar zulegen konnte. Das wiederum schwächte den Euro. Der Eurokurs fiel auf den tiefsten Stand seit Mai 2017.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • DOE: US-Rohölbestände gehen erneut stark zurück

 

Der Bericht des DOE bestätigt, was das API bereits angekündigt hatte: Die US-Rohölbestände sind abermals deutlich gesunken. Deutlicher sogar, als das API es angekündigt hatte und auch deutlicher als von Experten erwartet. Bemerkenswert am DOE-Bericht dieser Woche ist die geringere Raffinerieauslastung, die eigentlich Bestandsauf- statt -abbauten begünstigen würde. Doch in dieser Woche ist der Außenhandel statt der Rohölverarbeitung für den starken Rückgang verantwortlich. Zwar gingen die Exporte zurück, dennoch konnten weder die Produktion noch die Importe die Abflüsse ausgleichen, wodurch es zum Bestandsrückgang kam.

Der DOE-Bericht sendete gemischte Impulse, denn einerseits gingen die Bestände zurück, was den Ölpreis stützt, doch andererseits war auch die Nachfrage rückläufig, was den Ölpreis eher belastet.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-31-010819 // Alle Angaben ohne Gewähr

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Ricarda Altrichter - Autorin

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