USA und China: Einigung in Sicht – Heizöl ist günstiger

19. Juni 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl ist heute günstiger - 19.06.2019

Zwischen den USA und China wurde ein Treffen zum G-20 Gipfel vereinbart. Sie sind an einer schnellen Einigung interessiert. Zusammen mit der Ankündigung einer lockereren Geldpolitik durch die EZB stützt das den Ölpreis. Der Heizölpreis ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • API: US-Rohölbestände gesunken
  • Brent bei 62,30 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 562,25 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1191 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 65,70 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 65,70 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 66,20 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

 Auseinandersetzungen im Persischen Golf 
▲ US-Strafzölle gegen Mexiko 
 Waldbrände in Kanada: Ölproduktion nimmt ab  
▲ Pipeline-Ausfall in Nigeria 
▲ Ölproduktion in der Nordsee nimmt ab 
 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela 
 OPEC+ Kürzungen werden möglicherweise verlängert 
 
 Kämpfe in Libyen 

 Indien erhebt Zölle auf 28 US-Produkte 
 Produktionssteigerung in Russland, Kasachstan und Irak 
 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien 
 Neue Zölle im Handelsstreit USA-China

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 62,30 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 60,96 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Dienstag bei 62,23 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 562,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 554,50 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 553,75 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 19.06.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Der Dienstagvormittag am Ölmarkt stand ganz unter dem Zeichen der aktuellen Nachfragesorgen. Die Marktteilnehmer sehen immer mehr Zeichen für eine stockende Weltkonjunktur. Allein die Handelskonflikte mit den USA sprechen für eine zukünftig schwächere Wirtschaft. Dementsprechend wird die Ölnachfrage möglicherweise unter das Angebot sinken. Bis zum Mittag senkte diese Aussicht den Ölpreis.

Auch die OPEC sorgte für einen sinkenden Ölkurs, was eigentlich nicht in ihrem Sinne ist. Zurzeit sucht sie nach einem Termin für das nächste Meeting, doch offenbar können sich die Mitglieder nicht einigen. Marktteilnehmer sehen darin die Möglichkeit, dass auch die Entscheidung über weitere Produktionskürzungen nur schwer fallen wird. Saudi-Arabien spricht sich strikt für die weitere Einhaltung des bisherigen OPEC-Abkommens aus. Klare Statements der anderen Mitgliedsstaaten fehlen bislang.

Gegen Mittag zog der Ölpreis jedoch wieder an, denn es kam wieder Leben in den Handelskonflikt zwischen USA und China. US-Präsident Trump und Chinas Generalsekretär Xi telefonierten miteinander und vereinbarten ein Treffen zum G-20 Gipfel. Sie einigten sich auf ein gut vorbereitetes Meeting. Das könnte dafür sprechen, dass beide Parteien daran interessiert sind, den Konflikt so schnell wie möglich beizulegen. Damit würde die Ölnachfrage wieder ansteigen. Für eine schnelle Einigung spricht auch die erneute Kandidatur Trumps zur Präsidentschaftswahl, denn ein wirtschaftlicher Erfolg ist ein positiver Einfluss auf den Wahlkampf. Diese Aussicht wirkte am späten Dienstagnachmittag preissteigernd. Das hohe Preisniveau blieb bis zum Abend erhalten und setzte sich bis heute Morgen weiter durch.

Nicht nur der Ölpreis zieht an, auch der Euro verliert gegenüber dem Dollar an Wert. Das stellt möglicherweise steigende Heizölpreise in Aussicht. Die ersten Kursschritte nach oben sind bereits gesetzt. Treffen Sie Vorbereitungen auf den Winter, indem Sie leere Heizöltanks füllen, solange moderate Preise vorherrschen, Machen Sie sich unabhängig vom Marktgeschehen.
 

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1191 US-Dollar, am Dienstagmorgen waren es 1,1235 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Dienstag bei 1,1195 US-Dollar festgesetzt. 

Der Eurokurs musste gestern Verluste hinnehmen, denn der Präsident der Europäischen Zentralbank kündigte eine lockere Geldpolitik an. Das entwertet den Euro gegenüber dem US-Dollar und stützt gleichzeitig den Ölpreis, da eine Lockerung der Geldpolitik die Wirtschaft ankurbeln soll. Zusammen mit einer Einigung im Handelskonflikt zwischen USA und China kann diese Maßnahme dem Ölpreis eine klarere Richtung geben als es bislang der Fall war.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • API: US-Ölbestände gesunken

Der Wochenbericht des American Petroleum Institutes hatte in Anbetracht der Meldungen über eine mögliche Einigung zwischen USA und China und dem angekündigten Kurs der Europäischen Zentralbank kaum Einfluss auf den Ölpreis. Erst der Bericht des Department of Energy, der heute Nachmittag weitere Hintergrundinformationen liefern wird, könnte Einfluss nehmen.

In seinem Bericht kündigt das API gesunkene US-Rohölbestände an, nachdem die Vorräte in den letzten Wochen entgegen aller Erwartungen stetig angestiegen sind. Ob sich nun die Sommernachfrage tatsächlich auf die Rohölbestände niederschlägt, zeigt sich im DOE-Bericht, den Sie morgen an dieser Stelle finden.

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-25-190619 // Alle Angaben ohne Gewähr


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Ricarda Altrichter - Autorin

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